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Manuelle Belichtung: Komponenten zusammenbringen

Mit dem manuellen Modus kann man recht schicke Effekte erzielen. Dabei sollten jedoch alle anderen Aspekte des Fotos gleichermassen stark sein, um ein Bild mit nachhaltiger Wirkung entstehen zu lassen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© S.F.).

Kommentar des Fotografen:

Auf vielfachen Wunsch ein weiteres Portrait meiner Freundin… ;-) Ich bin mit dem Bild nicht 100% zufrieden und mir einiger kleiner Fehler auch bewusst. Trotz alledem würde mich Eure fundierte Kritik sehr interessieren!

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von S.F.:

Seitdem viele Leute hochqualitative Digitalkameras mit manuellen Einstellungen nutzen, werden häufig Effekte angewendet, die einst für den Amateur unerreichbar schienen. Der manuellen Modus hat es hier ermöglicht, dass die Sonne einen Überbelichteten Kaleidoskopeffekt schafft, während der Blitz das Gesicht der Person belichtet und so das starke Gegenlicht kompensiert.

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Landschaftsfoto mit Ast: Darf man eingreifen?

Landschaftsfotografen sind der Natur und dem natürlichen Licht fast vollständig ausgeliefert. Aber nur fast.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© David Kaplan).

Kommentar des Fotografen:

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal eine Profi-Kritik von Ihnen zu einem meiner Bilder bekommen. Es war für mich sehr interessant – insbesondere weil es eine heftige Diskussion ausgelöst hat :). Den Hauptkritikpunkt habe ich mir aber auch sehr zu Herzen genommen. Nun war ich 4 Wochen im Südwesten der USA und habe viele viele wunderschöne Landschaften gesehen. Ich bin an vielen Klischees vorbeigekommen, die ich Ihnen hier in der Profikritik gerne ersparen möchte.

Auf einer meiner zahlreichen abendlichen Fototouren bin ich an einem für mich ganz aussergewöhnlichen Ast vorbeigelaufen. Er fiel mir zum einen auf, weil in der Nähe kein Baum zu finden war, zu dem er einmal gehört haben konnte und zum anderen, weil seine geschwungene Form wie eine Art Pfeil zum Hintergrund wirkte.

Dort hatte sich über der typischen, felsigen Arches-NP-Kulisse nämlich ein grosses Gewitter zusammengebraut. Diese Ausgangsbasis war ideal. Leider fehlte es am richtigen Licht. Die Sonne war hinter dicken Wolken versteckt. Weil ich das Bild aber unbedingt haben wollte, musste ich wohl oder übel warten. Für wenige Sekunden kam die Sonne dann tatsächlich heraus und schenkte meinem Bild auch noch das richtige Licht.

Unsicher bin ich mir, ob der Vordergrund zu überfüllt ist und ob die mittige Positionierung des Astes womöglich die spannende Stimmung wieder zunichte macht. Und überhaupt – ob das Bild nur auf mich so spannend wirkt, weil ich dort war, oder ob die Stimmung wirklich durch das Bild fühlbar wird. Die Uhrzeit in den Exif-Daten stimmt übrigens nicht, da muss man noch 8h abziehen. Mit freundlichen Grüssen David Kaplan

Peter Sennhauser meint zum Bild von David Kaplan:

Nun, David, wollen wir sehen, ob ich es schaffe, nochmals eine Diskussion auszulösen…

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Beauty Porträt mit Extreme Makeup: Gehversuche in Blattgold

