Anti-Scheimpflug: Der Lichtstrahl

5 Kommentare
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    fherb sagte:

    Als ich mir Lukas‘ Bild angesehen habe und noch nichts dazu gelesen hatte, war ich gespannt, was Peter schreibt und in den Kommentaren kommt. Für mich „hat das Bild ‚was“ und ich kann Lukas‘ Idee nachempfinden. Ich kenne zwar nicht das originale Bild (Raw) aus der Kamera, aber das ist ganz bestimmt langweiliger, als das, was Lukas hier schon gestaltet hat.

    Das Bild lebt für mich aus einem Dreieck, dass von den Fenstern, die leider nicht komplett scharf sind, und dem Lichtstrahl aufgespannt wird, während dieses Dreieck von weiteren Mustern hinterlegt ist. s. Bild.

    (zweiter Kommentarteil mit Bild kommt gleich noch)

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      fherb sagte:

      Ich empfinde dabei die Fenster und den Lichtstrahl als zentrale Bildelemente und den Rest des Bauwerkes als „Hintergrundmuster“. Davon ausgehend wäre es geschickt gewesen, die komplette gebogene Fensterfront sehr scharf zu lassen und den Unschärfeeffekt explizit darüber und darunter anzuwenden (s. Bereich in nachfolgendem Bild). So ergäbe sich ein klares Dreieck als „Vordergrund“ mit „Fensterbogenzeile“ und Lichtstrahl auf den das Auge fokussiert wird und die Gemäuerstruktur als wohl angeordnetes Hintergrundmuster. Das wäre mit einem Spezialopjektiv übrigens nicht machbar.

      Und wenn ich es mir so vorstelle: Dann würde mir der Beschnitt noch nicht so recht gefallen. Der linke Dreieckspunkt ist mir ein kleines Stück zu weit links und die Fläche im rechten unteren Gesteinsbogen ist mir noch zu dominant.

  2. dierk
    dierk sagte:

    ich habe zufällig genau so ein Objektiv, das am Vollformat diesen Werten entspricht, das Micro Nikkor PC 85mm/2.8.

    Bisher habe ich es meistens für Sachaufnahmen verwendet und mich (und vielleicht auch andere) interessierte bei dieser Bildbesprechung, wie die hier durch Bearbeitung künstlich erzeugte Unschärfe mit einem echten T/S Objektiv aussieht. Dafür bietet unsere Kirche genügend Höhe und somit Abstand.

    Alle Aufnahmen aus der Hand mit ISO Automatik an der intern stabilisierten Sony A7RII. Durch die Limitierung auf max. 6400 ISO ging bei f/16 die Belichtungszeit auf 1/8 Sek. runter, wie man sieht, ohne Probleme!

    VG
    dierk

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  3. dierk
    dierk sagte:

    Ich stimme Peter zu,
    dieser hier genannte Anti-Scheimpflug-Effekt ist bei diesem Bild für mich leider nur Effekthascherei. Wenn es denn überhaupt als Solches gedacht ist. Diese Form der Bearbeitung zerstört den angestrebten Effekt mit dem Lichtstrahl. Dazu kommt, dass die schönen Fenster durch die Bearbeitung verwaschen werden und außerdem zu sehr überstrahlt sind.

    Was hätte ich anders gemacht:
    ich hätte auf jeden Fall bei solchen Kontrasten eine Belichtungsreihe gemacht, um mir dann das am besten belichtete Bild auszusuchen oder eine HDR Bearbeitung zu machen
    wenn es dieser Bereich der Fenster sein soll würde ich die jetzt unscharf gemachten Bereiche oben und unten statt dessen etwas abdunkeln und so dem Lichtstrahl die gewünschte Aufmerksamkeit geben.

    Zur Technik:
    die verwendete Lumix DMC-FZ200 ist eine Bridge Kamera mit einen sehr kleinen CMOS-Sensor 1/2,3″ 6,2 x 4,6 mm (Cropfaktor 5,6!)
    das Leica Elmarit 2.8/4.5-108 (entspricht 25mm bis 600mm an FF), d.h. die benutzten 16mm sind ca. 90mm an FF, das Objektiv ist stabilisiert
    die Blende 2.8 an dem kleinen Sensor mit Cropfaktor 5,6 entspricht f/16!
    hier ist mehr dazu zu finden:
    https://photographylife.com/sensor-size-perspective-and-depth-of-field/

    VG
    dierk

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