Hyperfokale Distanz: Die richtige Blende
Welche Blende ist die „richtige“ in der Landschaftsfotografie? Wer auf den Hintergrund schaut, hat verloren…
Welche Blende ist die „richtige“ in der Landschaftsfotografie? Wer auf den Hintergrund schaut, hat verloren…

Wenn die Schärfe auf der Nasenspitze liegt statt in den Augen: Blende 1.8 macht’s möglich, der Autofokus ist der Verursacher
Ich bin immer wieder erstaunt, welch offensichtlichen (und kaufentscheidenden!) Dinge einem niemand sagt: Kein Verkäufer, kein Fachmagazin und noch nicht einmal die erfahrenen Fotografenfreunde. Die typischen Begriffe in Diskussionen über die „ideale“ Digitalkamera sind: „Megapixel“, „Gehäusegrösse“, „X-fach-Zoom“; allenfalls noch „Sensorgrösse“ oder „Empfindlichkeit“.
Später, auf dem Weg zur künstlerischen Fotografie, fragt man sich dann irgendwann unweigerlich, warum die eigenen Blumenfotos so flach wirken wie das Papier, auf dem sie gedruckt sind, während die Tulpen aus dem Holland-Reiseprospekt praktisch herausragen; oder warum die eigenen Porträts wie Leichenfotos aussehen, während der schöne Clooney in der jüngsten Werbekampagne hinter dem Hochglanzmagazin zu zwinkern scheint.
Die Antwort ist einfach und zweigeteilt:

Vexierbild: Fokus-Verschiebung innerhalb eines Zentimeters – mit Stativ und LiveView kein Problem. (alle Bilder © P. Sennhauser / fokussiert.com)
Wie, um alles in der Welt, stellt man exakt scharf, denn das Motiv winzig klein ist, mit dem 200er Objektiv eine Nahaufnahme gelingen soll und die Schärfentiefe dabei ein paar Millimeter umfasst? Früher hiess die Antwort „Mit Adlerblick und ruhiger Hand“. Heute könnte sie heissen „Mit LiveView und einem Stativ“: Weiterlesen
