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Kein Ergonomisches WunderTest Canon Powershot TX1 (II/IV)

Die Canon TX1 verspricht HD-Video und hochwertige Fotografie in einem extrem kompakten Paket. Doch wie sieht es mit der Bedienbarkeit dieses winzigen technischen Wunderwerks aus?

Testreihe Canon TX1: Übersicht / Handling / Bildqualität / Fazit

Die meisten Leute finden vermutlich die Bedienungselemente gängiger Camcorder schon ziemlich klein. Mit ihren winzigen Knöpfchen, fummeligen Zoomwippen und überkompakten Drehrädchen sind die meisten modernen Videokameras nur recht schwer zu bedienen. Wie sieht das erst bei der nochmals um Faktoren kleineren Canon TX1 aus?

Um es vorwegzunehmen: Die Bedienung ist vermutlich die grösste Schwäche der TX1. Die wichtigsten Bedienungselemente sind an der hinteren Schmalseite angebracht, und auf die Fläche von 2x5cm hat Canon immerhin eine Zoomwippe, einen Fünfweg-Joystick, zwei Menübuttons, ein Funktionswahlrad sowie den Start/Stop-Knopf untergebracht. Ein Ergonomiewunder ist damit nicht entstanden, um es mal sehr vorsichtig auszudrücken.

Schon die Inbetriebnahme der Kamera muss man erst mal gründlich üben. Der Ein/Aus-Knopf ist an einer etwas unintuitiven Stelle angebracht, und zudem muss man den LCD-Screen ausklappen und drehen, bevor man was sieht. Immerhin ist die TX1 aber nach keinen drei Sekunden schussbereit – das schafft kein gängiger Camcorder und auch nicht so manche normale Digitalkamera.

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Selfmade-Stabilisator: Draufhalten

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Der einfachste Kniff für schärfere Bilder bei grenzwertig langen Verschlusszeiten war bisher den Profis mit Motor-Kameras vorbehalten, die sich um Materialkosten nicht scheren mussten. Heute können sich auch Amateure mit einer schnellen Spiegelreflex den preiswertesten Bildstabilisator leisten, den es gibt – das „Seriefeuer“.

Dazu positioniert sich die Fotografin möglichst stabil, visiert das Motiv und drückt den Auslöser in extremem „Zeitlupentempo“ bei eingeschalteter Schnellserie. Dabei wird der Druck gleichmässig erhöht, bis der Auslösepunkt erreicht ist – und darüber hinaus: Je nach Kamera führt das zu einer Serie von drei bis fünf Bildern. Die hier gezeigten Resultate sind bei ISO 100 mit 1/6s, 200mm (300mm KB-äquivalent) bei Blende 5,6 entstanden und zeigen den Effekt recht deutlich:

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Die kleine Kanone für alles? Test Canon Powershot TX1 (I/IV)

Canon bringt mit der PowerShot TX1 eine Digitalkamera der besonderen Art auf den amerikanischen (und hoffentlich bald auch europäischen) Markt: Eine Mischung aus kompakter Fotokamera und HDTV-Camcorder. Mit dem Gerät in der Grösse einer normalen Kompaktkamera lassen sich Videos in Hochauflösung drehen.

Testreihe Canon TX1: Übersicht / Handling / Bildqualität / Fazit

Im Vergleich zu den Videokameras von früher sind die Camcorder von heute wahre Wunder an Kompaktheit. In den letzten 10 Jahren hat sich bezüglich Miniaturisierung allerdings nicht mehr viel getan. Irgendwo müssen die Optik und das Videoband (oder die DVD oder die Harddisk) ja unterkommen.

 

Und darum ist der Camcorder, wie auch die Spiegelreflexkamera, heute immer noch ein Gerät, das man typischerweise nicht immer dabei hat, sondern bewusst mitnehmen muss.

Mit der rasant steigenden Kapazität von Flash-Speicherkarten eröffnen sich nun aber neue Möglichkeiten, digitale Camcorder noch kleiner zu bauen. Denn welcher Videofan wünscht sich nicht, auf Reisen nicht immer den unhandlichen Camcorder mitschleppen zu müssen und trotzdem gute Bilder drehen zu können? Sanyo brachte mit der Xacti-Linie schon vor bald zwei Jahren eine Serie von Pionierprodukten auf den Markt, die Camcorderfunktionalität in kleinster Grösse anboten.

Leider schnitten diese Geräte in den Testberichten aber nicht gut ab, da die Bildqualität und das Handling stark zu wünschen übrig liessen. Die etablierten Camcorder-Hersteller hielten sich bisher in dieser neuen Produktkategorie denn auch vornehm zurück.

Canon ändert das nun und scheint gewillt, aus Sanyos Fehlern zu lernen. Die neue PowerShot TX1 ist eine hybride Video- und Standbildkamera mit einigen interessanten Innovationen. Das Gerät ist vor einigen Wochen auf den amerikanischen Markt gekommen und dürfte wohl auch bald in Europa erhältlich sein.

