Leserfoto:
Stellung und Bewegung im Raum

Eine interessante, experimentelle Arbeit

Ausgangsbild

Unser Leser Dirk Wenzel aus dem sachsen-anhaltinischen Mansfeld hat uns das obige Bild unter dem Titel „systemische Familienaufstellung” in der Kategorie ‚Digitale Kunst‘ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „wer stellt sich wo auf … ? und wer nimmt eine scheinbare Verbindung durch sein Bewegungsrichtung zu wem auf … ? … oder die Frage aller Fragen … wer will einfach nicht ??? eine Szene aus Paris an einem sonnigen Tag Menschen laufen über einen großen Platz und es ergeben sich ‚Laufmuster‘ …”

Über Ausrüstungsdetails und Aufnahmedaten liegen uns diesmal keine Informationen vor.

Betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. Weiterlesen

„Sonnengruss“:
Weniger ist mehr

Ein witziges Foto, das ich aber ansonsten viel zu überarbeitet finde.

(c) Christine Frick

Panasonic DMC-G1 Belichtungszeit: 1/60, ISO: 125 Blende: f/14 7mm (c) Christine Frick

Am Lago Maggiore bin ich auf dem Bootssteg gewesen mit meinem kleinen Rehpinscher, der sich natürlich langweilte, weil ich die schöne Landschaft fotografierte. Als ich mich umdrehte sah ich meinen Hund in dieser Pose und schon drückte ich ab.

Es lohnt sich immer, beim Fotografieren zurück, zur Seite, oder ansonsten in Richtungen zu schauen, die man vorher nicht in Erwägung gezogen hat. Das ergibt nicht nur besondere Perspektiven, sondern wie hier auch besondere Motive. Wie oft schon habe ich das, was ich visuell an einem Ort suchte, erst gefunden, als ich mich im Weggehen nochmal spontan in eine andere Richtung gedreht oder nach oben geschaut habe. Weiterlesen

Leserfoto:
An der Grenze zur Malerei

Eine bewußt mit Unschärfe und starker Farbigkeit arbeitende, fast impressionistisch wirkende Arbeit möchte ich Euch in der heutigen Bildbesprechung vorstellen.

Ausgangsbild

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Unser Leser Dirk Wenzel aus dem sachsen-anhaltinischen Mansfeld hat uns das obige Bild unter dem Titel „Körpersprache” in der Kategorie ‚Digitale Kunst‘ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Körpersprache … und den Rest denke ich mir…”

Über Ausrüstungsdetails und Aufnahmedaten liegen keine Informationen vor.

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Von einigen Bildbesprechungen her ist uns Dirk mit anmutigen Street- und Porträtbildern (oft schwarzweiß, bisweilen mit sparsamer Farbgebung) bekannt. Hier beschreitet er mit Unschärfe und geradezu überschäumender Farbigkeit ganz neue, experimentelle Wege. Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. Weiterlesen

Wald-Abstrakt:
Bearbeitung allein macht nicht das Bild

Das erste, was mir zu diesem Bild einfiel, war: „DAS ist ein Foto“? Womit schon alles gesagt sein könnte, denn bei soviel Bearbeitung handelt es sich für mich eher um digitale Kunst.

Abstraktes Waldfoto

Wald, abstrakt

Aufgenommen im Juli 2013, 6 Aufnahmen im Hochformat, mit Hugin zusammen gesetzt, das Farbbild mit Hilfe Tonwertkorrektur abgestimmt, dennoch gefiel mir das Resultat nicht, daher Umwandlung mit Kanalmixer in s/w, und zum Schluss den Kontrast erhöht. Für mich gibt das Bild genau das Gefühl wieder, welches ich dabei hatte, als ich im Wald herumstreifte, um die Stimmung einzufangen.

Du hast hier den Wald durchstreift, wohl sogar mit Stativ, denn diese Verschlußzeiten sind per Hand nicht mehr ohne Verwackeln zu halten. Du bist hier stehen geblieben, um eine Szene einzufangen, die für die Umgebung eigentlich typisch ist: Sonnenstrahlen dringen durch das Baumdickicht, und das dunkle, satte Grünbraun Deiner Umgebung wird golden durchflutet. Eine typische Aufnahme eben. Weiterlesen

Leserfoto:
Das etwas andere Blumenbild

Blumenbilder gibt es mehr als genug, neue Ansätze mögen insofern willkommen sein. Ob dies mit Blitz und HDR-Technik gelingen kann, wollen wir in der heutigen Bildbesprechung diskutieren.

