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Kompositions-Porträt:
Grundregeln beachten

Es schadet nichts, sich früh in der Fotografie mit neuen Techniken und Experimenten zu beschäftigen. Schade ist es, wenn verletzte Grundregeln das Resultat schwächen.

Nikon D750 im Studio mit einer Softbox, f/14, die darübergelegten Wolken wurden etwa in der gleichen Woche aufgenommen.

Wolkige Gedanken: Nikon D750 im Studio mit einer Softbox, 1/125s, f/14, 48mm bei ISO 100 – die darüber gelegten Wolken wurden etwa in der gleichen Woche aufgenommen.

Kamran von Kleist schreibt zu diesem Bild: Erst einmal vielen Dank für die Mühe, mit denen die Bilder hier ‚auseinandergenommen‘ werden, was gerade für Anfänger, wie mich, mehr als hilfreich ist.

Die Intention dieser Aufnahme war es, das Sinnieren über die Zukunft darzustellen, aber nicht eine schwermütige, von der Vergangenheit belastete, sondern im Gegenteil eine hoffentlich positive, die auf das Erreichte aufbauen kann.

Beeindruckend: Du bezeichnest Dich als Anfänger, aber Du lieferst ein Bild ab, das in mehrfacher Hinsicht fortgeschritten ist. Weiterlesen

Low Key Porträt-Fotografie:
In Gedanken

Bei fotografischen Porträts ist der Aufnahmestandpunkt wichtig, wenn die Person vorteilhaft dargestellt werden soll.

aufnahmedaten: canon d5III, 53mm (24-70mm objektiv), 1/30 sec., f/2.8, iso 400, stativ und extrem geduldige dame vor der kamera ;-) - (c) Susan Horn

aufnahmedaten: canon d5III, 53mm (24-70mm objektiv), 1/30 sec., f/2.8, iso 400, stativ und extrem geduldige dame vor der kamera ;-) – © Susan Horn

Susan Horn aus Rüti schreibt zu diesem Bild:

diese aufnahme entstand als erster gehversuch im portraitieren. zu verfügung stand mir nur eine lichtquelle die ich rechts der person positionierte und mit einem diffusor weicher werden liess. von links versuchte ich mit einem reflektor die schattenbereiche des gesichts aufzuhellen. als hintergrund wählte ich einen schwarzen stoff.

um die qualität nicht leiden zu lassen beliess ich bewusst die iso bei 400.

Ich fotografiere gerne Porträts (Affiliate-Link), es ist mit mein Liebliengsgenre. Nicht nur, weil Menschen so vielfältig sind, sondern weil man hinterher auch Feedback bekommt von dem oder der Porträtierten. Es macht Spass, Erinnerungen für andere zu schaffen. Weiterlesen

Low Key Porträt mit Hund:
Vier Augen für ein «Wow»

Wenn zwei Augenpaare eine Geschichte erzählen… Ein Abendlicht-Porträt, das kaum noch Wünsche übrig lässt, obwohl es kaum Regeln einhält.

Junge und Hund sitzen am Boden Schwarz Weiss

Ohne Titel © Hans Solvie

Hans Solvie aus Berlin schreibt zu diesem Bild: Das Bild entstand in unserer Datsche bei mäßigem Licht und kurz vor dem Abschied von dem Hund … die Grundstimmung war somit eher etwas traurig. Zu den technischen Daten: Blende 2,8, Iso 2000 und 1/200 Belichtung, Canon Dos 5 d, Sigma Objektiv 35 mm 1,4. Über eine Kritik von Euch würde ich mich sehr freuen.

In dieser Schwarzweiss-Aufnahme sitzt ein Junge von vielleicht 12 Jahren im Schneidersitz am Boden vor der Kamera. Diese befindet sich auf seiner Augenhöhe. Er hat einen kleinen Hund auf dem Schoss, dessen Kopf er mit der Linken hält, während er das Tier mit der rechten umschlungen hat. Hund und Junge blicken direkt in die Kamera; der Kopf des Hundes verdeckt den Mund des Knaben. Das Bild ist angesichts der dunklen Umgebung fast schon als Low-Key zu bezeichnen, im Hintergrund spiegeln sich helle Fenster in der matten Oberfläche eines weissen Kühlschranks.

Es ist unglaublich, wieviel Ausdruck in einem Blick liegen kann, oder vielmehr: Weiterlesen

Low Key Pflanzenblüte:
Das Licht der Welt

Gegenlicht- und Low Key Aufnahmen wirken meistens schwer, nachdenklich und melancholisch. Es geht auch leicht.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Matthias Bühler).

Kommentar des Fotografen:

Auf dem Heimweg von der Arbeit ist mir der Busch mit diesen interessanten Blüten aufgefallen. Hinter dem Wald im Hintergrund stand die Sonne sehr tief, so dass ich die Blüte scheinbar von innen leuchten lassen konnte.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Bühler:

Eine Pflanze mit feinen, pelzigen Blüten steht im Zentrum dieser Low-Key-Aufnahme. Sie ragen von Links aus absolutem Scharz etwas nach rechts über das Bildzentrum hinaus, wo eine der Blüten direkt vor der Sonne im Gegenlicht golden zu leuchten scheint. Dahinter verschwindet ein zweiter Blütenstand in der Unschärfe, am linken Bildrand sind Ansätze eines dritten zu sehen.

Auf diese Bildidee muss man zuerst kommen:

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Low Key Tafel:
Feinabstimmung verpasst

Eine Kamera kann aus Alltäglichem ein Kunstwerk machen. Dazu muss aber der Fotograf das Bild in der Nachbearbeitung perfektionieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Markus Stange).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild entstand in einem Amsterdamer Cafe. Mich faszinierte an diesem Motiv vor allem der hohe Kontrastumfang.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Markus Stange:

Es erstaunt mich oft, wie Fotografie aus einer gewöhnlichen, normalen Szenerie etwas so verblüffend Ästhetisches machen kann. Hier werden ein Tisch, Stühle und Geschirr in ein wunderbares Stillleben verwandelt, das an ein Gemälde aus dem 17. oder 18. Jahrhundert erinnert.

Besonders bei solchen Szenen spielt das Licht dabei eine wesentliche Rolle:

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Low-Low-Key Porträt:
Schlaflosigkeit im Bild

Es muss nicht immer Photoshop sein: Fremd wirkende, aussagestarke Bilder lassen sich auch direkt mit der Kamera aufnehmen. Am Badezimmerspiegel mitten in der Nacht, zum Beispiel.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© D.M.).

Kommentar des Fotografen:

Heute 5 Uhr morgens – Schlaflosigkeit mal wieder. Wie sagt man: man ist immer wach, nur nie richtig. Der Blick in den Spiegel gleicht diesem Bild, welches auch die innere Leere und das gesamte Unwohlsein des heutigen Morgens wiederspiegelt. Der Grünstich sowie die Überbelichtung der Stirn dienen, um Vergleiche zu Röntgenbildern zu ziehen, welche das Bild gesamt mit den eher unangenehmen Dingen im Leben verbinden soll. Mein erster Versuch in Sachen Portrait. EOS 50D bei 30mm 1.4 und 60tel, Halogenspots (Badspiegel) mit 40Watt von Oben, EBV: Gradiationskurve und Grünstich.

Peter Sennhauser meint zum Bild von D.M.:

Wer sagts denn – manchmal guckt sogar aus der Insomnie noch was Positives raus: Diese Aufnahme ist nicht nur ein Resultat von Schlaflosigkeit, sondern kann auch als grafische Umsetzung ebendieser gelten. Zusammen mit Deiner Legende sehr beeindruckend.

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