Auch Porträts sollte man Stück für Stück komponieren, grade dann, wenn man mit unbekannten Stilelementen experimentiert. Das Hilft, ungewollte Wirkungen zu identifizieren.Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sören Spieckermann).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist Bestandteil eine Serie mit dem Thema „Extrem makeup“. Ziel, für mich als relativer Anfänger in dem Bereich, war einmal die Wirkung bestimmter Bildelemente in einem Portrait zueinander zu „erforschen“. in dem Fall hier war es ein Goldmakeup mit Blattgold, das als „Aufhänger“ dafür diente. Ich wollte ein Beautyportrait schaffen, bei dem verschiedene Elemente im Gesicht einer Person zusammen eine harmonische Einheit bilden. Zum einen eine starke Betonung der Augen durch ein relativ starkes Augenmakeup und als Gegengewicht dazu die Gestaltung der Mundpartie. Das Blattgold in der Unschärfe am Hals dient als „Hintergrundelement“ um auch noch die Schulterpartie miteinzubeziehen. Was mir persönlich nicht so gefällt, ist die Wahl des Oberteils. Das passt farblich und von dem Style her nicht ganz zu dem Glamour des Gesichts. Ist mir leider zu spät aufgefallen. Und auch in der Lichtführung gibt es noch Mängel. (insb. Haarlicht). Irgendwie habe ich den Eindruck, dass dieses Bild zu sehr vom „aussergewöhnlichen“ des Makups lebt, und weniger durch die Komposition der Elemente und der Lichtsetzung. Was genau diesen Eindruck bei mir hervorruft kann ich leider nicht sagen. Deshalb meine Anfrage hier. Über ein kleines feedback würde ich mich freuen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sören Spieckermann:

Fotograf Spieckermann hat hier ein Fashionporträt geschaffen, bei dem sogenanntes „extreme makeup“ zum Einsatz kam.

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Spezialaufgabe Lichtquellen: Mehr Mut zu Experimenten

Wenn eine Aufgabe zu einfach scheint, hat man meist nicht die richtige Idee im Kopf, sie spannend zu interpretieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht und Kameradaten (© Moritz Wörle).

Kommentar des Fotografen:

Ich habe dieses Bild im Rahmen einer Hausaufgabe eines Fotographiekurses gemacht. Die Aufgabenstellung war „Verschiedene Lichtquellen“. Ich habe probiert, die Stimmung einzufangen die an dem Abend entstand durch das sehr Schwache Licht von Rechts und dem Haus. Zusätzlich dazu auch das Feuer im Bild.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Moritz Wörle:

Man kann nicht sagen, die Aufgabe, die dem Fotografen gestellt wurde, sei nicht erfüllt woren.

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Low-Light Konzept-Porträt: Mischung aus Modell und Freak

Fotografien in in Low-Light-Verhältnissen verlangen besondere technische Sorgfalt, sonst stimmen Belichtungszeiten, Schärfentiefe und andere technische Dinge nicht, die sonst weniger Probleme gemacht hätten.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Steve Splittgerber).

Kommentar des Fotografen:

Diese Foto zeigt meinen schwarz bemalten Kumpel. Sein Wunsch war es bei diesem Foto, eine Mischung aus Modell und Freak zu erzeugen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Steve Splittgerber:

Steve Splittgerbers Foto zeigt ein Dreiviertelporträt mit einem schwarz bemalten Mann, der eine große Sonnenbrille trägt. Er ist dabei, sich die Krawatte vom Hals zu ziehen, dabei hält er sich am Hemdkragen fest. Das meiste des Bildes liegt im Schatten und ist so dunkel, daß man Einzelheiten kaum erkennen kann. Die Krawatte etwa.

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Federfoto: Leichte Schwere

Eine minimalistische Fingerübung mit zwei verschiedenen Federn, die von der Kombination gegensätzlicher Assoziationen lebt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Uwe Minuth).

Kommentar des Fotografen:

Bildtitel “ Leichter Federtraum“. Stilleben mit Federn, die auf einen Spiegel liegen. Beleuchtung war ein Halogenstrahler (35W) von der rechten Seite.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Uwe Minuth:

Weiße Feder auf schwarzem Grund. Sehen wir ehrlich: Originell ist das Motiv nicht. Aber wozu auch? Als Fingerübung im Umgang mit Licht und Arrangement eignen sich auch zwei schlichte Federn.

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TV-Studio: Prospektaufnahme

Eine Studioaufnahme wie aus dem Studio: Wenn andere die halbe Arbeit schon erledigt haben – warum nicht davon profitieren?

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jànos Balàzs).

