Beiträge

Photokina und Photoszene 2012: Köln im Zeichen der Fotografie

Im September steht Köln ganz im Zeichen der Fotografie: Die Photokina kommt und parallel dazu die Internationale Photoszene – diesmal mit Schwerpunkt China.

Michael Wolf, a39, 2005

Museen, Galerien und Künstler zeigen 66 Ausstellungen mit zeitgenössischer und klassischer Fotografie. Die Ausstellung „Architekturfotografie – Made in China“ versammelt Fotokünstler Chinas (bei uns nicht so sehr bekannt) und Europas – etwa Michael Wolf oder Candida Höfer.

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Edward Burtynsky: Öl regiert die Welt

Öl regiert die Welt: Edward Burtynsky zeigt uns wie und wo, von der Gewinnung bis zum Konsum.

Edward Burtynsky: Highway #5 . Los Angeles, California, USA. 2009 © Edward Burtynsky . Courtesy Nicholas Metivier, Toronto . Stefan Röpke, Köln

Die industriell veränderte Landschaft ist das große Thema des Kanadiers Edward Burtynsky, Mit der Serie „Oil“ dokumentiert er weltweit unser Zeitalter, das auf diesem Rohstoff basiert.

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Lewis Baltz: Vom Menschen gestaltete Landschaft

Lewis Baltz kennen wir als Vertreter der „New Topographics“, von „Park City“ und anderen Projekten in strengen, schwarzweißen Fotografien. Später wandelte sich seine Bildsprache.

Lewis Baltz: Anechoic Chamber, France Télécom Laboratories, Lannion, France, 1989-1991. Aus der Serie 89/91 Sites of Technology © Lewis Baltz, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Seit den Neunzigerjahren benutzt Lewis Baltz Farbe und erstellt großformatige Einzelbilder. Aber immer geht es um die vom Menschen gestaltete, veränderte oder zerstörte Landschaft.

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Zivilisationsbild: Trostlosigkeit festhalten

Ein vordergründig unattraktives und trostloses Motiv kann durchaus interessant sein, wenn es gelingt, diese „Trostlosigkeit“ auch wirkungsvoll zu zeigen. Gelingt diese bei dieser Aufnahme?

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Felix Hälbich).

Kommentar des Fotografen:

Diese Ansicht einer Firma für Beton- und Natursteine habe ich bei einer Erkundungstour durch meine alte Heimat bei Dormagen im Rheinland gemacht. Solche Orte haben mich schon als Kind fasziniert. Mir gefällt die ruhige Ausstrahlung des Bildes und der Schriftzug. Ich schaue es mir immer wieder gerne an.

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Felix Hälbich:

Solche Bilder zu bewerten ist ausgesprochen schwierig. Schauen wir sie einzig aus dem Blickwinkel der fotografischen Bildqualität an, so mögen sie uns nicht zu überzeugen. Das Motiv ist völlig unspektakulär, die technische Qualität nicht berauschend, die Komposition statisch und eher langweilig, der Kontrastumfang zu gross (mit einem reinweissen langweiligen Himmel). Schnell sind wir versucht, das Bild als missglückte Aufnahme auf die Seite zu legen.

Wir können diese Aufnahme aber auch aus einer eher kunstorientierten Perspektive ansehen:

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Aktfoto: Nackt unter Helmen

Auch Aktfotos brauchen eine Geschichte. Das einfache Aufstellen einer Person vor einem beliebigen Hintergrund ergibt nicht automatisch einen logischen Zusammenhang.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bodo Viebahn).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand bei einem Shooting im Stahlwerk Brandenburg. Mir gefällt das weiche natürliche Seitenlicht, das den Körper der Frau sanft konturiert und die Verbindung mit der Helmgalerie, die erzählerische Assoziationen unterstützt. Ich bin auf Eure Meinung gespannt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Bodo Viebahn:

Eine nackte Frau ist kein fotografischer Selbstzweck. Ich kann als Mann verstehen, warum das Genre „Aktfotografie“ zu den beliebtesten in der Fotografie gehört. Es ist unbestritten, dass es abgesehen von den technischen Herausforderungen eine lustvollere Arbeitsatmosphäre bietet als – sagen wir – die Fotografie von Industrieanlagen, wie sie das Ehepaar Becher betrieb.

Viele Männer scheinen jedoch in Anbetracht eines nackten Frauenkörpers grundlegende Aspekte der Fotografie auszublenden. Selbst wenn das Licht und die Komposition – wie hier – durchaus „der Norm entsprechen“, fehlt bei Amateuren, die sich an Aktaufnahmen versuchen, oft die Sinnlichkeit im Bild:

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Sony World Photography Awards 2011: Fotografen, an den Start!

Noch bis 5. Januar 2011 können Amateur- und Profi-Fotografen ihre Bilder zu den Sony World Photography Awards einreichen. Also: es eilt!

© Richard Brocken (Sony World Picture Awards 2010)

80’000 Fotografinnen und Fotografen aus 148 Ländern haben sich 2010 an den Sony World Photography Awards 2010 (SWPA) beteiligt. Der beste unter den Amateuren, der „Fotoamateur des Jahres“, kam aus Deutschland.

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Kunstaktion: Grosse Herausforderung

Kunstaktionen im Foto festzuhalten ist eine schwierige Aufgabe. Sie geht von klar dokumentarisch bis hin zu eigener künstlerischer Aussage. Nicht immer lässt es sich zum Beispiel so einfach dokumentieren wie Aktionen von Christo.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sandra Rohmann).

Kommentar des Fotografen:

Am Samstag startete bei uns im Revier die Aktion SchachtZeichen: über 300 Ballone schweben über ehemaligen Schächten (von denen es rund 1000 gab). Am Sonntag waren Tausende von Leuten auf „Ballonjagd“, fast alle mit Kamera bewaffnet. Ich habe inzwischen zahlreiche Fotos davon gesehen (und natürlich auch selber gemacht). Dieses hier gefällt mir deshalb, weil es sich von der Masse der Bilder abhebt und die Ballone in eine besondere Beziehung zur Umgebung bringt. Aufgenommen habe ich das Bild auf der Zeche Zollverein mit einer kleinen Ixus von Canon.

Profi Lars Krueger meint zum Bild von Sandra Rohmann:

Kunstaktionen sind schwierig zu fotografieren. Hier sind bunte Ballons über etwas zu sehen, was wie eine Industrie- oder Verkehrsanlage aussieht; der Vordergrund mit Stahlgeländern ist im Gegenlicht zu einer Schwarzen Linien-Struktur geworden, dahinter schweben zwei gelbe Ballons.

Mit der Aktion „Schachtzeichen“ sollten sie an die ehemaligen Schächte im Ruhrgebiet erinnern.

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