Beiträge

Nadav Kander: Der lange Fluss

Nadav Kanders Fotos vom Jangtse dokumentieren Chinas Umbrüche. Der lange Fluss wird zum Symbol des rasanten Wandels.

© Nadav Kander, Chongqing II, Chongqing Municipality, 2006

Der in London lebende Nadav Kander dokumentierte den Jangtse über drei Jahre. Der Bildband dazu gewann einen der Deutschen Fotobuchpreise 2011. Weiterlesen

Deutscher Fotobuchpreis 2011: Von der Ästhetik und dem Weg zu ihr

Gold und Silber für die Siegertitel – Der Deutsche Fotobuchpreis 2011 ging an 20 Fotobände.

Die Jury zum Deutschen Fotobuchpreis 2011 mit den Siegertiteln

Zu den 20 besten Fotobüchern kommen noch 161 weitere Titel hinzu, die das Prädikat „Nominiert 2011“ erhielten. Alle Bücher zusammen sind aktuell bei den Stuttgarter Buchwochen bis zum 12. Dezember ausgestellt, 2011 in weiteren Städten. Weiterlesen

Dokumentation: Beissende Neugier

Fotografien mit inhaltlicher Bedeutung sind eine spannende Übung für Fotografen: Wie setzt man einen Buchtitel oder eine historische Legende wirksam um?

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tom Jung).

Kommentar des Fotografen:

Zitat aus Heinrich Bölls Irischem Tagebuch: „Einige hundert Meter oberhalb dieses Hauses die Überreste eines abgestürzten Flugzeu- ges: amerikanische Flieger hatten, um den Bruchteil einer Sekunde zu früh, geglaubt, den freien Ozean vor sich zu haben, die glatte Fläche, die noch zwischen ihnen und der Heimat lag: Europas letzte Klippe wurde ihnen zum Verhängnis, der letzte Zacken dieses Erdteils, den Faulkner in seiner „Legende“ ‚jene winzige Eiterstelle, die den Namen Europa trägt‘, nennt…“

Die Photographie zeigt die Überreste der Turbine jenes in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts abgestürzten Flugzeugs. Die Aufnahme entstand 1989; es handelt sich um einen Scan einer 6*6 cm Mittelformat-SW-Aufnahme, welche ich mit einer Rolleiflex-Kopiekamera gemacht hatte. Die literarische Verarbeitung dieses Unfalls hat mich immer sehr berührt; die Überreste der Turbine bilden nach über 30 Jahren eine fast organische Einheit mit der Umgebung.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Tom Jung:

Ein weitgehend zerstörter Sternmotor liegt in einer kargen, möglicherweise küstennahen Umgebung in diesem Schwarz-Weiss Bild. Durch den geringen Kontrast des im Nebel, im Schatten oder nach Sonnenuntergang aufgenommenen Bildes scheint sich der Motor in die Umgebung einzufügen, geradezu zu tarnen. Weiterlesen

Hans Peter Jost/Christina Kleineidam: Baumwolle weltweit

Sozial und ökologisch engagierte Fotografie zeigt uns Hans Peter Jost mit seinem globalen Projekt „Baumwolle weltweit“.

Hans Peter Jost: Maili Bougouni 2008

Die Bilder des Schweizer Fotografen Hans Peter Jost sind aktuell in Heidelberg zu sehen. Zusammen mit der Journalistin Christina Kleineidam entstand ein Buch über die Reisen, die globale Baumwollproduktion und ihre Auswirkungen.

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index foto-idee Places: Foto-Ideen für Hilflose

Index foto-idee Places ist eins von vielen (vermutlich ähnlichen) Büchern von Jim Krause. Er nennt es selbst ein Ideenbuch. Und genau das ist es. Nicht mehr, nicht weniger.

index foto-idee PlacesEs ist kein Bildband, und es ist auch kein Fotobuch. Es ist etwas dazwischen.

