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Steinstapel: Oberflächenfaszination

Sogar ein Häufchen Steine kann visuell von Interesse sein, wenn es richtig beleuchtet ist und die Komposition stimmt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Julia Mallm).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich mit einer normalem Digitalkamera (Canon PowerShot A1000 IS) in der Makroeinstellung und mir über Belichtung und andere Sachen überhaupt keine Gedanken gemacht, sondern einfach „drauf los fotografiert“. Mir persönlich gefällt das Bild gut, aber ich finde es fehlt ein wenig „der letzte Schliff“. Was hätte man an diesem Bild verbessern können? (Mittlerweile habe ich mir auch eine digitale Spiegelreflexkamera (Canon EOS 1000D mit Sigma DS 18-200 mm Objektiv) zugelegt.)

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Julia Mallm:

Mir gefällt das Bild gut – und diese Aussage verlangt nach der Frage: Was genau gefällt Dir daran?

Ich persönlich mag es, wie beim so nahen Heranzoomen die Oberflächen zum Vorschein kommen, vor allem vom oberen Stein. Aber ich denke, Du hast recht: Es fehlt am letzten Schliff.

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Porträt in Schwarz-Weiß: Nicht vom Motiv ablenken

Der ungewöhnliche Blickwinkel eines Fotos kann ihm nicht nur zu-, sondern auch abträglich sein. Nämlich dann, wenn Dinge, die durch ihn in den Vordergrund gedrängt werden, vom Bildgegenstand ablenken.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Elisabeth Fernandes).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild sollte den Inneren Kampf wiederspiegeln. Die Hände umklammern das Kleid fest als ob man sich selbst halten möchte um sich nicht ganz im Schmerz aufzulösen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Elisabeth Fernandes:

Das Porträt einer jungen Frau ist in dunklen schwarz-weiß Tönen gehalten, die ihm eine verhalten melancholische Stimmung verleihen. Dabei ist genug Helles im Bild, um das Gesicht des Modells plastisch zu gestalten.

Die Hände liegen eng am Körper an, klammern sich am Kleidausschnitt fest. Das Gesicht der Frau ist starr nach oben gerichtet, sie schaut einen nicht an.

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Experimentelles Schwarzweiss-Porträt: Verfolgt

In einer Zeit, in der alles bereits irgendwie schon einmal irgendwo von irgendwem fotografiert wurde, ist es schwierig, etwas vollkommen Neues zu schaffen. Was zählt, sind letztlich Ideen und deren Umsetzung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Haeker).

Kommentar des Fotografen:

„Verfolgt“ Das Bild entstand, als Teil einer inszenierten Serie, im Avenida Palace Hotel in Lissabon. Es handelt sich um eine Einzelbelichtung. Die Idee war, ein Gefühl von Bedrohung und Verfolgtsein in noblem Ambiente zu vermitteln und dabei die Atmosphäre alter, leicht flimmeriger Schwarzweiß-Kinofilme zu erwecken. Vignettierung und Körnung sollen diese Atmosphäre verstärken.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Daniel Haeker:

Daniel Haekers Foto ist eines von denen, die mir sofort ins Auge stechen, weil es so vollkommen experimentell ist. So, wie es aufgenommen ist, macht es nicht viel Sinn, sich etwa auf rein Technisches zu beschränken (wie „es wurde Blende XY verwendet, und das führte dann zu YZ“), sondern man muß das Foto als Ganzes beurteilen, weil hier bewußt technische etc. Regeln gebrochen wurden, um einen bestimmten Effekt zu erzielen.

 

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Beauty Porträt mit Extreme Makeup: Gehversuche in Blattgold

Auch Porträts sollte man Stück für Stück komponieren, grade dann, wenn man mit unbekannten Stilelementen experimentiert. Das Hilft, ungewollte Wirkungen zu identifizieren.Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sören Spieckermann).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist Bestandteil eine Serie mit dem Thema „Extrem makeup“. Ziel, für mich als relativer Anfänger in dem Bereich, war einmal die Wirkung bestimmter Bildelemente in einem Portrait zueinander zu „erforschen“. in dem Fall hier war es ein Goldmakeup mit Blattgold, das als „Aufhänger“ dafür diente. Ich wollte ein Beautyportrait schaffen, bei dem verschiedene Elemente im Gesicht einer Person zusammen eine harmonische Einheit bilden. Zum einen eine starke Betonung der Augen durch ein relativ starkes Augenmakeup und als Gegengewicht dazu die Gestaltung der Mundpartie. Das Blattgold in der Unschärfe am Hals dient als „Hintergrundelement“ um auch noch die Schulterpartie miteinzubeziehen. Was mir persönlich nicht so gefällt, ist die Wahl des Oberteils. Das passt farblich und von dem Style her nicht ganz zu dem Glamour des Gesichts. Ist mir leider zu spät aufgefallen. Und auch in der Lichtführung gibt es noch Mängel. (insb. Haarlicht). Irgendwie habe ich den Eindruck, dass dieses Bild zu sehr vom „aussergewöhnlichen“ des Makups lebt, und weniger durch die Komposition der Elemente und der Lichtsetzung. Was genau diesen Eindruck bei mir hervorruft kann ich leider nicht sagen. Deshalb meine Anfrage hier. Über ein kleines feedback würde ich mich freuen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sören Spieckermann:

Fotograf Spieckermann hat hier ein Fashionporträt geschaffen, bei dem sogenanntes „extreme makeup“ zum Einsatz kam.

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Selbstporträt mit Taschenlampe: Das Auge im Color-Key

Porträts sollten die Augen einer Person in Szene setzen. Eine Reduktion auf das Auge allein allerdings bedarf spezieller Mittel.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Timo K.).

