Blumenfoto: Abwesende Blüten

Mit Wildblumen lassen sich Miniatur-Landschaftsfotos machen. Neckisch ist dabei die Wiederholung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Noah Hänggi).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild ist auf einem Spaziergang entstanden und hat mir irgendwie gut gefallen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Noah Hänggi:

Kleine weisse Wildblumen neigen sich in dieser Farbaufnahme vom rechten unteren Bildrand dem Bildzentrum zu. Sie wiederholen sich im Hintergrund in der Unschärfe und bilden einen diagonal von links unten nach rechts oben verlaufenden Teppich. In der rechten oberen Bildhälfte ist ebenfalls in der Unschärfe ein dorniger Ast gerade noch erkennbar. Dahinter scheinen Baumstämme und ein Stück Himmel abgebildet zu sein.

Ich war und bin kein grosser Anhänger von Blumenbildern, aber Landschaftsfotografie schliesst ja gewissermassen „Mikro-Landschaften“ ein – und Wildblumen eignen sich dafür sehr gut:

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Strandbild: Kontraste wollen bewältigt werden

Sonnenuntergänge sind sicherlich die beliebtesten Urlaubsmotive, doch mitunter auch die schwierigsten.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sebastian Arnold).

Kommentar des Fotografen:

Sonnenuntergang in Thailand. Als ich ein paar Bilder machen wollte setzte sich meine Freundin auf die im Sand liegenden Steine. Dies wurde dann auch spontan das erste Bild. Es gefällt mir auch recht gut jedoch denke ich immer es wäre etwas mehr rauszuholen gewesen, auch wenn es kein geplante Bildkomposition war. Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen was ich hätte besser machen können oder evtl. noch durch Nachbearbeitung rausholen kann.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Sebastian Arnold:

Sonnenuntergänge sind sicherlich die beliebtesten Urlaubsmotive, doch mitunter auch die schwierigsten.

Ich würde sagen, Sebastian, du hattest schon mal Glück, dass sich deine Freundin (freiwillig oder unfreiwillig?) als Model zur Verfügung stellte. Denn Sonnenuntergänge nur um des Untergangs willens sind oftmals im Nachhinein enttäuschend anzusehen. Auch bei diesen Motiven bedarf es eines Aufbaus nach den Regeln der Bildgestaltung:

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Hallo, ich bin neu hier

Ich freue mich, nun auch Teil von fokussiert.com sein zu dürfen. Als die neue Redaktorin erwarten mich viele spannende Aufgaben – und alle drehen sie sich um mein Lieblingsthema: die Fotografie.

fokussiert.com kenne ich bereits seit einiger Zeit als Leserin der Bildkritiken und neusten Beiträgen über Ausstellungen, hilfreiche Produkte oder Fototipps. Und euch, liebe Leserinnen und Leser, habe ich über eure Kommentare bereits ein bisschen kennenlernen dürfen. Und nun will ich mich bei euch vorstellen:

Ich bin zur Fotografie gekommen, als noch Filme belichtet und in Labors mit Chemie hantiert wurde. So habe ich auch meine Ausbildung zur Fotografin analog abgeschlossen. Die Analogfotografie ist mir als Hobby geblieben; in meiner Freizeit schiesse ich Polaroidfotos mit Kameras, die viel älter sind als ich. Seit da ist viel passiert in der Branche und ich hatte das Glück, bei diversen Arbeitgebern, welche stets mit der Zeit gingen, viel Neues dazulernen zu können. Ich durfte beispielsweise eng mit Lithografen zusammenarbeiten und kenne heute dank ihnen die Finessen der digitalen Bildbearbeitung und -manipulation. In meiner letzten Anstellung als Produktionsleiterin musste ich für Modestrecken geeignete Models buchen, stimmige Locations auskundschaften und das richtige Equipment organisieren. Zusätzlich dem Shooting an sich gehören auch all diese Arbeiten zum wunderbaren Beruf des Fotografen und machen ihn so faszinierend.

Heute bin ich selbständig und nebst der People- und Werbefotografie gebe ich kleine und grössere Fotokurse und Workshops in den verschiedensten Bereichen – wie schön es doch ist, Dinge zu vermitteln, welche einem persönlich so grossen Spass bereiten.

Dies ist denn auch der Grund, weshalb ich meine Aufgabe bei fokussiert.com mit viel Enthusiasmus antrete: ich will das vermitteln, was ich gut kann und freue mich, Photo-Addicts in ihrem Hobby und ihrer Passion weiterzubringen.

