Stitching: Hochauflösende Bilder für große Drucke

1 Antwort
  1. dierk
    dierk sagte:

    da vielleicht auch andere diese Frage haben, möchte ich sie hier zusammen mit den Antworten posten:

    Hallo Dierk Topp,

    ich habe ein paar Fragen zu Ihrem Beitrag und generell zum Thema Skitching:
    Zoomt man möglichst weit ran (Ich besitze die Sony HX400V mit einem 50-fachem optischem Zoom) um bestmögliche Qualität zu erhalten oder belässt man es bei ein paar Schwenks mit ein wenig zoom?
    In Ihrem Artikel hatten sie gesagt, dass manche Ihrer Bilder aus 200 Einzelbildern bestehen. Wie macht man das genau? Alles aus der Hand, oder gibt es dafür extra Stative? Und wie kann ich mir sicher sein das ich bei 200 Bildern nicht einen Teil vergessen habe?

    Bereits vielen Dank!
    Gruß Kolja Krohne

    ————————————————
    Hallo Kolja,
    es freut mich, wenn der Artikel anregt, das Stitchen einmal auszuprobieren :-)

    Wichtig scheint mir bei der Aufnahme die Überlegung, wofür du diese verwenden willst. Wie ich schrieb, habe ich Drucke auf Leinwand mit 2m Kantenlänge (jetzt aktuell sogar mit 4,80m Kantenlänge) anfertigen lassen. Dafür braucht man aber keine 200 Einzelbilder! Für die Drucke auf Leinwand reichen ca. 80 DPI (dots per inch), d.h. 80 Pixel pro 2,5 cm Druck, gut aus. Du würdest also bei 2,50m Breite nur ca. 8.000 Pixel brauchen (nicht mit Megapixel des Sensors verwechseln!). Deine Sony bietet 5.184 x 3.888 Pixel, es würden also 2 gestitchte Bilder für so einen Druck schon ausreichen.

    Wie oben schon erwähnt ist grundsätzlich wichtig:

    * das Motiv sollte möglichst statisch sein!
    * alle Einstellungen auf manuell (Fokus, Belichtung, ISO)!!
    * eine Brennweite, mit der du das Motiv mit einigen Aufnahmen abdecken kannst (kann also eine leichte Telebrennweite sein oder auch ein Tele bei größeren Entfernungen)
    * beim Schwenken der Kamera versuchen, um die Kamera und nicht um den ganzen Körper zu schwenken, dabei kann ein Stativ natürlich helfen (wenn es ganz perfekt sein soll, mit Nodalpunkt Panoramakopf), mit etwas Übung braucht man es aber bald nicht mehr
    * reichlich Überlappung vorsehen, damit das Programm die Übergänge findet
    * erst einmal mit etwas Unwichtigem üben, z.B. vor der Haustür oder einfach aus dem Fenster heraus, es reichen zum Üben ja 2 oder 3 Aufnahmen
    * eine Software zum Stitchen installieren (Photoshop kann es z.B., ich benutze meistens den kostenlosen ICE von Microsoft, der ist auch am Schnellsten)

    Für die erwähnten 200 Bilder habe ich einen motorgetriebenen Panoramakopf von Gigapan benutzt, der alles automatisch macht. Der Link ist auch in dem Artikel:
    Hier ist ein Beispiel bei Gigapan mit ca. 480 MP – Panorama size: 477 megapixels (40771 x 11715 pixels) Input images: 126 (18 columns by 7 rows. Man kann mit Doppelklick fast endlos hinein zoomen.

    ich hoffe, dass du damit etwas anfangen kannst. Viel Spaß und Erfolg dabei.
    VG
    dierk

    ————————————————————–

    Hallo Dierk,
    erst einmal vielen Dank für deine Antwort!
    Verwenden möchte ich die Bilder ebenso auf einer Leinwand. Über die Größe habe ich mit noch keine Gedanken gemacht, aber größer als 2 Meter auf jeden Fall nicht. Von daher ist das ja „relativ simpel“.
    Zum Stitchen habe ich Photoshop benutzt, da bei ICE von Microsoft das Bild leider einen minimalen Fish-Eye Effekt bekommen hat.

    Ich probiere jetzt noch ein wenig herum und vielleicht schicke ich dann mal ein Panorama zur Bildkritik ein ;)
    Nochmals vielen Dank für die hilfreichen Antworten!
    Gruß Kolja

    ————————————————————-

    Hallo Kolja,
    noch eine Anmerkung zu dem angesprochenen Fish-Eye Effekt. Dieser Effekt ist reine Physik und Optik und tritt immer auf, wenn das Objektiv während der Aufnahme bewegt wird. Gut zu sehen bei Kameras, die diese Technik benutzen wie z.B. die von Noblex oder die Russische Horizon 2002. Hier sind meine Bilder aus der Horizon 2002, bei Landschaften ist dieser Effekt jedoch nicht sehr auffällig.
    https://www.flickr.com/photos/dierktopp/albums/72157644195467248
    Dies gilt auch für gestitchte Landschaftsaufnahmen.

    Zum stitchen mit Photoshop oder ICE: PS bietet als sogenanntes Layout verschiedene Optionen an, mit denen die Verzeichnung korrigiert werden kann. Dies ist auch bei ICE möglich und versteckt sich beim 1. Import unter „Camera motion“ und wird oft automatisch richtig erkannt oder wird bei 2. Stitch unter „Projection“ angeboten. Da kann man dann schnell die richtige Einstellung ausprobieren.

    Ich benutze am liebsten den ICE. Der braucht für meine oft 10 oder mehr Aufnahmen mit 42 MPixel etwa eine Minute, bei PS muss ich da sehr lange warten.

    VG
    dierk

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