Kommentar des Fotografen:

Entstanden ist das Bild vor dem heimischen Badezimmerspiegel beim Versuch, das Auge als möglichst aussagestarkes Element darzustellen. Als Lichtquelle diente eine LED-Taschenlampe.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Timo K.:

Der Fotograf hat hier nicht nur mit Licht experimentiert, sondern auch mit dem Genre des Selbstporträts. Er wollte sein Auge als möglichst aussagestarkes Element darstellen, und hat dazu sein Gesicht von rechts mit einer LED Taschenlampe beleuchtet.

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Winter-Lichtspurfoto: Experimente mit Kunstlicht

Der Fotograf spielt mit Licht und fügt dem stillen Bild eine wichtige Komponente hinzu: Bewegung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Günther Christian).

Kommentar des Fotografen:

Es war eine Vollmondnacht, sehr klar und sehr kalt (-13°C). Ich war mit dem Stativ draussen und habe einige Aufnahmen gemacht. Kurz bevor ich abbrechen musste, weil das Display meiner Kamera schon frostig war, kam mir noch eine Idee. Ich habe die Kamera aufgestellt, die Belichtung u. Blende eingestellt und habe einer Freundin gesagt, sie solle abdrücken, sobald ich ihr bescheid gebe. Dann bin ich mit dem Schlitten und zwei Taschenlamen (eine Grühbirne u. eine LED) den Berg zu der Stelle hochgelaufen, die ich mir gemerkt hatte, habe ihr das Zeichen gegeben und bin losgefahren… Ich konnte mir das Bild erst zuhause richtig angucken. Aber ich fand es sofort sehr interessant. Was meint der Profi zu dem Bild?

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Günther Christian:

Der Fotograf hat etwas rumgespielt. Genauer gesagt hat er mit Licht gespielt. Warum auch nicht? Übesetzt heißt „Fotografie“ nichts anderes als „Zeichnen mit Licht“. Lichtspiele sind damit die Essenz der Fotografie und Günther Christian zeigt, was dabei entstehen kann.


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Spezialaufgabe Lichtquellen: Mehr Mut zu Experimenten

Wenn eine Aufgabe zu einfach scheint, hat man meist nicht die richtige Idee im Kopf, sie spannend zu interpretieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht und Kameradaten (© Moritz Wörle).

Kommentar des Fotografen:

Ich habe dieses Bild im Rahmen einer Hausaufgabe eines Fotographiekurses gemacht. Die Aufgabenstellung war „Verschiedene Lichtquellen“. Ich habe probiert, die Stimmung einzufangen die an dem Abend entstand durch das sehr Schwache Licht von Rechts und dem Haus. Zusätzlich dazu auch das Feuer im Bild.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Moritz Wörle:

Man kann nicht sagen, die Aufgabe, die dem Fotografen gestellt wurde, sei nicht erfüllt woren.

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Skurriles Porträt: Serie oder Schnappschuss

Ein Schnappschuss ist spontan, eine Serie will geplant sein: Hier ist weder das eine nach das andere gut gelungen, weil zwei gravierende technische Fehler das Bild dominieren: Ungünstige Beleuchtung und Unschärfe.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bela Beier).

Kommentar des Fotografen:

Das relativ alte Bild ist ein klassischer Schnappschuss – das Experiment, eine Person bewusst skurril abzubilden ist hier (meiner Meinung nach) relativ gelungen. Die Idee, bewusst vor, bzw, in anderen Bildern der Serie, Nach dem „Herrichten“ zu fotografieren, sollte einen neuen Einblick geben.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Bela Beier:

Für Schönheit tun Menschen einiges. Um irgendwann schön auszusehen, hecheln sie schweißtropfend durch die Parks, stemmen angespannt Gewichte, reißen sich Härchen mit Wachs aus oder legen sich Gesichtsmasken in ulkigen Farben auf.

Dass die Menschen auf dem Weg zur Schönheit nicht immer schön, sondern auch oft komisch aussehen, ist eine reizende Idee für eine Bildserie. Du hast diese Idee jedoch anscheinend noch nicht zu Ende gedacht – denn du sagst, das Bild sei nur ein Schnappschuss.

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Experimentelles Selbstporträt: Anstoß zum Nachdenken

Selbstporträts geben einem Fotografen die Gelegenheit, sich in die Rolle zu versetzen, in der sich sonst andere befinden. Anstatt nur abzubilden, der Wirklichkeit einen Fetzen zu entreißen, wird man selbst auf jenen gebannt. Man muß sich damit auseinandersetzen, wie einen die eigene Kamera sieht. Das ist in Thomas Wenskats Bild sehr gut gelungen, wenn ich auch ein oder zwei Dinge persönlich anders gemacht hätte. Das tut dem Bild allerdings keinen Abbruch.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Wenskat).

Kommentar des Fotografen:

Als ich dieses Bild in der Kritik gesehen habe, ist mir diese Aufnahme eingefallen, die ich vor einiger Zeit von mir gemacht habe. Die Idee, nicht direkt in den Spiegel, sondern die Hand anzublitzen, ist jedoch nicht von mir. Ich habe ein ähnliches Bild schon einmal gesehen und wollte das auch mal testen. Nicht ganz leicht war es, den richtigen Fokus zu finden, da ich im Dunkeln gestanden habe. Nach einigen Versuchen ist es jedoch gelungen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Thomas Wenskat:

Gezeigt wird ein Selbstporträt in schwarz-weiß, in völliger Dunkelheit mit durch die rechte Hand abgeschirmtem Blitz fotografiert. Dadurch wirkt es sehr experimentell, und ist nach Angaben des Fotografen auch so intendiert gewesen.

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