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Zena Holloway:
Wasser und Licht

Unterwasser-Fotografie der speziellen Art hat die britische Fotografin Zena Holloway zu ihrem Markenzeichen gemacht: Sie kam von der Tauch- zur Studiofotografie – blieb aber im nassen Element.

Klick für Legende und Vollansicht. (© Zena Holloway)

„Ich hab kürzlich ein Trocken-Shooting ausprobiert und mich überhaupt nicht zurechtgefunden“, sagt Zena Holloway: „Ich hatte permanent das Gefühl, alle unterhalten zu müssen, damit die Modelle bei der Stange bleiben.“ In ihrer normalen Studio-Umgebung habe sie dagegen immer 110 Prozent der Aufmerksamkeit.

Das liegt daran, dass Zena Holloways „normale“ Umgebung alles andere als gewöhnlich ist: Sie fotografiert ausschliesslich unter Wasser. Allerdings sind ihre Motive schon lange keine Papagei- und Kofferfische mehr, sondern Fussballer, Ballerinas oder auch nur Kleidungsstücke. Die Autodidaktin ohne fotografische Ausbildung hat die Unterwasserfotografie zu einem völlig neuen Genre gemacht.

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Die Krähe:
Foto Noir

Die Annäherung an bestimmte Genres der Fotografie oder des Films ist eine ideale Methode, um rasch Effekte und ihre Ursachen zu erkennen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johannes Senn).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich bei einer kleinen Fototour in Böblingen gemacht. Unter dem Baum lag Fallobst, das die Krähen gefressen haben, dann musste ich nur noch so lange warten bis die Krähe an der perfekten Stelle war.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Johannes Senn:

Die Zwischensequenz aus einem Film Noir. So wirkt dieses Bild auf mich, und das ist zweifelsohne, was seinen Reiz ausmacht:

Wir alle kennen diese triste Stimmung, hören die Krähen Krächzen und den Wind leise säuseln, während die Dämmerung über den Friedhof herabs.. – oha. Nun, es ist kein Friedhof. Aber der Stimmung nach könnte es einer sein.

Drei Dinge machen das Bild motivseitig aus: Krähe, einsamer Baum, Acker. Keines dieser Elemente allein würde eine Aussage ergeben:

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