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Foodfotografie (3/3): Food Styling

Im ersten Artikel über die Foodfotografie habe ich die wichtigsten Aspekte für dieses Thema aufgelistet. Nach Teil 2 hier nun noch der Rest mit detaillierten Ausführungen.

Licht und Beleuchtung

Wenn man keine Reflektoren und professionelle Beleuchtungsmöglichkeiten zur Verfügung hat, kann man entweder improvisieren oder man benutzt, wenn und wo möglich, natürliches Licht. Falls dieses nicht zur Verfügung steht, kann man auch Steh- oder Klemmlampen benutzen, die mit Glühbirnen im Tageslichtspektrum ausgerüstet sind, oder remot ausgelöste Blitze. Weiterhin ist ein Lichtzelt empfehlenswert, das auch selbst gefertig werden kann.

Wie man seine Beleuchtungssituation auch immer gestaltet, das Licht sollte durch einen Lichtzerstreuer weich gestaltet sein, sonst wird das Foto durch harte Schlagschatten und grelle ausgebrannte Stellen verunstaltet. Selbst wenn man Sonnenlicht auf einem Salat in einem Gartenrestaurant als erwünscht sieht, sollte man doch den unerwünschten Effekten entsprechend entgegenwirken.

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Leserfoto: Die Brücke am Fluss

Blaue Stunde und warmes Licht dank zwei Aufnahmen mit unterschiedlichem Weissabgleich

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sascha Pihan).

Kommentar des Fotografen:

Die Theodor-Heuss-Brücke in Mainz bei Nacht. Ich liebe den Kontrast der warmen und kalten Farben durch die unterschiedliche Beleuchtung der Brücke. Um diesen Effekt in einem Bild zu erzielen, wurden hier zwei Aufnahmen mit unterschiedlichem Weißabgleich übereinander gelegt.

Profi Barbara Hess meint zum Bild von Sascha Pihan:

Die sogenannte blaue Stunde präsentiert sich hier im schönsten Licht. Am Himmel sind noch die letzten Sonnenstrahlen und ein paar Wolken zu sehen und die Beleuchtung der Stadt hat bereits eingesetzt, was dem kalten Blau die nötige Wärme zurück gibt.

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Essensfotografie (Food Fotografie): Food Styling

Der folgende Artikel richtet sich an Fotografinnen und Fotografen, die sich für Food Fotografie und Styling interessieren und damit Erfahrungen sammeln möchten.

Food Fotografie ist eine Kunst für sich, wie viele andere Genres innerhalb dessen, was man mit Kameras alles ablichten kann. Wenn man an Essen und Aufnahmen desselben denkt, kann schnell der Eindruck aufkommen, es handele sich ja „nur“ um ein Stilleben – und streng genommen ist es das auch, allerdings ein spezielles. Das Ziel der Food Fotografie ist, das dargestellte Gericht oder die dargestellten Zutaten möglichst so aussehen zu lassen, daß der Betrachter nicht nur einen Eindruck des Lammragouts, Weins oder Müeslis gewinnt, sondern daß ihm das Wasser im Mund zusammenläuft und er versucht ist, was er da sieht auch zu probieren und/oder zu kaufen. Das ganze soll also möglichst lecker und ansprechend aussehen, und damit es diesen Ansprüchen genügt, greifen professionelle Food Stylisten schon mal tief in die Trickkiste.

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Kirchenfotografie: Leerstellen für die Fantasie

Ungleichheit und Leere kann ein Bild mit der nötigen Spannung ausstatten. Zu wenig Information ist selten ein grösseres Problem, zu viel Information schon eher.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Florian Sprenger).

Kommentar des Fotografen:

Hallo, Dieses Bild habe ich in der Votivkirche in Wien gemacht, mit einer Nikon D70s, dem Sigma 10-20 (1/30sec und f9) und einem Nikon SB-600. Dass die Säulen nicht symmetrisch zu sehen sind, ist Absicht, liess sich wegen des ungleichen Lichteinfalls aber sowieso nicht vermeiden.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Florian Sprenger:

Das ist ein beeindruckendes Bild – ein ungewöhnlich abstrahierender Blickpunkt. Auf jeden Fall handelt es sich um eine grossartige Location. Warum:

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Knoblauch-Stillleben: Auf Schatten achten

Minimalistische Stillleben erfordern besondere Beachtung von Details hinsichtlich Beleuchtung etc.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Anne Seltmann).

Kommentar des Fotografen:

(kein Kommentar)

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Anne Seltmann:

Knoblauch ist ein dankbarer Bildgegenstand, und, wie auch mit anderen Sorten von Gemüse, daher über Jahrhunderte hinweg in vielen Stillleben zu finden. Wenn er allerdings minimalistisch in Szene gesetzt wird, muß man auf alle Aspekte des Fotos achten, denn nichts lenkt von etwaigen nachteiligen Effekten ab:

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Abendhimmel: Farbe in Schwarz

Knallbunte Wolken im Abendlicht sind ein Fest für Landschaftsfotografen. Idealerweise werden sie in eine Landschaft eingebettet.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© André Kayser).

