Leuchturm von Llanddwyn: Muss an die Wand!

7 Kommentare
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    Philipp sagte:

    Naja, ich meine mit digital, was ich in den ersten 3 Sätzen ausgeführt habe. Und ja, natürlich kann ich auch analog solche oder ähnliche Effekte erzielen. Ich empfinde dies aber als Überpräsent und daher benutze ich die Bezeichnung „zu digital“ als Synonym dafür. Wie du sagst, heute kann es jeder relativ schnell machen, und daher wird es auch oft, zu oft für mich, eingesetzt. Ob das Bild langweilig wäre? ich weiss nicht. Im Rahmen einer Serie finde ich zum Beispiel gerade das weniger oft mehr ist, weil es sich in der Wiederholung verdichtet während sich diese Art der Überarbeitung in der Wiederholung überlädt. An Effekt. An Dramatik. An Künstlichkeit damit, weil das Leben, der Blick, die Situation es nicht ist. Es wird dann, für mich, zu einer zweiten Realität, die in einer Aufdringlichkeit dargestellt wird, die ich mindestens ermüdend finde.

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    Philipp sagte:

    Hi dierk,

    gerne. Im Wesentlichen beziehe ich mich da auf die von Dir schon gemachte Feststellung „Auffällig ist aber die sehr starke Schärfung (überschärft?) und/oder sehr starke Bearbeitung der Struktur.“ Hinzu kommt die Wirkung des Polfilters, die Kontraste. Bearbeitungen in dieser Art bezeichne ich für mich dann als „zu digital“. Schön ist das Bild für mich aufgrund seiner Komposition. Ich finde also beides in dem Bild wieder. Da ich aber persönlich Bilder bevorzuge, die näher an dem sind, was das Auge sieht oder: Bilder, die stärker auf die Stimmung als auf die Details abzielen, bezeichne ich diese Bearbeitung als Digital, im Gegensatz zu dem was ich als „Analog“ bezeichnen würde. Das wiederum spiegelt sich in dem von mir vorher beschriebenem und hat oft und gerne auch Unschärfen und deutlich weniger (künstlich erzeugte) Dramatik, die wiederum allzuoft dazu genutzt wird, eine Stimmung zu erzeugen. Es partizipiert eher an der Reportagefotografie, auch bei Landschaften. Gerade die Dramatik scheint mir in der heutigen Fotografie überbewertet und -präsent. Als Folge hat man sich, ich zumindest, sehr schnell satt gesehen an solchen Bildern. spannend wäre an diesem Beispiel die Gegenüberstellung mit dem original, auch wenn da natürlich schon der Polfiltereffekt drinnen ist.

    Hoffe das ist verständlich so weit.
    Beste Grüße
    Philipp

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    • dierk
      dierk sagte:

      danke für die Antwort, Philipp.
      Ich bin nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe. Meinst du das mit Digital, was du mit „(künstlich erzeugte) Dramatik“ beschreibst?
      Nach endlosen Nächten in der Dunkelkammer denke ich, dass dieser Effekt wie erwähnt auch genau so analog mit z.B. HP5 Film und harter Papiergradation erzeugt werden kann. Ich habe es häufig so gemacht. Heute bei der Umwandlung von digital Farbe in S/W mit z.B. Nik Silver Efex hat man natürlich unendlich mehr Freiheitsgrade, die aber ggf. natürlich auch leicht überstrapaziert werden können. Ich denke, wenn dieses Bild in typischer Ansel Adams Technik nach Zonensystem bearbeitet worden wäre und alle Grautöne schön gleich verteilt wären, wäre es sicher immer noch ein schönes Motiv, aber vielleicht etwas langweilig. So geht es mir jedenfalls bei einigen Bildern von Ansel Adams.
      VG
      dierk

  3. Avatar
    Philipp sagte:

    8s aus der Hand? Bei Blende 8? Eher nicht. Oder war es 1/8s? Oder doch ein Grauverlaufsfilter, ein Stativ und 8s?
    Ansonsten find ich es schön und zu sehr überarbeitet. Wirkt mir zu künstlich, zu digital. Aber das ist ja immer Geschmackssache.

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    • dierk
      dierk sagte:

      das war ein Versehen von Peter Drechsler.
      Er schrieb mir:
      Canon 5D Mk II mit Zeiss Distagon 2.8/21,
      Belichtung: 1/125 sec bei Blende 6.3 und Polfilter, kein ND Filter
      Die Änderungen sind dann bei der Veröffentlichung des Artikels leider nicht angekommen.

    • dierk
      dierk sagte:

      „find ich es schön und zu sehr überarbeitet. Wirkt mir zu künstlich, zu digital. “
      Das ist etwas widersprüchlich, schön und zu sehr bearbeitet?
      Philipp, kannst du etwas genauer beschreiben, was du mit „zu digital“ meinst? Das würde mich wirklich sehr interessieren, da ich es nicht sehe!
      VG
      dierk

  4. dierk
    dierk sagte:

    Das von Peter Drechsler eingereichte Bild hat nur eine geringe Auflösung von 1200 Pixel Breite. Peter hat mir ein Bild mit höherer Auflösung geschickt, das einen besseren Eindruck der Aufnahme ermöglicht. Hier ist es.
    Mehr zum Thema hochauflösende Bilder und Stitchen kommt in einem folgenden Beitrag.

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