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Leica D-Lux 3 im Test: Scharfer Pfeffer, grobes Korn

Taugt die Leica D-Lux 3 als Zweitkamera für anspruchsvolle Fotografen? Uns hat sie im Bild-Test gleichermassen begeistert und enttäuscht. 16:9 Format und 28mm-Weitwinkel sind ein Gewinn für die von Superzooms geplagten Kompakten. Das Bildrauschen hingegen ist eine herbe Enttäuschung.

Test Leica D-Lux 3: Handling / Bildleistung / Fazit

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Unbearbeitetes RAW-Bild der Leica D-Lux 3 im 4:3-Format. Alle Fotos sind als JPG ohne Nachbearbeitung gespeichert und können per Mausklick in voller Auflösung geöffnet werden Vorsicht: Grosse Dateien!

Man sollte von einer zigarettenboxgrossen Kamera nicht zu viel erwarten, auch nicht, wenn Leica draufsteht. Denn an den physikalischen Gesetzen kann auch der renommierteste Linsenschleifer nichts ändern.

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JPG-komprimiertes Bild mit Standard-Korrekturwerten des Kamera-Prozessors.

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1:1 Vergrösserung: Die Rauschunterdrückung fordert ihren Tribut.

Aber er kann das Optimum aus den Gegebenheiten herausholen. Von denen gilt es bei Kompakt-Digitalkameras vor allem eine zu meistern: Die Lichtschwäche, die mit dem winzigen Sensor einhergeht. Je nach Priorität des Kameraherstellers wird sie verschlimmert oder in gewissen erträglichen Grenzen gehalten.

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Von 28 bis 504mm in 8 Megapixeln

Panasonic stellt mit der Lumix DMC-FZ18 ein kompaktes Multitalent mit „Protzwerten“ in fast allen Kategorien vor. Die Bedienungsfeatures lassen Hoffnungen auf hohen Anspruch schwinden – das Modell bringt Point-And-Shoot in Reinkultur.

8 Megapixel Auflösung, ein Zoom von 28mm Weitwinkel bis 504mm Tele bei einer Anfangslichtstärke von 2,8 – 4,2, Bildstabilisator und Aufnahmeoption im RAW-Format lassen aufhorchen.

panasonic Lumix 18

Das Leica-Objektiv mit 11 Elementen in acht Gruppen und der Modus-Wählschalter mit der Betonung auf Zeit-, Blenden- und P-Automatik lassen zusätzlich auf eine Ausrichtung auf Prosumer und ambitionierte Amateure schliessen. Die Freie Wahl von einem der elf Autofokus-Punkte bei der Spotmessung deutet in die gleiche Richtung.

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Leica D-Lux 3 im Test: Um eine Armlänge

Test Leica D-Lux 3 (I/III): Leicas Point-and-Shoot-Flaggschiff gefällt mit einigen raffinierten Extras. Was ihr fehlt, ist das Markenzeichen des Vorbilds: ein Sucher.

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Test Leica D-Lux 3: Handling / Bildleistung / Fazit

Das Understatement der Leica-Kameras ist legendär. Vor allem ihre weltberühmte M-Reihe, die Sucherkamera der Wahl vieler Fotoreporter und Dokumentarfotografen, hat sich nie wirklich vom Bauhaus-Stil entfernt: Es ist eine Blechschachtel mit einem aufgepropften Objektiv auf der einen und einem Sucherfenster auf der andern Seite. Oben auf dem Gehäuse sitzen ein paar Knöpfe. Und das wars dann auch schon.

Hier auf fokussiert.com wollen wir zwar vornehmlich die anspruchsvolle Amateurfotografie behandeln, und nur die wenige ernsthafte Fotografen würden sich mit einer kompakten Digitalen zufrieden geben. Allerdings sind die Sony Alpha, die Canon Digital Rebel oder auch eine Nikon D80 doch vielfach zu schwer und zu klobig, um sie auf den kleinen Wochenendausflug mit der Familie mit zu nehmen, und so manche preisgekrönte Fotografie der vergangenen zehn Jahre ist mit einer durchschnittlichen digitalen Kompaktkamera von drei und weniger Megapixeln aufgenommen worden. Fotografie besteht noch immer mehr aus dem Sehen als dem Ablichten.

Mir jedenfalls fehlt seit dem „Tod“ meiner winzigen Minolta Dimage X eine brauchbare Knipsbox für die magischen Momente, die unverhofft im Alltag auftreten. Sie sollte vom Format einer Hosentasche sein. Und nach den Schwierigkeiten mit dem vertikal verbauten integrierten Zoom-Tele der Minolta habe ich mich nach einer kompakten mit einer lichtstarken Optik umgesehen. Hinzu kommt der Image-Faktor: Was, wenn nicht eine Leica, würde den Knipser als inkognito-Spiegelreflex-Nutzer outen?

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