Kommentar des Fotografen:

Sonnenuntergang bei Burkittsville.

Peter Sennhauser meint zum Bild von André Kayser:

Ein abendlicher Himmel in allen Farbtönen von rot bis blau erstreckt sich in diesem Bild aus der Tiefe des Horizonts vom untersten Bildfünftel bis zum oberen Bildrand. Der schwarzblaue Abendhimmel wird erleuchtet von gelb-rot-violetten Federwolken.

Bis zu einem gewissen Grad muss man als Landschaftsfotograf auch Meteorologe sein: Das Wetter spielt in der Outdoor-Fotografie eine wesentliche Rolle. Wolken, Nebel und Dunst lassen die gleiche Landschaft auf dramatische Art und Weise anders aussehen:

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Makroaufnahme: Belebter Mini-Engel

In Ausnahmesituationen lohnt es sich, mit unorthodoxer Beleuchtung zu experimentieren. Zum Beispiel auch bei Makroaufnahmen (hier mit Retro-Adapter).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Arvid Kammler).

Kommentar des Fotografen:

Aufnahme einer etwa 10 cm hohen Engelsfigur: Beleuchtung durch Aufsteckblitz und Reflexion per Spiegel von oben zur Erzielung des „Rampenlichts“. Objektiv 18-55 per Retroadapter angeflanscht, für den kleinen Bildausschnitt. Ziel war die Darstellung einer Theaterähnlichen Situation, sowie dem unbelebten Gegenstand Leben einzuhauchen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Arvid Kammler:

Das Gesicht einer steinernen Figur, vielleicht aus Jade, seitlich mit sehr geringer Tiefenschärfe fotografiert. Es handelt sich um eine Makro-Aufnahme mit einem Retroadapter und einem Standard-Objektiv. Das Gesicht des Engels wird von rechts oben beleuchtet – relativ heftige Schattenpartien, die aber keinen zu hohen Kontrastumfang mitbringen, machen das pausbäckige Antlitz plastisch.

Dein Ansatz ist unübersehbar und somit wohl gelungen:

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Aktfoto in Lowlight: Minimalismus verlangt Perfektion

Wenn ein Foto bewußt minimalistisch gehalten ist, muß jedes Detail stimmen. Denn durch die Reduktion auf wenige Elemente lebt das Bild, und wenn eines hinkt, hinken alle.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Cäcilia Todte).

Kommentar der Fotografin:

Ich möchte Eure Meinung zu meinem Aktportrait hören. Bildausschnitt, Lichtführung und Haltung des Models sind bewusst so gewählt. Ich selbst liebe dieses Portrait, ein sehr „frauliches“ Model, ich habe versucht, ihre Weiblichkeit, Natürlichkeit und Vorzüge hervorzuheben.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Cäcilia Todte:

Eine junge Frau, in Lowlight fotografiert. Dadurch werden ihre Konturen auf das Minimale reduziert, und wir erahnen den Rest des Körpers.

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Aktfoto: Abwandernde Blicke

Aktfotografie ist ein schweres Genre der Fotografie, in der viele Fehler gemacht werden können. Dieses Foto illustriert einige davon.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Steffen J.).

Kommentar des Fotografen:

Name „Lowlightlamp“, Aktfoto

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Steffen J.:

Die Aktfotografie ist nicht ohne Grund eine der schwersten Genres der Fotografie. Paradoxerweise ist dieser Bereich auch einer der beliebtesten bei Fotografie-Neulingen, was ich ihnen nicht verübeln kann, da der Anblick schöner menschlicher Körper ein Genuss für sich ist. Auch ein Blick in die Fotografie-Abteilung der Buchläden lässt einen deutlichen Schwerpunkt auf Aktfotografie erkennen.

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Nachtfotografie-Farbabstraktion: Unsichtbare Grafik

Wer lernt, so zu sehen, wie die Kamera sieht, kann Bilder schiessen, die wie aus einer andern Welt scheinen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Rieber).

Kommentar des Fotografen:

Eine Langzeitaufnahme, während die U-Bahn und zwei Autos vorbeifuhren. Die Brücke wird so wie auf den Bild blau angestrahlt. Musste unzählige Aufnahmen machen, damit ich die Bahn, die Scheinwerfer des Autos und die Rücklichter des anderen Autos in richtigen Moment erwischte.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Alexander Rieber:

Eine Bahnbrücke mit einer darunter in einer Kurve von vorne links nach Bildmitte links verlaufenden Strasse. Nachts fotografiert, sind auf der Aufnahme neben der blau beleuchteten Brücke ausschliesslich Lichtmuster eines vorbeifahrenden Zugs, der Autos und der Strassenbeleuchtung sichtbar. zu den elegant angeordneten Lichterlinien gesellt sich ind er Aufnahme eine rasante farbmischung von grafischer Qualität.

Kritik ist wohl hier falsch, ich möchte dieses Bild eher würdigen als das, was es ist:

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