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Güterwagenstellwerk Hagen: Endstation Bildrand

Linien, die in einen Fluchtpunkt laufen, sind ein dankbares grafisches Motiv. Bei Bahnanlagen spielt dabei der Horizont eine zusätzliche Rolle.Dort sollte ein wenig Raum dem Blick Auslauf gewähren.

Der Gueterbahnhof - schwarz-Weiss-Foto

Güterbahnhof Hagen. Nikon D5300 1/250s bei f/7 mit 18mm Brennweite und ISO 100

Sebastian Jonton aus Herten schreibt zu diesem Bild: Das Bild ist in Hagen entstanden.
Es ist mit der Nikon D5300 und dem 18-105er Kit aufgenommen. Blende 7,1 (sollte ne 8 sein) und 1/250 Sekunden belichtet. Ich wollte einen alten etwas fischäugigen Look erzeugen. Die Ausrichtung hätte besser sein können, da ich ein Stück Himmel wegschneiden musste…

Wenige Erfindungen der Menschheitsgeschichte sind mit mehr Symbolik belegt als die Eisenbahn und das Bild von Eisenbahnschienen. Ihre kompromisslose Gradlinigkeit und die gleichmässige Struktur sind ein Motivmagnet für Fotografen.

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Farbenlandschaft: Effekt oder Impression, nicht mischen

Farbe, Formen, Tiefe sind wichtige Elemente der Landschaftsfotografie. Die lassen sich mit technischen Effekten verstärken, welche aber diskret bleiben müssen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Philipp Pohl).

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen in Port Hedland, Western Australien um 5:30 am Morgen. Wunderschöne Himmel sind hier keine Seltenheit, und trotzdem hat mich gerade dieser beeindruckt. Das Bild ist aus 3 Einzelaufnahmen entstanden und als Panorama zusammengesetzt, da ich kein UWW besitze aber den Effekt sehr mag. Außerdem vereinfacht es, den Betrachtet ins Bild hinein zu ziehen und den Vordergrund mit ins Bild zu bekommen. Anschließend bei der Bearbeitung in Richtung DRI „entwickelt“. Ich hab mir bei der Aufnahme und Bearbeitung einige Gedanken gemacht, jedoch möchte ich gerne den Eindruck eines Profis lesen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Philipp Pohl:

Ein stürmisch-regenbogenhaft-morgendlicher Himmel über einer Flachlandschaft prangt in diesem Bild und weckt Aufmerksamkeit durch starke Farbkontraste von rotgelb in der linken oberen Bildecke mit einem abklingenden Sturm und dem dunklen, blauen Dämmerungshimmel zwischen den Wolken auf der rechten Bildseite.

Den Mittel- und Vordergrund des Bilds machen ein knallgelber Lastcontainer und ein Blatt Sperrholz aus, das unmittelbar vor dem Fotografen liegt.

Dies ist eine sehr vielschichte Aufnahme, worin ihre Stärken ebenso wie ihre Schwächen liegen:

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Fischauge: Spass haben mit Rundbildern

Fisheye – Objektive ermöglichen aussergewöhnliche Effekte. Der Australier Neil Creek ist Meister des Über-Weitwinkels.

Planet Tekapo © 2006 Neil Creek
Planet Tekapo © 2006 Neil Creek

[photos title=“Fischauge: Spass mit Rundungen“]

Fotograf Neil Creek aus Melbourne, Australien, bezeichnet das Sigma 8mm f4 – Fischauge als sein liebstes Objektiv. Fisheye-Aufnahmen sind in „ernsthaftem“ Umfeld wie der Naturfotografie von National Geograpic verhältnismässig selten, denn der Effekt kann sich leicht abnutzen – Neil beweist mit seinen Bildern, dass das nicht sein muss:

Das Sigma 8mm f4-Fisheye (© Neil Creek)
Sigma 8mm f4 © Neil Creek

Neil schreibt als Gastautor in einem Beitrag über das Objektiv in der „Digital Photography School“:

Das mag überraschen, aber dieses Ultra-Weitwinkelobjektiv ist erstaunlich vielseitig und erlaubt eine eigene Perspektive auf praktisch jedes Motiv. Wichtiger allerdings ist, dass ich noch nie so viel Spass mit meiner Kamera hatte wie damit.

Das ist den Bildern mit 180-Grad-Winkel absolut anzusehen.

Teatime © 2004 Neil Creek
Teatime © 2004 Neil Creek

Washing Day © 2008 Neil Creek
Washing Day © 2008 Neil Creek

Hello Deer © 2006 Neil Creek
Hello Deer © 2006 Neil Creek

 

Neil macht dafür folgende Eigenschaften verantwortlich:

  • Der Superweitwinkel von 180 Grad bringt alles in den Ausschnitt – wunderbar, um den Kontext zu zeigen
  • Die Verzerrung der Linse kann für humoristische Effekte eingesetzt werden
  • Kombiniert man die ultrakurze Brennweite mit einer kleinen Blende, dann können sogar Dinge im Fokus sein, welche die Linse beinahe berühren
  • Ein riesiges Blickfeld mit einer relativ kleinen Kamera erlaubt Aufnahmen aus ansonsten nicht zugänglichen Standorten
  • Mit vernünftiger Entzerrung und einer guten Stitching-Software können 360-Grad Panoramen mit wenigen Aufnahmen erstellt werden.

Die gesamte Serie von 15 Fotos ist auf Digital Photography School zu sehen.

Mehr von und über Neil Creek ist zu finden in seinem Blog.