Es ist eine seltene Gelegenheit: Ausnahmsweise nur ging die erste Fotografie der Welt auf Reisen – Niépces „Blick aus dem Fenster in Le Gras“ von 1826. Einzig in Mannheim ist sie nun zu sehen.
Am Ende der Ausstellung im Reiss-Engelhorn-Museum wird sie nach Austin, Texas, zurück – zusammen mit anderen Meilensteinen der Fotogeschichte, die in Mannheim ebenfalls bis Anfang Januar 2013 zu sehen sind.
https://static.fokussiert.com/1361917541/rem12_niepce.jpg616800Uli Eberhardthttps://static.fokussiert.com/20151121174132/fokussiert-logo-schriftzug-klein-fok-300x62.pngUli Eberhardt2012-09-19 15:00:122013-02-26 23:25:47Einzig in Mannheim: Die erste Fotografie der Welt
Hyperrealistische Kunst ist eine Form des Photorealismus: Bilder werden so realistisch und detailgetreu gemalt, dass man auf den ersten – und oft auch auf den zweiten – Blick denkt, es handle sich hierbei eben nicht um Ölfarbe auf einer Leinwand, sondern um eine Fotografie. Der Hyperrealismus geht sogar noch ein Stückchen weiter, der Maler nutzt die Kunst, um Themen übertrieben drazustellen, etwa so wie der geübte Photoshopper beispielsweise einen dramatischen Himmel zaubert, verwendet der hyperrealistische Künster seinen Pinsel um Situationen, beispielsweise politische Themen, in seiner Sicht zu zeigen.
Und in einer so präzisen Art und Weise, dass der Betrachter eben glaubt, er habe eine Fotografie vor sich.
https://static.fokussiert.com/1361917377/pedrocampos-450x222.jpg222450Barbara Hesshttps://static.fokussiert.com/20151121174132/fokussiert-logo-schriftzug-klein-fok-300x62.pngBarbara Hess2012-07-20 16:00:392013-02-26 23:22:58Das Foto, das keines ist
Da ich mich nicht lange soviel mit Flickr beschäftige wie andere, mußte ich zugegebenermaßen Casey David erst einmal „nachschlagen“. Er hat, wie Du sagst, das „Book Bird“ (etwa: „Büchervögel“) Konzept zu einem Hauptthema gemacht, und lichtet sich und andere in allen möglichen Situationen mit „fliegenden“ Büchern ab. Ein paar der auf seiner Flickr-Seite zu findenden Fotos sind konzeptionell gut gelungen, bei anderen fragte ich mich unwillkürlich, was die fliegenden Bücher im Bild sollten. Es ist eben, wie man so sagt, sein „Ding“, und irgendwann gehen einem wohl die Ideen aus.
https://static.fokussiert.com/1361917298/mini_thmb_3357.jpg7099Sofie Dittmannhttps://static.fokussiert.com/20151121174132/fokussiert-logo-schriftzug-klein-fok-300x62.pngSofie Dittmann2012-06-19 09:00:032013-02-26 23:21:37Konzeptfoto mit „Book Birds“ – Die Grenzen zur Montage ausgedehnt
Berühmte Künstler zu „zitieren“, ist immer mutig, sie umzuinterpretieren gewagt.
Kommentar des Fotografen:
Tableau Vivant nach dem Gemälde „Die Jungfrau züchtigt den Jesusknaben vor drei Zeugen“ von Max Ernst. Im Originalbild liegt der Jesusknabe mit dem Rücken nach oben gewandt auf dem Schoß der Maria. Der auf dem Boden liegende Heiligenschein – hier durch den Knebel ersetzt – symbolisiert die Entheiligung des Jesuskindes, ein unerhörter Vorgang. Das Bild war deshalb auch Anlass für die Exkommunikation Max Ernst´s aus der Katholischen Kirche. In meiner Interpretation wird der Jesusknabe durch den Fetisch – Frauenbeine – ersetzt, Requisiten wie die Reitgerte und der Knebel lassen Assoziationen zur SM-Szene zu. Der Kulissenartige Hintergrund wurde, passend zum Thema, aus der Fassade des Diözesanmuseum Köln in PS konstruiert. Der Wandel von Moralvorstellungen, Sexualpraktiken und Toleranz, oder Inntoleranz der Kirche, wird im Kontext des Originalbildes thematisiert.
Dein Bild war für mich ein „gefundenes Fressen“, wie man so schön auf Deutsch sagt. Erstens einmal sehen wir so etwas hier nicht alle Tage, und zweitens MUSS man das Bild interpretierend besprechen, wovon ich sonst meistens (u.a. aus Platzgründen) absehe.
Berühmte Künstler zu „zitieren“, ist immer mutig, sie umzuinterpretieren gewagt. Wenn man dieses auch noch in einem anderem Medium tut… Zunächst einmal ein paar Worte zum Original:
https://static.fokussiert.com/1361916782/mini_thmb_2833.jpg7099Sofie Dittmannhttps://static.fokussiert.com/20151121174132/fokussiert-logo-schriftzug-klein-fok-300x62.pngSofie Dittmann2012-01-09 11:03:502013-02-26 23:13:00Digitales Konzeptbild: „Die Jungfrau“ einmal ganz anders
Hertha Miessners fotografische Bilder leuchten aus einem dunklen Hintergrund. Es sind digitale Bildcollagen.
