Drohnen-Foto: „Von oben“ ist immer anders

4 Kommentare
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    Tim Anders sagte:

    Ich bin jetzt doch etwas überrascht. Ich habe hier mitgemacht, um DIESES Bild kritisieren zu lassen. Meiner Meinung nach wird hier ziemlich viel auf Luftaufnahmen insgesamt herumgehackt (kann jeder, alles alltäglich, nichts Besonderes- dann macht es doch, eure Beispielbilder hauen mich jetzt auch nicht vom Hocker). Sollte ich jetzt Hochhäuser nur noch vom Boden aus mit der Drohne aufnehmen, damit die Grösse besser raus kommt? Keine Nachtaufnahmen, damit man Schatten hat? Im Ernst, über etwas mehr konstruktive Kritik am Bild und weniger allgemeine Kritik an Luftaufnahmen hätte mich gefreut. Dann hätte ich beim nächsten Mal vielleicht auch ein Bild machen können, welches nicht nur für mich besonders ist, sondern dem auch das geschulte Redakteursauge etwas abgewinnen kann ;) Motive sind wohl immer Geschmackssache. Das trifft natürlich auch auf dieses Bild zu. Prinzipiell denke ich jedoch, dass diese Motiv viel hergibt. Es wäre schön gewesen zu erfahren, wie Sie das Motiv zum Beispiel dargestellt hätten, bzw. welche technischen Verbesserungen möglich gewesen wären.
    Dennoch Danke für Ihre Bemühungen

    Tim

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      Peter Sennhauser sagte:

      Lieber Tim – „herumhacken“ sieht bei mir dann doch etwas anders aus, und ich sage nirgends, dass dies keine ansprechende Fotografie ist. In der Tat sage ich aber wenig dazu, wie man diese Aufnahme anders hätte gestalten können. Dass mein Beispielbild Dich nicht vom Hocker haut, glaube ich gern: ich führ’s genau deswegen als Beispiel an. Ich habe damals versucht, aus der Luftfotografie etwas neues herauszuholen und musste damit scheitern. Zu Deiner Aufnahme sage ich das einzige, was ich konkret sagen kann: Ich würde den Turm mit einer Drohne nicht so sehr von oben, sondern allenfalls in halber Höhe aus einer Perspektive fotografieren, in der seine Grösse auch aus der Luft zur Geltung kommt – und damit eine Perspektive einnehmen, die nicht der eines hoch fliegenden Helikopters oder Flugzeugs gleicht. Technisch muss man an dem Bild nichts verbessern, kann man ja wohl auch kaum, wenn wir an Blende, Zeit und ISO denken. Tut mir leid, wenn ich Dich enttäuscht habe, aber die konstruktive Kritik beschränkt sich meiner Meinung nach hier im wesentlichen darauf, dass die Perspektive anders hätte gewählt werden können/sollen.

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      Stefan Jeschke sagte:

      Auch ich bin hier ganz bei Peter: Tim Du hast aus einem wohl imposanten Gebaeude (ich kenne es nicht persoenlich) einen unscheinbaren Zwerg gemacht, und zwar in erster Linie durch die Wahl der Perspektive (und dazu leider eine wenig spannende Komposition). Der vermutlich beabsichtigten Bildaussage (das imposante Gebaeude als solches eingebettet in die Stadt, das kann ich jetzt aber nur raten) wurde hier ein Bein gestellt. Es ist das gleiche wie ein Kind oder ein Tier von oben zu fotografieren: es wird klein und hilflos, der Betrachter setzt sich „ueber“ das fotografierte Objekt, und das passt hier so leider gar nicht..
      Um den Tower als solchen darzustellen, taete ich mich mit einem Weitwinkel bewaffnen und ihn nahe von unten mit etwas Umfeld herum fotografieren. Oder wenn eine Drohne mit dabei sein soll, hier gibts noch eine Anregung bzgl. ausgefaellener Perspektive:

      https://creators.vice.com/de/article/drohnen-fotos-verwandeln-diese-landschaften-in-schwindelerregende-achterbahnfahrten

      Bin gespannt ob obige Bilder bald auch nur noch gaehnen verursachen (wie die meisten „little Planets“, die übrigens vielleicht auch was fuer den Tower waeren?), aber im Moment finde ich einige Beispiele WOW! :-)

      Viele Grüsse,
      Stefan

  2. Dierk Topp
    Dierk Topp sagte:

    ich stimme Peter voll zu.
    Es ist sicher für den Besitzer einer Drohne ein Erlebnis, aus so einer ungewöhnlichen Perspektive zu fotografieren, aber das ist es dann auch. Durch den Einsatz von (besonderer) Technik wird ein Bild nicht zu etwas Besonderem.

    Es gibt wie in dem Beitrag erwähnt schon sehr lange beeindruckende Luftaufnahmen. Durch die Drohnen sind diese jetzt so einfach geworden, wie nie. Damit und durch die Vergleiche steigt aber auch der Anspruch an eine besondere Aufnahme. Damit meine ich z.B. die vielen faszinierenden Bilder der Darstellung von Mustern und Figuren der Landschaft aus dieser Perspektive. Gerne würde ich so etwas auch mal selbst machen, nachdem ich den Blick aus einem Ballon genossen habe. Da sehe ich endlose traumhafte Motive, die ich senkrecht von oben machen würde.

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