Und jetzt gehts los!
Eure Barbara Hess

Fußballfoto in Color Key: Deplatzierter Farbeinsatz

Spezialeffekte erzählen keine Geschichte.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Josef Petz).

Kommentar des Fotografen:

Bildtitel: „Koan Titel“ Die Bildidee war/ist, die verpassten Chancen eines renommierten Erstligavereins, der drei mögliche Titel nicht gewann, bildlich darzustellen. Beim Spiel Hannover 96 – FC Bayern München zeigte die Fankurve der Hannoveraner Schilder mit „Koan Titel“ … Die Grashalme/Schuhe wurden einzeln mit Löschpinsel pixelgenau freigestellt. Lichtquelle ist die Nachmittagssonne.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Josef Petz:

Ich habe dieses Foto mindestens zweimal wieder in den Bilderpool zurückgeschoben; hauptsächlich deswegen, weil ich hier immer gegen Color Key wettere. Schließlich habe ich mich dazu entschlossen, doch noch etwas zu schreiben.

Es ist nämlich meines Erachtens eigentlich ein technisch gutes Bild, das Du da geschossen hast. Durch die Brennweite und verwendete Blende hast Du den Hintergrund gut verschwimmen lassen, alles konzentriert sich auf die Schuhe und den schlappen Fußball. Und das allein wäre schon mal ein technisch gutes Foto geworden, in Schwarzweiß oder Farbe.

Es wäre unter Umständen noch ein besseres Bild gewesen, wenn die Schuhe nicht wie hingestellt, sondern wie achtlos hingeworfen gewirkt hätten. Als hätte jemand im Frust über ein verlorenes Spiel einfach etwas „hingepfeffert“ und den Ball kaputtgemacht:

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Peter Sennhauser: Bis bald auf fokussiert.com!

Manchmal muss man weiterziehen, auch wenn es grade sehr viel Spass macht. Das Blogwerk-Fotoblog bekommt eine neue Redaktorin, und ich freue mich, noch ein bisschen dabei sein zu dürfen.

Peter Sennhauser im Death Valley

Als wir vor rund viereinhalb Jahren mit fokussiert.com das Fotoblog der Blogwerk-Blogs ins Leben riefen, waren wir nicht sicher, ob dieses Unternehmen gelingen könnte: Zu viele gute Fotoblogs, vor allem aber zu viele gute Fotos gibt es da draussen im Internet. Kameratests und Photoshop-Howtos sind zu Hauf verfügbar.

Aber das war es auch nicht, was mich reizte, (noch) ein Fotoblog zu starten. Es war die Ratlosigkeit, was man denn mit der tollen Ausrüstung und der tollen neuen Technik anfangen sollte, die aus vielen Bildern herausstach. Der Mangel an Kritik, der Mangel an Auseinandersetzung mit dem, was es schon gegeben hat und dem, was jeder, der fotografieren lernen will, erfahren muss.

Ich selbst stand mitten in diesem Prozess – blutiger Amateur mit toller Ausrüstung, hatte ich wenig Ahnung und noch weniger Erfahrung damit, tolle Motive zu finden und sie so zu inszenieren, wie ich mir das wünschte.

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Stadtansicht: Lichtstrahlen wirken lassen

Die einfachsten Eindrücke von Licht wirken in der Fotografie, wenn sie sichtbar gemacht werden, nicht selten grandios.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Claudia Portmann-Caminada).

Kommentar des Fotografen:

Ich war auf dem Rückweg vom Sonnenaufgang fotografieren in Venedig. Ich machte einen Blick zurück – und gerade dieses Licht, die Stimmung haben mich so fasziniert. Was meint Ihr Profis zu meinem Bild?

Peter Sennhauser meint zum Bild von Claudia Portmann-Caminada:

Ein stuckverziertes Gebäude, respektive Teile seiner Fassade, ragen in diesem farbigen Hochkantbild links auf und füllen den oberen Teil des Formats; darunter und im rechten Bilddrittel sind die glatten Steinplatten des Markusplatzes (oder was ich dafür halte) zu erkennen, dahinter die Lagune von Venedig. Zwischen den Kolumnen des Säulengangs am Boden des Gebäudes gleisst das Licht der kurz nach dem Sonnenaufgang noch sehr flach stehenden Sonne hindurch.

Es ist ein simples, aber gar nicht so einfach umzusetzendes Rezept: Fotografie ist die Malerei mit Licht, die Sonne ist die beste Lichtquelle, und wenn man Schatten und Licht richtig betrachtet, erstaunen einem die Wechselwirkungen der beiden immer wieder aufs Neue.

