Greifvogel-Actionfoto: Direkt auf uns zu!

6 Kommentare
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    Katja sagte:

    Wirklich faszinierende Artikel finde ich auf dieser Seite, und ich lerne wirklich viel! Ich habe zwar eine Einsteigerkamera, da ich noch kein eigenes Geld verdiene, aber ich bin der Überzeugung, dass man mit richtigen Techniken es auch schaffen kann, tolle Fotos aufzunehmen. Keep up the good work, ich liebe eure stories! :P Lg

    Katja aus München

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    Roger Hofstetter sagte:

    Tatsächlich liessen sich die räumlichen Verhältnisse der abgebildeten Situation durch die Wahl eines ausgeprägteren Verlaufs in der Tiefenschärfe, der Wahl einer etwas anderen Perspektive oder eines anderen Aufnahmestandorts besser klären, als dies im vorliegenden Bild der Fall ist. Generell können hier je nach fotografischer Haltung Handwerkliche und formale Schwächen ausgemacht werden.
    Allerdings stellt sich auch die Frage nach der beabsichtigten Bildwirkung. Das ursprünglich eingesendete Bild korrespondiert meiner Meinung nach besser mit dem Titel „Direkt auf uns zu!“ als die nachträglich, versuchsweise mit viel Tiefenschärfe angereicherte Variante. Dies gerade weil sich der Adler nicht eindeutig von der Ebene des Publikums abgrenzen lässt.
    Dies suggeriert eine gewisse Unüberschaubarkeit oder Komplexität der Situation, die gepaart mit der anzunehmenden Geschwindigkeit des Tieres ein Unbehagen auslöst: „Hoffentlich findet keine Kollision statt.“

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    Peter Sennhauser sagte:

    Danke für Eure Ergänzungen – die Diskussion bezüglich Schärfentiefe und dem Zusammenhang mit Brennweite und Objektabstand wird allerorten geführt. Ich glaube, weil die Sensorgrösse und damit der Unschärfekreis jeder Kamera eine grosse Rolle in der Gleichung zur Schärfentiefen-Berechnung spielt, kann man darüber endlos streiten. Vielleicht kann man sich als Hinweis für Einsteiger darauf einigen, dass eine lange Brennweite zusammen mit einem geringen Objektabstand für starke Schärfentiefen-Effekte sorgt.

    Dass Canon die Fokusfalle nicht serienmässig in den SLRs integriert hat, war mir nicht bewusst, das Projekt magic lantern soll dem aber abhelfen können.

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      Tilman sagte:

      Darauf können wir uns einigen, Peter. Ansonsten braucht man nicht darüber zu diskutieren, es ist es halt nur Physik. Beispiel: ein APS-C Sensor hat bei einer Blende von 5.6, einer Distanz von d=1250mm zum Objekt und einer Brennweite von f=50mm eine Schärfentiefe von 127mm. Bei 5.6/d=5000/f=200 genau dieselbe. Das Bokeh ist bei der langen Brennweite vermutlich schöner, das ist alles.

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    Frank sagte:

    Ein kleiner Hinweis: Aus der Bildunterschrift geht hervor, dass der Fotograf eine Canon DSLR benutzt hat. Canon baut jedoch keine Fokus-Fallen-Funktion in seine Kameras ein. Mit Magic-Lantern ist das wohl möglich. Ich kenne diese Funktion von Pentax, und ich glaube Nikon kann es auch.
    Insgesamt stimme ich der Bildbesprechung zu. Und BTW: Größere Brennweiten haben bei gleichem Abbildungsmaßstab und gleicher Blende eine geringere Tiefenschärfe. Was nicht stimmt, ist dass längere Brennweiten den Raum komprimieren. Dieser Effekt kommt durch die Veränderung des Abstandsverhälnisses Kamera-Objekt-Hintergrund zu stande, wenn das Objekt im gleichen Maßstab abgebildet wird. Dies lässt sich digital leicht prüfen, indem man die gleiche Szene mal mit 85mm einmal mit 35mm vom gleichen standpunkt aus fotografiert, und dann aus dem 25mm Bild einen ausschnitt macht, der dem Blickwinkel des 85mm Objektivs entspricht.

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    Tilman sagte:

    Herzlichen Glückwunsch zum Foto, Nico. Und vielen Dank für die Besprechung, Peter. Deine Bearbeitung zeigt sehr schön wie Unschärfe eingesetzt werden kann, ein überzeugendes Resultat. Allerdings… smiley… in diesem Fall ist der Vogel ja auf der Höhe des Publikums (dir Frau rechts vom Handschuh ist schon sehr dicht am Falkner…). Da kann man Einstellen wie man will, Deinen durch Bearbeitung erzielten Effekt erreicht man einfach nicht bei der Aufnahme. Ich finde auch immer den Rat, lange Brennweite zu benutzen, gefährlich. Die Schärfentiefe hängt ja nicht von der Brennweite ab, bei gleicher Objektgröße (siehe Makroaufnahmen). Noch eine abschließende Bemerkung zum Bild… hier sieht es eher insgesamt unscharf aus. Ich glaube auch, dass 1/320s zu langsam ist, es sei denn man will die Bewegungsunschärfe. Ein bisschen höherer ISO Wert hätte hier gut getan. Mit freundlichen Grüßen, Tilman

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