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Buick-Hochzeit: Ein Spiegel ohne Inhalt

Bei Detailfotografien muss klar sein, was das Motiv ist, was es anzuschauen gilt – sonst wird die Aufnahme zum unfreiwilligen Wimmelbild.

Nikon D5200 Aufnahmedaten: 1/400s bei Blende 5/1 mit 250mm Brennweite und ISO 500 @ Patrick Geldmacher

Nikon D5200 Aufnahmedaten: 1/400s bei Blende 5/1 mit 250mm Brennweite und ISO 500 @ Patrick Geldmacher

Patrick Geldmacher aus Mühltal schreibt zu diesem Bild: Ein Freund von uns hatte für seine Hochzeit einen tollen, alten Buick mit dem das Brautpaar ein- und ausfuhr. Dieser war mit Blumen geschmückt, wie auf dem Bild zu sehen.

Deine Beschreibung trifft den Nagel auf den Kopf: Wir sehen, dass da ein Auto mit Blumen geschmückt ist. Aber mehr sehen wir nicht. Das kann nicht sein.

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Défilé: Hochzeitsgäste in den Fokus

Offenblende-Fotografie ist gerade bei Anlässen mit Menschen ein hervorragendes Mittel, um ein Details aus der Masse herauszugreifen und in der Schärfe freizustellen. Allerdings muss man sich genau überlegen, was das sein soll.

Palästinensische Hochzeit

Canon EOS 6D 1/60s bei Blende 2.8 mit 70mm Brennweite und ISO 800. © Holger Vieth

Holger Vieth aus Freiburg schreibt zu diesem Bild: Dieses Foto ist auf der Hochzeit einer palästinensischen Freundin von mir entstanden – an Weihnachten in Bethlehem. Es war eine vergleichsweise multikulturelle und liberale Feier, wenngleich viele der Gäste deutlich traditioneller eingestellt waren als das Brautpaar. Ich meine, dass dieser Kontrast auch in dem Foto sichtbar ist.

 

Natürlich ist an einer Hochzeit die Braut das Wichtigste. Aber sie ist nicht immer das interessanteste – in diesem Bild wird das deutlicher als irgendwo.

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Fotografien aus 24 Stunden: Rituale und Zeremonien

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone)

Traditionen und Rituale werden gewahrt und Zeremonien gefeiert.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Düstere Umgebung verzückend ins Licht gesetzt

Mal eben nebenbei ist hier ein gut fotografiertes Portrait entstanden, welches auch in schwarzweiss gut rüber kommt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sonja Molz)

Kommentar des Fotografen:

Dieses Foto entstand bei einem Shooting für den Kunstunterricht. In 3er-Gruppen sollten Aufnahmen zum Thema „Filmstills“ (Bezug zu Cindy Sherman) gemacht werden. Weiterlesen

Foto des Monats: Neblige Stimmung

Den Fotowettbewerb vom September gewinnt Wolfgang Uhlig mit einer stimmungsvollen Schwarz-Weiss-Herbstaufnahme.

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder diverse)

Das war nun wirklich eine eindeutige Entscheidung: Wolfgang Uhlig macht mit seiner wunderbaren Nebel-Aufnahme vom September das Rennen unter den Einsendungen auf fokussiert.com und gewinnt 100 Euro (wir bitten um Verzeihung für die Verspätung; die Oktober-Ausscheidung folgt nächste Woche) und eine Erwähnung – leider ohne Link zu seiner Website, weil er keine angegeben hat. Die Besprechung des Siegerbildes ist bereits publiziert worden.

Neben Wolfgang oder vielmehr hinter ihm platzierten sich vier weitere Fotografen:

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Hochzeitsfoto: Fischaugen-Tanz

Fisheye-Objektive machen Spass, sind aber relativ selten wirklich produktiv einsetzbar. Matthias Wassermann hat einen tollen Einsatzzweck an einer Hochzeit gefunden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Matthias Wassermann).

