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Bildkritik und Fotografie: Warum „gefällt mir“ nutzlos ist

Eine Bildkritik sollte eine Beurteilung sein und kein Urteil. Der Unterschied? Ersteres hat Einfluss auf mein Können, letzteres nur auf die Stimmung.

Wow! Applaus und Kritik sind zwei verschiedene Dinge. (Foto MadJack Photography)

Wow! Applaus und Kritik sind zwei verschiedene Dinge. (Foto MadJack Photography)

Ronny Ritschel ist kürzlich hier auf fokussiert.com in den Genuss einer Bildkritik gekommen. Ich sage das absichtlich so hochgestochen. Denn es mag sich jeder von uns fragen, wann er das letzte mal eine substantielle Einschätzung eines seiner oder ihrer Bilder durch einen Profi mit 30 Jahren Erfahrung erhalten hat (Ronny hat darüber gebloggt und sein Publikum auf Blogtimes nach ähnlichen Erfahrungen gefragt).

Ist nicht so wichtig, mag jetzt die eine oder der andere denken: Auf flickr kriege ich zu jedem publizierten Bild zehn, fünfzehn Beurteilungen von anderen.

Das stimmt nicht.

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Ab sofort jeden Monat: 100 Euro für das beste Bild

Mit einem monatlichen Preis für das beste Bild und zwei namhaften neuen Mitgliedern geht das fokussiert.com-Kritikerteam in sein drittes Jahr. Mitmachen lohnt sich ab sofort doppelt.

Eigentlich wollten wir ab heute die ersten Leserbildkritiken des Jahres 2011 präsentieren. Aber wir schieben die Premiere noch um einen Tag hinaus. Ich freue mich zu sehr über die Neuerungen, als dass wir sie nur so nebenbei verkünden.

Erstens haben wir zwei neue Kritiker gewinnen können, die beide Spezialwissen, enorme Erfahrung und Analysekenntnisse mitbringen. Und zweitens loben wir ab sofort monatlich einen Preis von 100 Euro für das beste zur Kritik eingereichte Bild aus.

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Erfolgreich mit fokussiert.com: Kritik führt zu Bildverkauf

Dank einer Kritik auf fokussiert.com hat Fotograf Jànos Balàzs ein Bild verkauft – eine kleine, verspätete Weihnachtsgeschichte.

Das Bild, das schliesslich verkauft wurde. © Jànos Balàzs Nikon D40 - 1/30s - f/3.8 - ISO 450 - 23mm

Als Jànos Balàzs auf der IFA in Berlin 2007 ein Bild des ARD-Studios schoss, dachte er nicht im Traum daran, es zu verkaufen.

Drei Jahre später (im Juni 2010) erhielt er ein Kaufangebot einer Agentur, die das Bild für eine Einladungskarte verwenden wollte. Auslöser? Eine Bildkritik auf fokussiert.com.

Dabei hatte Jànos einfach das Setting des Studios, die Komposition durch Trennung von Bluebox und Hintergrund und die Bildaussage der Scheinwelt des Fernsehens ausdrücken wollen.

Interessanterweise habe ich damals in der Kritik schon geschrieben:

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Bildanalyse: Das Vier-Augen-Modell

Das besondere, das starke Foto – was macht es aus? Die formalen Voraussetzungen können wir gut erklären, das mit der Magie selten. Das Vier-Augen-Modell versucht eine ganzheitliche Bildanalyse.

Titelblatt Magie der Fotografie

„Die Magie der Fotografie oder das Geheimnis herausragender Bilder“: So heißt das Buch, in dem Martin Zurmühle sein Vier-Augen-Modell erklärt. Das Buch ist kürzlich mit dem Deutschen Fotobuchpreis Silber ausgezeichnet worden. Weiterlesen

Leserbilder in der Profi-Kritik: Flache Felsen

Harsches Licht kann imposante Landschaften auf Fotos geradezu einebnen. Berge und Felsen brauchen ausserdem einen Grössenbezug, meint fokussiert-Kritiker Robert B. Fishman.

Leserfoto (Klick für Vollansicht): „Masca-Schlucht, Teneriffa“ (© Björn Hempel). – Sony DSC-V3 – 1/250s, f4.5, ISO 100, 7mm (34mm)

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Björn Hempel:

Fels-Landschaften sind sehr schwierig zu fotografieren. Vor allem wenn das Licht (mittags und im Sommer) sehr hart ist, entwickeln sie auf den Fotos nur wenig Konturen. Wenn ein Größenbezug zu den Bergen fehlt, kommt ihre in der Natur oft majestätische Wirkung gar nicht zu Geltung.

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