Hertha Miessner verknüpft als bildende Künstlerin Malerei mit fotografischen Techniken. Unter dem Ausstellungstitel „Luminiszenz“ sehen wir die Bilder derzeit in München.
Ein neues Kunstwerk steht selten im luftleeren Raum, sondern muss sich – und manchmal will es auch – dem Vergleich mit und der Einordnung in bestehende kunstgeschichtliche Epochen und Stile stellen. So lassen sich auch gut Stärken und Schwächen eines Werkes – hier ein Foto – erkennen.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild ist eines von drei Stillleben, die ich für meine Bewerbungsmappe beim Lette-Verein erstellt habe. Aufgabe war es, drei Stillleben zu erstellen die den Betrachter sensibilisieren sollen in Bezug auf Pestizide, Verunreinigungen oder Gifte. Meine Idee war es, ein Bild zu gestalten, das in sich bereits einen extremen Kontrast besitzt. Auf der einen Seite die „perfekte“ Birne. Und dann die andere Hälfte, wo es von Würmern nur so wimmelt.
Dieses Foto fasziniert vor allem aus zwei Gründen. Zum einen ist es das Motiv. Eine saftige Birne auf der seinen Seite, eine Birnenhälfte voll mit wimmelnden Maden auf der anderen. Da verschluckt man sich fast an dem Wasser, was einem erst im Munde zusammengelaufen ist.
Gute Kunst lebt von solchen Reaktionen, und hier bettet sich das Foto sogar mit einem Kunstgriff in zwei historische Strömungen ein: Weiterlesen
https://static.fokussiert.com/1361915997/mini_thmb_2941.jpg7099Robert Kneschkehttps://static.fokussiert.com/20151121174132/fokussiert-logo-schriftzug-klein-fok-300x62.pngRobert Kneschke2011-05-25 11:03:462013-02-26 22:59:56Konzeptfoto: Die monochrome Birne
Fotografische Porträts von Menschen im Alltag oder auf der Strasse lassen viele Optionen offen. Das Genre wird derzeit durch Lifestyle-Magazine und Modeblogs in eine klar definierte Ecke gedrängt.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Foto zeigt eine Verkäuferin auf dem Markt in Bukittinggi/Sumatra. Bei meinen Reisen bin ich oft auf Märkten unterwegs.Märkte haben den Vorteil das man mit den Leuten schnell ins Gespräch kommt. Da ich die Menschen nicht abschiessen mag, ist mir das sehr wichtig.
Dass ich etwas Indonesisch spreche ist dabei eine grosse Hilfe. In der Regel ist es kein Problem ein Foto zu machen .Oft werde ich auch darauf angesprochen. Allerdings ist nie viel Zeit, da die Verkäufer ja auch noch ihre Arbeit haben.
Eliška Bartek ist eine sehr vielseitige Künstlerin: Sie experimentiert nicht nur mit Fotografie, sondern ist auch Malerin und Videokünstlerin.
„Mit Licht malen“ – ob als Fotografie oder Malerei, das steht im Zentrum von Eliška Barteks Arbeit. In Berlin sind aktuell zwei Ausstellungen von ihr zu sehen – eine mit Fotografie, die andere mit Malerei und Video.
“Erregte Fotografie“ sind Momentaufnahmen aus den Städten Abu Dhabi, Paris, London und St. Petersburg. Diese Schwarzweißserie entstand in den vergangenen beiden Jahren. Weiterlesen
https://static.fokussiert.com/1361914117/eliska_bartek2.jpg367270Uli Eberhardthttps://static.fokussiert.com/20151121174132/fokussiert-logo-schriftzug-klein-fok-300x62.pngUli Eberhardt2010-03-21 13:05:442013-02-26 22:28:41Eliška Bartek: „Erregte“ Fotografie
Der Amerikaner Saul Leiter begann als Maler und wurde Fotograf. Er experimentierte früh mit Farbe und zeigt uns New Yorker Straßenfotografie als Farb- und Formenspiele.
Einige der New Yorker Bilder von Saul Leiter sind derzeit in Innsbruck zu entdecken, zusammen mit weiteren „Fotografischen Meisterwerken aus der Sammlung der Albertina Wien“, so der Untertitel der Ausstellung. Zusammengemixte Schauen sind oft mit Vorsicht zu genießen. Da wird mitunter zusammengebürstet, was sich nicht rechtzeitig in die Tiefen der Archive retten konnte. Aber wir sehen in Innsbruck neben Leiter eine Reihe von weiteren wichtigen Namen der modernen Fotografie, vornehmlich die Amerikaner: Lee Friedlander, Lewis Baltz, Robert Frank, Joel Meyerowitz oder William Eggleston.
Wie geht ein Maler und Zeichner mit Fotografie um? Die Portrait-Bilder des Amerikaners Jim Dine zeigen uns eine ganz eigene Sichtweise.
Jim Dine bediente sich stets unterschiedlicher künstlerischer Arbeitsweisen – neben Malerei, Grafik und Skulptur auch der Lyrik und immer wieder der Fotografie. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln stellt aktuell Portrait-Arbeiten von ihm aus, enstanden zwischen 2002 und 2007 – Titel: This is how I remember, now. Portraits.