Kommentar des Fotografen:

Der Hochzeitstanz … alles dreht sich um das Brautpaar. Einer der Höhepunkte des Abends. Ich wollte die Dynamik des Momentes festhalten und wählte 1/10 Sekunden. Um die Hochzeitsgesellschaft im Hintergrund abzubilden, wählte ich ein Fisheye. Um die Bewegungsdynamik zu erzeugen, lief ich in der entgegengesetzte Richtung um das Brautpaar herum. Der Blick von Oben … so weit reichten meine Arme! Lichtquelle war mein Aufsteckblitz von Nikon Sb-900. Weißabgleich Auto. Bei 8 Bildern/Sek (8 Batterien im MB-d10 Handgriff und extra 6 Batterien im Batteriepack SD-8A für den Blitz) konnte ich so 9 Bilder machen. Dieses vorletzte Bild war das Beste!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Wassermann:

Eine Braut im Bildzentrum dieser Fotografie wird vom Bräutigam, links hinter ihr, im Kreis gewirbelt. Wir blicken von oben auf das tanzende Paar, dessen Drehung in der Bewegungsunschärfe des Hintergrunds deutlich wird. Erst auf den zweiten Blick erkennen wir, dass der Hintergrund aus im Kreis stehenden Hochzeitsgästen besteht.

Es braucht eine Portion Mut (oder bösen Willen), um ein Fischaugen-Objektiv an lebenden Menschen anzuwenden:

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Konzeptfoto: Originelle Hochzeitsinszenierung

Die Hochzeitsfotografie ist voller Stereotypen und Klischees. Ralf Menzel verweigert sich diesen und beweist, dass auch ein gängiges Thema wie die Hochzeitsfotografie künstlerischen Freiraum bietet – sofern man Kunden findet, die das auch unterstützen und mögen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© fLy_Ralf Menzel).

Kommentar des Fotografen:

Hier mal ein anderes Bild zum Thema Hochzeitsfotografie… Warum immer Posengymnastik und Hinstellzwang? Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass sich viele Paare unzufrieden über ihre Hochzeitsbilder äussern. Auch im Web tauchen Fotografien als Referenzen (auch von angeblichen Fotografen-Meisterinnen) auf, bei denen man sich wirklich für die Zunft schämen muss! Bis vor 2 Jahren habe ich es auch vehement abgelehnt, Heiratswillige abzulichten, da ich kein „Hochzeitsfotograf“ sein wollte. Inzwischen bin ich überzeugt, vom Bedarf und der Sehnsucht nach neuen Sichtweisen in diesem Bereich. Es ist schliesslich auch der „schönste Tag im Leben“ und der bedarf meiner Meinung nach, einer besonderen Sichtweise. Aus dem Grund habe ich mir einen eigenen Arbeitsstil erarbeitet, mit dem ich einen solchen Tag in Lichtbildern umsetze. Ich arbeite gern mit zeitlosen Sujets, bei denen man kleine Geschichten oder andere Nebeninformation einbauen kann. Weiterhin mag ich es, wenn man mit Licht und Schatten aus der Realität ein Stück Surrealismus schaffen kann… Hinstellen war gestern!

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von fLy_Ralf Menzel:

Ralf Menzel hat absolut recht. Die Hochzeitsfotografie ist sehr stark „genormt“, einerseits von den üblichen Arbeitsweisen der Fotografen, andererseits auch von den Wünschen und Erwartungen der Kunden. Das ist eine Huhn und Ei-Geschichte und es ist müssig darüber zu diskutieren, was wohl zuerst kam:

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Hochzeitsfoto: Traumszene

Bisweilen lässt sich mit gezielter Überbelichtung auch jenseits von klassischem Highkey Spannung erzeugen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tobias Senger).

Kommentar des Fotografen:

Auf der Suche nach einer passenden Kulisse für ein Hochzeitsfotoshooting haben wir einige Probeaufnahmen auf dem Dach einer Kunsthalle geschossen. Die langen Fluchten und Treppen des Gebäudes hatten es mir angetan. Das Gegenlicht und die dadurch entstehende Überbelichtung des Bilds am Ende der Treppe wirkt hier meiner Meinung nach wie aus eine Traumszene. Man weiß nicht was die Person am Ende der Treppe erwarten wird. Das Bild habe ich noch bearbeitet indem in die Farbe der Person in der Sätting verstärkt habe und die Sätting im übrigen Bild etwas reduziert habe.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Tobias Senger:

Eine Junge Frau auf einer Treppenflucht, von unten gegen das helle Tageslicht fotografiert, blickt über die Schulter wie abwartend zum Fotografen. Die Fotografie brennt hinter der Protagonistin in gleissendem Licht vollständig aus. Der Fokus liegt im Vordergrund auf den Treppenstufen und den zahlreichen Linien, die in starken Diagonalen zu ihr und zum Fluchtpunkt hin verlaufen.

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