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen bei der IFA 2007 in Berlin. Das Motiv interessierte mich sehr, weil ich vorher noch nie ein TV-Studio von der Zuschauerseite sah. Das Bild zeigt aber auch, daß das Fernsehen aus einer simplen Kulisse und Scheinwelt besteht, die den Menschen vor der Bluebox ein Auskommen gibt und den Zuschauer unterhalten soll.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Jànos Balàzs:

Ich würde behaupten, dass Dir eine solch klare, gut strukturierte und schön beleuchtete Aufnahme in einem „echten“ TV-Studio nicht auf Anhieb gelungen wäre. Jedenfalls nicht in den Studios, die ich gesehen habe, wo meist mehr Chaos und engere Verhältnisse herrschen.

Aber hier, an der IFA, geht es ja auch den TV-Machern darum, eine Bühne für ihre Bühne zu haben – und Du hast das sehr gut ausgenutzt:

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Leuchtfahrrad: Lowkey und viele Linien

Blickführung durch viele markante Linien und eine klare Aussage durch Lowkey-Belichtung sind starke Gestaltungselemente in einem Bild. Sie brauchen aber einen Inhalt und ein gewisses Mass an Balance.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Schnorf).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Motiv habe ich heute auf dem Heimweg von der Arbeit entdeckt, es steht auf einer Holzrampe bei einem Farhrradgeschäft. Eigentlich laufe ich jeden Tag an diesem vorbei, ist mit erst jetzt aufgefallen (zum Glück wohne ich nur 3 Fussminuten davon entfernt:). Das Originalbild (unbearbeitet) hat einen sehr starken Gelbstich, der von den Strassenlaternen und der Radbeleuchtung kommt. Ich versuchte diesen nachträglich zu entfernen, leider nicht zufriedenstellend, deshalb S/W.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Thomas Schnorf:

Bevor du weiterliest, schau dir das Foto noch einmal lange und gründlich an und überleg mal, warum es optisch interessant ist.

Und, was denkst du? Inhalt? Bildkomposition? Licht? Alles zusammen?

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Photomatix vs. Adobe Camera Raw: (Weih-) Nächtliches HDR

Weihnachtlich geschmückte und beleuchtete Häuser sehen beeindruckend aus. Auf dem Foto ist dann jedoch entweder viel Schwarz oder viel Weiß zu sehen. Mit HDR- oder RAW-Software kann man derartige Kontraste in den Griff bekommen.

Das Buchloer Weihnachtshaus. Bis es so farbenprächtig Disneyland in den Schatten stellt, ist allerdings etwas HDR-Nachbearbeitung erforderlich! (Bild: W.D.Roth)

Die Kontraste von Weihnachtsbeleuchtung bei Nacht überfordern die beste Kamera. Eine Abhilfe ist es, noch in der Dämmerung zu fotografieren. Und mit RAW zu arbeiten und so die Kontraste der Aufnahmen zu reduzieren. Mit HDR-Software geht es natürlich noch besser. Wir ließen Photomatix gegen Adobe Camera Raw antreten.

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Kaffeepause: Verspieltes Stillleben

Chrom und Stahl und Keramik und Licht sind eine fast todsichere Mischung. Effekthascher kommen damit auf ihre Kosten.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© S.F.)

Kommentar des Fotografen:

Dieses inszinierte Stillleben zeigt die subtile Bedeutung von Zeit in Genuss-Leben. Schnell mal einen Espresso zwischendurch – oder sich Zeit für eine Auszeit für einen Kaffeegenuss nehmen. Dieses Foto habe ich noch mit meiner alten Schnappschusskiste (Canon IXUS) gemacht und ist doch eines meiner Favoriten.

Peter Sennhauser meint zum Bild von S.F.:

Kaffe und Zeit – ziemlich gradeaus, dieses Bild. Das wäre so eines von diesen Themenpostern, die wir uns früher an die Teenager-Zimmerwand genagelt haben, gleich neben den Starschnitten, die allerdings meistens fotografisch nicht halb so gut umgesetzt und dafür noch mit einem eher peinlichen als originellen Spruch bedruckt waren.

Ich kann Deine Vorliebe für das Bild gut verstehen.

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