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Eve Arnold: Grande Dame der Bildreporter

Eve Arnold war die erste Frau bei der Fotoagentur Magnum. Viele legendäre Starporträts stammen von der Grande Dame unter den Bildreportern.

Eve Arnold: Joan Crawford in ihrer Garderobe während der Dreharbeiten zu Alle meine Träume. Hollywood, California, 1959. © Eve Arnold / Magnum Photos

Ob Marlene Dietrich, Clark Gable, Marylin Monroe oder Anthony Quinn – Eve Arnold hatte sie alle vor der Linse. Mit 99 ist sie Anfang 2012 gestorben – Anlass für eine Hommage mit erster Ausstellung in Deutschland.

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Stadtfoto bei Nacht: Über den Dächern von Kaiserslautern

Wenn man die Zeit hat, mehrere Aufnahmen von einem Motiv zu machen, sollte man diese so kombinieren, daß ein besseres Gesamtbild entsteht.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Simon Frech).

Kommentar des Fotografen:

Über den Dächern von Kaiserslautern war eins meiner ersten Bilder, die ich gemacht habe als ich begann, mich intensiver mit Fotografie zu beschäftigen. Mich beeindruckt Immer noch das Farbenspiel und wie vielfältig doch unterschiedliche Farbtemperaturen im Stadtbild wirken können. Durch die lange Belichtung wirkt es unwirklich bunt dafür, dass es nachts ist…. Desweiteren verbinde ich mit diesem Bild eine schöne Kletterpartie auf ein leerstehenden Karstadt. Ein paar Flaschen Bier und einen wunderschönen Sonnenaufgang.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von simon frech:

Nachtaufnahmen gehören zu den großen Herausforderungen an einen Fotografen. Die Kamera muß manuell bedient werden, um das noch vorhandene Licht voll auszunutzen, und vielfach muß man durch Versuch und Versagen herausfinden, wo die ideale Blende und Belichtung etc. liegen.

Ich kann mir so richtig vorstellen, wie Du da auf dem Dach gesessen bist mit Deinem Bier:

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Foto des Monats: Der Kühlturm ist heiss

Im Januar hat sich Frank Noir den ersten Preis für das Foto des Monats gesichert – mit einem ebenso einfachen wie beeindruckenden Bild. Die 100 Euro gehen an ihn.

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Leserinnen und Leser)

[hide] Frank NoirDenis GerlachRabea KesslerBodo ViebahnSally Lazic[/hide]

Erst mal bitte ich an dieser Stelle um Entschuldigung: Die Fotografinnen und Fotografen, die uns monatlich ihre Werke zur Verfügung stellen, mussten schon mehrfach länger als einen Monat warten, um zu sehen, ob es ihnen in die Ränge gereicht hat. Wir weren in den nächsten Tagen auch den Gewinner oder die Gewinnerin des Februar-Bildes bekanntgeben – also dranbleiben!

Im Januar hat sich bei den Kritikerinnen und Kritikern Frank Noir mit einem abstrakten Bild durchgesetzt: Er schreibt zu seinem Bild eines Kühlturms, das Sofie Dittmann besprochen hat: „Ich habe das Bild in einem stillgelegten Kühlturm in Belgien aufgenommen. Mir hat die imposante, massive Struktur des Kühlturms mit dem kleinen Loch Himmel imponiert. In dem Turm zu stehen war ein besonderes Erlebnis, mit dem Bild habe ich versucht die ganz besondere Stimmung einzufangen.“

Denis Gerlach hat mich mit seiner Fotografie des eiskalten Café Paradise begeistert:

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Strassenfotografie: Das stille Fahrrad

Stillleben müssen nicht aus Vasen und Obst bestehen. Ein altes Fahrrad in einer Seitengasse tut’s auch.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Lisa Napoletano).

Kommentar des Fotografen:

…altes italienisches Fahrrad, das an einem im Boden verankerten Haken festgemacht wird, damit es nicht geklaut wird.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Lisa Napoletano:

Ein schwarzes Damenfahrrad älteren Semesters steht in dieser hochformatigen Aufnahme aufrecht an eine cremefarbene Wand angelehnt.

Viel kürzer habe ich hier noch selten eine Bildbeschreibung gehalten. Dabei ist zu sagen, dass mir Diese Fotografie genau deswegen ins Auge gestochen ist, weil sie so einfach und überschaubar ist.

Das Motiv ist simpel und unspektakulär, aber dennoch einen zweiten Blick wert. Warum sollen wir uns dieses Fahrrad anschauen?

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