Leserfoto:
Kleines Wesen in großer Welt

Die technischen Tücken der Makrofotografie besprechen wir am heutigen Bildbeispiel.

Ausgangsbild

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Unsere Leserin Jana Polley aus Berlin hat uns das obige Bild unter dem Titel „Nahfotografie” in der Kategorie ‚Natur/Tier‘ zur Besprechung eingereicht.

Sie schreibt dazu: „Ich wollte die Makrofunktion meines neuen Objektives (Sigma 17-70) testen und war in Brandenburgs Seenlandschaft unterwegs, als dieser kleine Kamerad mir die Freude machte und geduldig Modell stand. Nur die Ameise sollte scharf abgebildet werden und ihr Lebensraum verschwimmen … (Foto ist in LR4 leicht nachgeschärft und Bildrauschen wurde etwas reduziert.)”

Zur Aufnahme wurde die APS-C-Kamera Canon EOS 600D mit Zoomobjektiv (vermutlich Sigma 17-70 mm F2,8-4,0 DC Makro OS HSM) verwendet. Die Brennweite betrug 70 mm (entsprechend 112 mm Kleinbildäquivalent bei einem Formatfaktor von 1.6), die Belichtungsdaten waren 1/125 Sekunde bei Blende f/4.0 und ISO 320. Das Bild war mit 3441 mal 2294 Pixel etwas groß für konventionelle Monitore, so daß ich es für unsere Zwecke auf 900 mal 600 Pixel verkleinert habe.

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Betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. Weiterlesen

Leserfoto:
Eine Allegorie des Menschlichen

Auch naturnahe Stilleben können – eine geschickte Bildkomposition und -dramaturgie vorausgesetzt – als psychologisches Kammerspiel erscheinen, wie das heutige Bildbeispiel zeigt.

Ausgangsbild

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Unser Leser Dash Izairi aus dem münsterländischen Bocholt hat uns das obige Bild unter dem Titel „Aufrecht” in der Kategorie ‚Landschaft‘ zur Besprechung eingereicht. Er schreibt dazu: „Mir gefiel die Lichtstimmung, der „aufrechte“ Gang des Weizenhalmes, welches im Lichte des späten Nachmittags brillierte. Im Original war der Ausschnitt grösser. Habe bei der Komposition versucht, die Bildaussage zu komprimieren und hoffe insgesamt, dass es mir gelungen ist. Anschliessend wurde es noch digital bearbeitet … Ich würde mich sehr über ihre Kritik freuen … Das Bild wurde auf einer Canon eos20d mit 60mm Brennweite, F8, 1/250 Verschlusszeit bei 100 Iso geschossen.”

Über die verwendete Ausrüstung und die Aufnahmedaten berichtete Dash bereits. Als Objektiv vermute ich, daß das Canon EF-S 60 mm f/2.8 USM Macro zur Anwendung kam. Zu ergänzen wäre noch, daß die Brennweite bei einem Formatfaktor von 1.6 kleinbildäquivalente 96 mm betrug.

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Mir gefällt, wie Dash versucht, eine bereits vorbestehende Idee bzw. etwas beim Anblick des Szene Gespürtes in ein Bild zu übersetzen – hier mag es entsprechend um den ‚aufrechten versus gebückten Gang‘ bzw. um einen ‚Platz im Licht bzw. im Dunkel‘ gegangen sein. Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. Weiterlesen

Leserfoto:
Über Steigerungsversuche des Alltäglichen

Nicht alle Motive lassen sich durch Bearbeitungstechniken bzw. ‚Looks‘ zu einem dramatischen und wirkungsvollen Bild verarbeiten.

Ausgangsbild

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Unser Leser Martin Jakob aus Wien hat uns das obige Bild unter dem Titel „Licht am Ende des Tunnels” in der Kategorie ‚Natur/Tier‘ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Das Bild wurde im Juni 2013 in einem Irrgarten von Schloss Schönbrunn in Wien aufgenommen. EXIF Daten sind vorhanden, es wurde mit Lightroom 4 nachbearbeitet … Beste Grüße und ich freue mich auf ein Feedback … Martin Jakob”

Zur Aufnahme wurde eine Nikon D7100 mit einem Weitwinkelzoom (vermutlich Sigma 10-20 mm F4-5,6 EX DC HSM) verwendet. Die Brennweite betrug 10 mm (entsprechend 15 mm Kleinbildäquivalent bei einem Formatfaktor von 1.5), die Belichtungsdaten waren 1/100 Sekunde bei Blende f/4.0 und ISO 100. Da das eingereichte Bild mit 5252 mal 4000 Pixel etwas groß für normale Monitore war, habe ich es auf 1000 mal 762 Pixel verkleinert.

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Beim ersten Blick dachte ich an ein HDR-Bild mit seiner recht unwirklichen Atmosphäre, dem massiv verstärkten Mikrokontrast, den sehr satten Farben und den typischen Artefakten. Doch erwähnte Martin solches nicht, und auch die im Bild verbliebenen Exif-Daten ließen nicht an eine Belichtungsreihe und Photomatix-Bearbeitung denken. So erschien mir am ehesten eine ‚Pseudo-HDR-Bearbeitung‘ plausibel … Weiterlesen

Leserfoto:
Studie zur Komposition II

Kompositorische Überlegungen bestimmen nochmals die heutige Bildbesprechung. Am Ende wartet aber auch noch eine kleine Frage zur Aufnahmetechnik auf die Leser.

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Unser Leser Martin Göbe aus Berlin hat uns das obige Bild unter dem Titel „Duck shadows“ (Entenschatten) zur Besprechung eingereicht. Er schreibt dazu: „An einem See ist mir die Grenze zwischen dem noch zugefrorenen Teil und dem schon aufgetauten kleinen Streifen am Rand aufgefallen. Die Spiegelung der Umgebung faszinierte mich. Aber viel mehr war es eine Ente auf der Eisfläche, die sich ebenfalls spiegelte. Diese Spiegelung sah aber mehr wie ein Schatten aus, welcher für mich imposant und majestätisch wirkte. Nach mehreren Versuchen bewegte sich die Ente an die richtige Stelle. Genau an den Rand der Eisfläche, wo die Spiegelung ihre volle Wirkung entfaltete. Zunächst noch in Farbe geschossen, habe ich mich schon beim Ansehen für eine Entsättigung entschieden, um die Wirkung des Schattens noch zu verstärken. Ebenso wurde das Bild an den Seiten beschnitten.“

Zur Aufnahme wurde eine Canon EOS 600D mit der Festbrennweite EF 50 mm f/1.8 II verwendet (entsprechend einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 80 mm), die Belichtungsdaten waren 1/1000 Sekunde bei Blende f/1.8 und ISO 100.

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Der in Martins Beschreibung deutlich werdende Ansatz, das vor Ort Gegebene ebenso wachsam wahrzunehmen wie in seine bildgestaltenden Überlegungen einzubinden, gefällt mir sehr gut. Hier klingt etwas an, was ich als ‚den fotografischen Blick‘ zu bezeichnen nicht müde werde. Martin mag dabei das einzelne Bild vielleicht als Ausgangpunkt eines künftig noch besseren Bildes auffassen („das Bessere ist des Guten Feind“). Doch betrachten wir im Sinne der klassischen Bildanalyse zunächst wieder die grundsätzlichen Elemente … Weiterlesen