In 25 Kapiteln mit Namen wie „Am Straßenrand“, „Friedhöfe“ oder „Außerhalb der Saison“ zeigt der Autor „Fotoideen“. Die Kapitel sind so aufgebaut, dass zuerst relativ groß Bilder präsentiert werden und dann auf der letzten Seite des Kapitels mit kleinem Text eine Zusammenfassung des Ideen-Themas mit einigen Erklärungen zu den Fotografien gezeigt werden. Einige Seiten bestehen aus einem einzigen großen Bild, andere aus bis zu zwölf Fotos. Weiterlesen

Thomas Demand: Deutsche Bilder

Thomas Demand baut Bildmodelle aus Papier, fotografiert sie und zerstört sie dann wieder. Deutschland, deutsche Bilder sind das Thema der aktuellen großen Ausstellung.

Thomas Demand: Büro / Office, 1995Thomas Demands Ausstellung hat den Titel „Nationalgalerie“ und wird in der Berliner Neuen Nationalgalerie gezeigt. Sie versammelt rund 40 Arbeiten, die sich mit gesellschaftlichen, geschichtlichen und politischen Ereignissen in Deutschland befassen.

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Ralf Tooten/Roger Willemsen: Bangkok bei Nacht

Drei Monate lang durchstreiften Fotograf Ralf Tooten und Autor Roger Willemsen Bangkok bei Nacht. Es entstand ein nächtliches Stadtporträt in Wort und Bild.

Ralf Tooten: Auf dem Dach des Westin-Hotels, Bangkok NoirDas gemeinsame Buch von Ralf Tooten und Roger Willemsen „Bangkok Noir“ ist vor wenigen Tagen erschienen. Ralf Tootens Fotografien sind aktuell in Hamburg zu sehen.

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Rafal Milach: Black Sea of Concrete

Der polnische Fotograf Rafal Milach gewinnt mit „Black Sea Of Concrete“ den Fotobuchpreis des Online-Verlags Blurb. Exzellente Bilder einer Landschaft zwischen Zerstörung und Idylle.

Rafal Milach: Aus Black Sea of Concrete

„Das erste, was einem auffällt, ist der Beton. Kilometerlange Reihen schwarzer Blöcke, manchmal bemalt in blau und gelb, den Nationalfarben der Ukraine.“

Der polnische Fotograf Rafal Milach war im Auftrag einer NGO unterwegs an der russisch-ukrainischen Grenze und der Schwarzmeerküste – und hin- und hergerissen zwischen der Schönheit der Landschaft und der überwältigenden Architektur aus der Sowjet-Ära. Er wollte die Ukraine im Winter fotografieren, wenn die Touristen verschwunden sind und die Landschaft roh und leer ist.

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Dietlind Brödel-Waschke: Die Kuscheltiere der Männer

Haben Männer Kuscheltiere? Ja – sie haben, wie die Grafik-Designerin und Fotografin Dietlind Brödel-Waschke belegt.

Dietlind Brödel-Waschke: Christoph, 26

Mitunter gleich eine ganze Menge, wie uns das Bild von Christoph (26) zeigt. Bei ihrer Expedition in diese Männerwelt erlebte Dietlind Brödel-Waschke Erinnerungen an Kindertage, an Wärme und Glück – eng verbunden eben mit dem „Kuscheltier des Vertrauens“.

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Arno Schmidt: Der Schriftsteller als Fotograf

Die Fotografie gehörte immer zum Leben des Schriftstellers Arno Schmidt – für die privaten Momente, als Hilfsmittel zum Schreiben, später in eigenständiger Qualität.

Aus dem Buch: Arno Schmidt - Vier mal vier, Fotografien aus Bargfeld

Vom Preisgeld seines erstes Literaturpreises 1950 kaufte sich Arno Schmidt („Zettels Traum“) eine Rollfilmkamera- so wichtig war ihm dieses Hilfsmittel. Im Nachlass fanden sich rund tausend Schwarzweißbilder und etwa 2500 Dias. Eine Auswahl wird diesen Sommer in Cottbus gezeigt.

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