FotoDoks 2013: Die fremde, befremdliche Welt

»Stranger World« – die fremde, befremdliche Welt ist Thema der FotoDoks 2013, dem Festival für aktuelle Dokumentarfotografie. Wir sehen in München, was dokumentarische Fotografie heute sein kann.

Linn Schröder, Selbstportrait mit Zwillingen und einer Brust (1)

Kernstück des Festivals ist die Ausstellung, die 16 Fotografinnen und Fotografen aus Nordeuropa und dem deutschsprachigen Raum vereint. Bis 1. Dezember im Münchner Stadtmuseum.

Das Thema »Stranger World« lenkt den fotografischen Blick auf ungewöhnliche Geschichten und Ereignisse, auf mutige und besondere Menschen. Aber auch ästhetisch-stilistische Abweichungen von der gängigen Bildsprache sind damit angesprochen. Das Festival FotoDoks fragt nach den Darstellungsformen, zeigt innovative Herangehensweisen, einen gefühlvollen und anteilnehmenden Umgang mit verstörenden Zeitereignissen und die emotionale Kraft, die in einer fotografischen Arbeit legen kann. Die aktuelle Dokumentarfotografie scheint magisch angezogen von gesellschaftlichen Außenseitern und Randexistenzen, von unkonventionellen Lebensformen und außergewöhnlichen Begebenheiten. Mit dabei sind so anerkannte Fotokünstler wie der Schwede Gerry Johansson, Pepa Hristova aus Deutschland oder eine Gewinnerin der Sony World Photo Awards 2013 aus Norwegen – Andrea Gjestvang. Sie setzt sich mit dem Massaker auf der norwegischen Ferieninsel Utøya auseinander und besuchte und porträtierte überlebende Jugendliche.

[photos]

Alle ausstellenden Fotografinnen und Fotografen aus der Partnerregion Nordeuropa:
Nanna Debois Buhl (Dänemark), JH Engstrom (Schweden), Andrea Gjestvang (Norwegen), Jan Grarup (Dänemark), Gerry Johansson (Schweden), Margaret M. de Lange (Norwegen), Henrik Malmström (Finnland), Hannah Modigh (Schweden), Leifur Wilberg Orrason (Island), Helge Skodvin (Norwegen) und Bettina Camilla Vestergaard (Dänemark).

Und aus dem deutschsprachigen Raum:
Christoph Draeger (CH), Pepa Hristova, Sara-Lena Maierhofer, Anne Morgenstern und Linn Schröder (alle Deutschland).
Auf der Website des Münchner Stadtmuseums finden wir Kurzbiografien zu allen Teilnehmern.

Gewinnerin des im Rahmen von FotoDoks vergebenen ZEITmagazin-Fotopreises 2013 ist Linn Schröder, die in Hamburg und Berlin lebt und arbeitet. Sie setzt sich im Selbstporträt mit ihrer Krebserkrankung, der Brustamputation und der Geburt ihrer Zwillinge auseinander – und schafft damit, so die Jury, eine weit über das Persönliche hinausreichende Arbeit.

FotoDoks – Stranger World
Bis 1. Dezember
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, D-80331 München
+49-(0)89-233-22370, stadtmuseum@muenchen.de
Geöffnet Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

FotoDoks
Münchner Stadtmuseum

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