Ausgangsbild

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Unser Leser André Barts aus dem niedersächsischen Lilienthal hat uns das obige Bild unter dem Titel „The rose” in der Kategorie ‚Digitale Kunst‘ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Hallo ‚Fokussiert‘-Team … Anliegendes Foto entstand aus einer Belichtungsreihe von 6 Fotos (+-1; 3 geblitzt), vorbearbeitet in Photoshop (man. Objektivkorrektur, +Kontrast, +Dynamik, Weich/Scharfzeichnung) , zusammengeführt in Photomatix (4.2) und anschliessend nochmal beschnitten etc. in Photoshop … Da Photomatix die EXIF Daten entfernt hat: Canon EOS 700D, EF 24-85mm (3,5 – 4,5 USM), Speedlite 550ex, RAW, 1/160, f9, 200iso … Über Anregungen, Anmerkungen und Kritik würde ich mich freuen. :) … Viele Grüße, André”

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Meine ersten Eindrücke bei der Betrachtung des Bildes gingen – ich will dies nicht verhehlen – in Richtung von ‚Irritation, Beunruhigung, Spannung‘. Ich wollte es schon wieder beiseite legen, doch rührte mich auch die Mühe, die sich André mit diesem Bilde gemacht hatte und sein ausdrücklicher Wunsch nach ‚Anregungen, Anmerkungen und Kritik‘ … doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. Weiterlesen

Digitale Kunst:
Gänseblümchen einmal ganz anders

Um effektive Fotos zu schießen muß man manchmal nur vor die Haustür gehen. Und dort etwas sehen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stefan Leisi)

Kommentar des Fotografen:

Mich fasziniert, wie die im Frühling alle Pflanzen mit aller Macht den ersten Sonnenstrahlen entgegenwachsen, mögen sie noch so klein sein. In diesem Fall ist es eine kleines Gänseblümchen, welche seine Blüte der Sonne entgegen streckt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Stefan Leisi:

Mein Kunstmaler-Vater hat einmal gesagt, die Welt bestünde aus denen, die schauen, und denen, die sehen. Du siehst. Glückwunsch zu diesem beeindruckenden Foto, das wieder einmal beweist, daß für gute Bilder eigentlich nur ein gutes Auge und die Fähigkeit, mit der Kamera das Gesehene wiederzugeben, gehört.

Die Nachbearbeitung gibt, zusammen mit den fast ausgebrannten Blütenblättern, dem Ganzen den Charakter digitaler Kunst.

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Digitale Kunst:
Mädchen an Bahngleis

Bildelemente sollten auch bei digitaler Kunst zum Bild beitragen, anstatt vom Hauptbildgegenstand abzulenken.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Marcel Elwenholl).

Kommentar des Fotografen:

Mädchen an einem Bahngleise. Aufgenommen im Landschaftspark Duisburg Bearbeitet mit Gimp

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Marcel Elwenholl:

Dieses Bild stach aus der Menge der anderen heraus, die wir zur Beurteilung eingereicht bekomment hatten. Natürlich einmal wegen der Nachbearbeitung, aber durchaus auch wegen der ungewöhnlichen Pose des Modells. Das Bild ist insgesamt schön fotografiert, die Augen des Modells gut in Szene gesetzt. Durch die gewählte Blende kommt viel Tiefe ins Bild. Es gibt, was das Technische angeht, nicht viel zu kritisieren.

Ich habe allerdings – was zu Diskussionen Anlass geben dürfte – die Kategorie in „Digitale Kunst“ umgeändert – erstens, weil das jetzt geht, und zweitens, weil das Bild so sehr verfremdet ist, daß es für mich über ein „normales“ Porträt hinausgeht.

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Abstraktbild:
Wo ist die Aussage?

Auch radikal abstrakte, nur noch auf Farben und Formen reduzierte Fotos, brauchen eine klare visuelle Botschaft. Das unterscheidet Farbkleckse von spannenden Bildern.

Nils Nijenhuis
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Niels Nijenhuis).

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Niels Nijenhuis:

Merkwürdige Farben und Formen sind das erste, was uns an diesem Bild auffällt, aber nach dem ersten Blick gibt es nicht viel mehr, was das Interesse des Betrachters erweckt. Ich persönlich habe Schwierigkeiten mit dieser Art Fotos. Ich mag Dinge, die fundierter und zugänglich sind, oder Dinge, die sich immer mehr erschließen, je länger Du sie ansiehst. In diesem Fall gibt es abgesehen von den ersten Eindrücken, wie ich es sehe, keine kleinen subtilen Details, die eine tiefere Bedeutung preisgeben, oder eine Geschichte erzählen könnten:

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