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Leserfoto: Eisberg und Meer – Der Himmel liegt im Wasser

Bei manchen Motiven ist Umdenken gefordert.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christian Meyer).

Kommentar des Fotografen:

Der Kangia Eisfjord an der Westküste Grönlands während einer nächtlichen Bootstour.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Christian Meyer:

Die Arktik, mit ihren schroffen Formen, unwirtlich anmutenden Eisbergen und vor allem ihrer Weite, bietet wie auch Sandwüsten besondere bildnerische Gestaltungsmöglichkeiten. Genau weil diese Monotonie visuell vorherrscht, kann man dort außergewöhnliche Aufnahmen machen, wie sonst nirgendwo. Sie strahlen eine schlichte und trotzdem überwältigende Schönheit aus.

Weil die Landschaft nicht von Bäumen, Häusern oder sonstigen Dingen dieser Art unterbrochen wird, muß man sich auf Formen und Linien im Eis und Himmel beschränken. Und genau das hast Du hier, meines Erachtens gekonnt, getan.

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Sonnenuntergang: Schlitzoptik in Grönland

Sonnenuntergänge verlieren ihre vermeintliche Banalität in spezieller Landschaft – und häufig durch interessante Wolken.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Nadine Herdel).

Kommentar der Fotografin:

Diesen Sonnenuntergang, der nur ein paar Minuten andauerte bis die Sonne wieder aufging, habe ich Ende Juli 2006 in Ilulissat, Grönland gemacht. Es war ein ganz besonderer Moment für mich, dieses spezielle Schauspiel zu beobachten. Für mich einer der schönsten Sonnenuntergänge.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Nadine Herdel:

Eine Küste irgendwo im Norden, von einem Boot oder der einen Seite einer Bucht zur andern fotografiert. Das Bild zeigt einen goldfarbenen Sonnenuntergang und in der oberen Hälfte einen wattigen Himmel mit einer äusserst tief liegenden Wolkendecke, die von der am Horizont hinter Wolkenfetzen und Gebirgszügen untergehenden Sonne beleuchtet wird. Im Vordergrund breitet sich das Meer aus, das nur im Mittelgrund von treibenden Eisschollen unterbrochen wird.

Obwohl er täglich stattfindet und wir immer wieder aufs neue fasziniert sind, ist der Sonnenuntergang kein einfach abzulichtendes Motiv:

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Swiss Press Photo 2009: Ist das die neue Bildsprache im Zeitalter des Bürgerjournalismus?

Der Bildjournalismus ist „in der Defensive“: Der Schweizer Pressefoto-Preis soll zeigen, dass sich die Bildsprache in den Medien weiter entwickelt. Die preisgekrönten Bilder bringen das nur teilweise zum Ausdruck.

Aus ´Asylum Seeker in Chiasso´ des schweizerisch-polnischen Fotografen Jacek Pulawski (Bilder keystone / swisspressphoto / Jacek Pulawski)

„Was ist ein Pressebild noch wert in einer Zeit, da jeder zufällige Zeitzeuge von jetzt auf gleich zum Bildreporter werden kann?“

Auf diese Frage aus der Laudatio von Hans-Michael Koetzle, Mitglied der Swiss Press Photo-Jury, soll der jährliche Wettbewerb des Schweizer Verlags Espace Media eine Antwort geben.

Das ist ihm meiner Ansicht nach in diesem Jahr nur sehr bedingt gelungen.

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Mondlandschafts-Fotografie: Grönland im Überflug

Auch aus dem Ferienflieger lassen sich durchaus spannende Fotografien machen. Was dabei an Sorgfalt beim Auslösen fehlen muss, muss im digitalen Labor nachgeholt werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jakob Adler).

Kommentar des Fotografen:

Auf dem Flug von Frankfurt nach Chicago hatte ich rechtzeitig einen Fensterplatz reserviert um ein paar Luftaufnahmen machen zu können. Leider saß ich direkt hinter dem Flügel, sodass ein Teil der Sicht verdeckt war. Beim Überfliegen von Grönland konnte ich dann doch einige Bilder machen. Diese karge, menschenfeindliche und vermeintlich unberührte Landschaft hat mich beeindruckt. Mit den Reglern in Lightroom habe ich die Farbe aus diesem Bild gezogen und die Kontraste erhöht, um die Wirkung zu erhöhen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Jakob Adler:

Eine Landschaft auf Felsklötzen in einer Schneeebene – oder sind es Bergspitzen in einem gigantischen Nebelmeer?

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Forum für Fotografie Köln: Bilder aus Kälte und Eis

Mit dem früh abgekühlten September haben wir uns schon arrangiert – da lassen uns auch kalte Bilder nicht mehr frösteln: Im Kölner Forum für Fotografie sind Eislandschaften zu sehen und Bilder kühler Distanz.

Tiina Itkonen: Iceberg 4

Zwei junge finnische Fotografen zeigen ihre Arbeiten: Tiina Itkonen führt uns mit ihren großformatigen Bildern in die weiten Eislandschaften Nordgrönlands: Icescapes. Arja Hyytiäinen untersucht das Auseinanderbrechen einer Beziehung: Distance Now. Eine weitere Ausstellung im Rahmen der 19. Kölner Photoszene.

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Olaf Otto Becker: Im Schlauchboot vor Grönland

Olaf Otto Becker legte in einem kleinen Schlauchboot etwa 4000 Kilometer vor der Westküste Grönlands zurück – meistens allein. Mit einer Großformatkamera (8×10 Inch) fotografierte er diese Küste des Eises und der Gletscher. In der Münchner Galerie f5,6 sind seine Bilder bis zum 13. Juni zu sehen.

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Olaf Otto Becker: Ilulissat Icefjord 6, 07/2003, 69°11’58’’ N, 51°07’08’’ W

Mit seinem kleinen Boot erreichte Becker fast den 75. Nördlichen Breitengrad in der Melvillebucht. Für manche Nordpol-Expedition vor 100 Jahren war da schon Schluss.

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