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Sofie Dittmann

Foodfotografie (2/3): Essen in Szene setzen

13. Dezember 2012/1 Kommentar/in Fotografieren, Google Currents/von Sofie Dittmann

Im ersten Teil habe ich ein paar allgemeine Ausführungen zu Food Styling gemacht. Mit ein wenig Übung kann auch ein Anfänger schnell effektvolle Essensfotos aufnehmen.

Pancakes Foodfotografie

Was aber soll man mit der Foodfotografie tun, wenn man eine winzige Küche oder unattraktive Möbel hat? Oder wenn man einfach nur das gesamte Set von A bis Z kontrollieren will? Ich habe mir ein paar Pressfaserplatten „antik“ weiß und in anderen Texturen angestrichen, die ich als „Tisch“ benutze. Außerdem kann man sie bequem auf den Boden legen, wenn man eine Aufnahme direkt von oben machen möchte.

Abgesehen von meinem Lichtzelt habe ich mir aus Rahmenleisten, wie sie jedes Hobbygeschäft anbietet, um sie mit Leinwand zu bespannen, und Türscharnieren ein dreiteiliges Gestell gebastelt, an dem ich beliebig Hintergründe anbringen kann. In Verbindung mit den gestrichenen Sperrholzplatten oder einfachem Passepartoutkarton kann man verschiedene Sets bauen, die besser zu dem Gericht passen als der eigene Eßtisch:

frame-1-400x300.jpg

  1. Aufnahmewinkel und Entfernung

    Aufnahmewinkel

    Viele Anfänger machen den Fehler, ein Motiv nur von einer Warte aus aufzunehmen, nämlich frontal und mehr oder weniger aus ihrer Augenhöhe. Egal, welches Gericht Du fotografierst, steig auf Stühle, geh auf die Knie, um den Tisch herum, nahe heran – such Dir den Bildausschnitt, der für Dich am besten funktioniert (siehe auch die Plunderschnecken unten – zwei vollkommen verschiedene Ausschnitte desselben Motivs). Mit der Zeit wirst Du eine Routine entwickeln und ein Gefühl dafür, was Dein Motiv visuell interessant macht.

    Brot beispielsweise besticht visuell durch seine Kruste und Krume. Schön dekorierte Kuchen sollten so dargestellt werden, daß die Farben und Formen in der Dekoration am besten zur Geltung kommen. Was Du schlußendlich mit der Kamera einfängst, bleibt Dir überlassen.

    Herzhafte Plunderschnecken mit Schinken und Käse

  2. Beleuchtung

    Wenn Du eine Profiausrüstung zur Verfügung hast und diese zu gebrauchen weißt, kannst Du diesen Teil getrost überspringen. Ich selbst kann mir keine leisten und habe über Jahre hinweg gelernt, natürliches Licht einzusetzen. Man auch notfalls ein paar Schreibtischlampen benutzen, die man mit Glühbirnen ausgerüstet hat, die im Tageslichtspektrum liegen. Dann sollte man aber auf jeden Fall einen Zerstreuer benutzen, beispielsweise das oben erwähnte Lichtzelt.

    Was auch immer Deine Lichtquelle darstellt, Gerichte werden sehr selten mit hartem, direktem Licht fotografiert. Selbst, wenn man Tomatensalat in einem gemischt-beleuchteten Gartenrestaurant ablichtet und hartes Licht als zusätzliche Authentizität gewollt ist, mildern Profis gerne mit Reflektoren ab.

    Um Schatten aufzuhellen genügt ein einfaches weißes Stück Karton, wie Passepartoutkarton. Dunkle Schatten kann man als Stilmittel einsetzen, um beispielsweise die Stimmung des Bildes etwas düsterer werden zu lassen, und sie wirken ebenfalls etwas authentischer. (Im ersten Beispiel unten wurde kein Aufheller benutzt, im zweiten ein weißes Stück Karton.)

    Äpfel auf Teller

  3. Nachbearbeitung

    Wie in anderen Fotogenres sollte das Ziel grundsätzlich sein, so wenig wie möglich nachträglich tun zu müssen. Weil Dein Motiv stillsteht, hast Du die Möglichkeit, wirklich alle Störfaktoren zu beseitigen. Mit etwas Übung wird Dir das auch gelingen, und schlußendlich wirst Du bestenfalls Weißabgleich und Farbintensität zu korrigieren haben. Meine eigene „Regel“ für meine Bilder ist, daß mit selbigen etwas nicht stimmt, wenn ich zuviel daran herumfeilen muß. Das Gute im Falle von Digitalaufnahmen ist, daß man sofort sehen kann, ob sie „im Kasten“ sind.

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Schlagworte: Ausrüstung, Ausschnitt, Beleuchtung, Essen, Food, Genre, Reflektor, Tutorial
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https://static.fokussiert.com/1361917776/041812_pancakes-005.jpg 400 500 Sofie Dittmann https://static.fokussiert.com/20151121174132/fokussiert-logo-schriftzug-klein-fok-300x62.png Sofie Dittmann2012-12-13 15:30:162017-08-10 13:15:59Foodfotografie (2/3): Essen in Szene setzen
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1 Kommentar

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  1. Essen in Szene setzen – Teil 1 von 2 » fokussiert.com sagt:
    14. Dezember 2012 um 15:03 Uhr

    […] des Gerichtes zeigen. Als Beispiel kann man hier an Kuchen- oder Brotbäckerei denken: LaugenweckZum 2. Teil: Essen in Szene setzen – Teil 2 von 2. Hier wird erklärt, wie man sich beispielsw… Twittern Flattr.flattr{margin-top:0px !important}Mehr […]

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