Beiträge

Jodi Bieber: Zwischen Dunkelheit und Licht

Sie hat das World Press Photo des Jahres 2010 gemacht: die Südafrikanerin Jodi Bieber. Ihr vehementes Werk aus 15 Jahren sehen wir aktuell in Ulm.

Jodi Bieber: One two three and ... The Ennerdale Academy of Dance, Ennerdale, south of Johannesburg, 1997; Courtesy of Jodi Bieber and the Goodman Gallery

Wir erinnern uns an das Porträt der von ihrem Ehemann verstümmelten jungen Afghanin, das im August 2010 als Covermotiv des Time Magazine um die Welt ging. In Ulm finden wir Jodi Biebers Menschenbilder einer jungen Generation aus dem südlichen Afrika, insbesonders der modernen afrikanischen Frau.

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Das digitale Foto: Dokument, kein Dokument, doch Dokument?

Es ist ein Dokument, es ist kein Dokument, es ist ein Dokument… Das Fotomuseum Winterthur beschäftigt sich mit der Frage nach dem Zustand des digitalen Fotos, seinem „Status“ in der multimedialen Welt.

Elmgreen & Dragset: Untitled (Prada Marfa), 2007

Der Prada-Shop in der Wüste ist nachgebaut, Gerard Depardieu produziert sich für den Fotografen. Was ist echt, was ist inszeniert? Kann ein „falsches“ Bild eine „echte“ Wirklichkeit zeigen? Oder umgekehrt? Weiterlesen

Beatrice Apel/Renate Niebler: Konzentrationslager Flossenbürg

Das Konzentrationslager Flossenbürg: Die beiden Fotografinnen Beatrice Apel und Renate Niebler zeigen uns den Ort des Schreckens und die Überlebenden, so wie sie „im Hier und Jetzt“ sind.

Renate Niebler: David Tennenbaum; KZ-Gedenkstätte Flossenbürg / © Renate Niebler

„In uns der Ort“ – so heißt die Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg: Der Ort ist mit den Menschen, die den Schrecken erleiden mussten, untrennbar verbunden.

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Viviane Sassen: Die Farben Afrikas

Licht, Schatten und diese Farben – Viviane Sassens Afrika-Bilder üben eine seltsame Anziehungskraft aus, jedenfalls auf mich.

Viviane Sassen: Now & Then, 2007

Die (Menschen-) Bilder der niederländischen Fotografin bewegen sich irgendwo zwischen Dokumentation und Faszination. Aktuell sind sie in Salzburg ausgestellt.

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Maja Weyermann: Digitalisierte Kindheitserinnerungen

Kindheitserinnerungen von Migranten sind der Stoff für Maja Weyermann: Aus ihnen konstruiert die Schweizer Künstlerin am Computer Bilder von Räumen.

Maja Weyermann: Bangkok #1, 2010, © Maja Weyermann, Berlin, 2010

Die digitalisierten Kindheitserinnerungen von Maja Weyermann sind aktuell in Berlin zu sehen – unter dem Ausstellungstitel „Real-Time-Nomads“. Zum Ausstellungsprojekt gibt es mehrere, über die Stadt verteilte Stationen.

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Hasselblad-Preis 2010: Sophie Calle

Die Französin Sophie Calle erhält den Hasselblad-Preis 2010.

Sophie Calle: Suite Vénitienne (detail), 1980

Seit über 30 Jahren arbeitet sie an der Verbindung zwischen Fotografie und Text. Die Fotografie blieb jedoch stets das Herz von Sophie Calles Arbeit. Der Hasselblad-Preis gilt als Nobelpreis der Fotografie und wird ihr am 30.Oktober überreicht. Weiterlesen

Ruben Brulat: Nackt und ausgeliefert

Der französische Fotograf Ruben Brulat will selbst Teil seiner Bilder sein: Nackt und bloß liefert er sich den Szenerien aus.

Ruben Brulat: Pontualité non récurrente aus der Serie Immaculate, 2009

Was geschieht mit einem, der sich mitten in der Nacht, aller Kleidung entledigt, einer kalten Büroarchitektur ausliefert? Oder der nackt Teil der Natur wird? Ruben Brulat zeigt es uns in der aktuellen Ausstellung in Hamburg.

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Juergen Teller: Der ehrlichere Fotograf

Normalerweise werden Supermodels sorgfältig geschminkt in Szene gesetzt. Jürgen Teller fotografierte sie ungeschminkt und (wenigstens scheinbar) ungestellt – und wurde damit bekannt.

Jürgen Teller: Kate Moss, New York 1996

Mit diesen authentisch und ehrlicher wirkenden Bildern wurde Juergen Teller zu einem der gefragtesten Mode- und Werbefotografen der Gegenwart – als „ehrlichere Haut“ sozusagen. Sein künstlerisches Markenzeichen zieht sich auch durch seine anderen Bildserien – aktuell in Nürnberg zu sehen.

Zu Beginn der Neunzigerjahre fokussierte sich Juergen Teller auf Bilder und Porträts, die Models und Popstars in privaten Momenten und abseits der Kulissen glamouröser Inszenierungen – oder fügte aber den Klischees von Schönheit und Perfektion ironische Brechungen hinzu.

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Ofer Wolberger: Reisen mit Maggie

Der New Yorker Fotograf Ofer Wolberger und seine Kunstfigur „Maggie“ reisen gemeinsam durch die Lande – vom Sunset Boulevard Los Angeles bis an Frankreichs Küsten.

Ofer Wolberger: Mont Saint-Michel, Normandie, France

Eine Maske und ein Name – daraus entsteht eine ganze Welt. Ofer Wolbergers „Life with Maggie“ ist derzeit im C/O Berlin zu sehen.

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Hans Eijkelboom: Fotografische Untersuchungen

Der niederländische Fotograf Hans Eijkelboom beschäftigt sich in seinen fotografischen Untersuchungen mit der Identität der globalisierten Menschheit und ihrer Metropolen. Paris, New York und Shanghai hat er dafür bereist.

Paris – New York – Shanghai. © Hans Eijkelboom, courtesy the Aperture Foundation New York

Paris steht dabei für die vergangene Avantgarde des 19. Jahrhunderts, New York für die Moderne des 20. und Shanghai für eine kommende, noch ungewisse Ära des 21. Jahrhunderts. Hans Eijkelboom arbeitet in streng methodischen Reihen, die auf täglich entstandenen Fotografien beruhen. Die online leider schlecht zu zeigenden Bilder sind derzeit in Köln zu sehen.

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