Beiträge

Photokina und Photoszene 2012: Köln im Zeichen der Fotografie

Im September steht Köln ganz im Zeichen der Fotografie: Die Photokina kommt und parallel dazu die Internationale Photoszene – diesmal mit Schwerpunkt China.

Michael Wolf, a39, 2005

Museen, Galerien und Künstler zeigen 66 Ausstellungen mit zeitgenössischer und klassischer Fotografie. Die Ausstellung „Architekturfotografie – Made in China“ versammelt Fotokünstler Chinas (bei uns nicht so sehr bekannt) und Europas – etwa Michael Wolf oder Candida Höfer.

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Fotografien aus 24 Stunden: Süss und heiss

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone)

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Chicago, USA (keystone)Amsterdam, Niederlande (keystone)Bangkok, Thailand (keystone)Quito, Ecuador (keystone)Phnom Penh (keystone)New Delhi, Indien (keystone)Oosterhout, Niederlande (keystone)[/hide]

Süssigkeiten werden produziert, Feste werden gefeiert und ein altes Flugzeug hat ein Makeover erhalten.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Floris Neusüss: Traumbilder

Seit den späten Fünfzigern experimentierte Floris Neusüss damit, statt fotografischer Abbilder Traumbilder herzustellen. Also lange vor den Möglichkeiten der digitalen Ära.

Floris Neusüss, Wurzelgesicht, Akademiegarten, München 1959

Floris Neusüss, Wurzelgesicht, Akademiegarten, München 1959

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Bekannt ist Floris Neusüss vor allem mit seinen lebensgroßen Fotogrammen. Die Akt-Fotogramme wurden als „Nudogramme“ bezeichnet und vielfach ausgestellt, die „Traumbilder“ bisher nur selten.

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Das digitale Foto: Dokument, kein Dokument, doch Dokument?

Es ist ein Dokument, es ist kein Dokument, es ist ein Dokument… Das Fotomuseum Winterthur beschäftigt sich mit der Frage nach dem Zustand des digitalen Fotos, seinem „Status“ in der multimedialen Welt.

Elmgreen & Dragset: Untitled (Prada Marfa), 2007

Der Prada-Shop in der Wüste ist nachgebaut, Gerard Depardieu produziert sich für den Fotografen. Was ist echt, was ist inszeniert? Kann ein „falsches“ Bild eine „echte“ Wirklichkeit zeigen? Oder umgekehrt? Weiterlesen

Polaroid Collection: Das Wiedergänger-Medium

Von Ansel Adams bis Andy Warhol haben sie alle das Polaroid für ihre fotografische Arbeit genutzt. Obwohl längst totgesagt – das Medium hält sich als Wiedergänger bis heute.

Oliviero Toscani: Andy Warhol with camera, 1974 © Oliviero Toscani.

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Mit dem Konkurs von Polaroid stand auch die legendäre Sofortbild-Collection vor der Versteigerung. Immerhin konnten Teile davon erhalten werden und über 500 Beispiele sind nun in Düsseldorf ausgestellt.

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Amerikanische Fotografie: Die (beinahe) ganze Geschichte

Wer sich von modernen Klassikern der amerikanischen Fotografie gerne inspirieren lässt, findet in diesem Sommer in München sein Zentrum. Dort wird (beinahe) die ganze Geschichte seit den Sechzigern vorgestellt.

Garry Winogrand: Los Angeles, California, 1969 © Estate of Garry Winogrand

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Wir haben hier bei fokussiert.com die amerikanischen Klassiker schon verschiedentlich vorgestellt – von Lee Friedlander über William Eggleston bis jüngst zu Lewis Baltz. Die Münchner Pinakothek der Moderne führt sie nun (beinahe) alle in einer Ausstellung unter dem Titel „True Stories“ – wahre Geschichten – zusammen.

Das zentrale Interesse dieser seinerzeit jungen Fotografen, die sich seit den späten Sechzigerjahren mit der amerikanischen Lebensrealität auseinandersetzten, galt der American Social Landscape, wie die Pinakothek zur Ausstellung mitteilt. Sie entwickelten neuartige Stilmittel zwischen subjektiver Weltsicht, analytischer Bestandsaufnahme und konzeptuellen Strategien, die wir als „amerikanische“ Bildsprache empfinden. Die einen – wie Lee Friedlander, Garry Winogrand, Robert Adams oder Larry Clark blieben der Schwarzweißfotografie verpflichtet. Andere wie William Eggleston und Stephen Shore haben die Farbfotografie als künstlerisch eigene Ausdrucksform vorangetrieben. Die Ausstellung führt rund 130 Werke zusammen und spannt einen weiten Bogen: von der subjektiven Straßenfotografie der Sechziger und den sachlichen Landschaftsstudien der  New Topographics über die konzeptuellen Arbeiten von John Baldessari und Dan Graham bis zu dem erst vor wenigen Jahren entstandenen New York-Zyklus von Zoe Leonard.

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Das Foto des Jahres 2011 in Zürich

Anfang Februar wurde in Amsterdam das World Press Photo des Jahres 2011 erkoren.

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Sieger ist der spanische Fotograf Samuel Aranda mit dem Bild von Fatima al-Qaws, die ihren Sohn Zayed während der Proteste gegen den jemenitischen Präsidenten Saleh umsorgt. fokussiert hat bereits über das Bild berichtet. Die 3×2 Tickets, welche von KEYSTONE zur Verfügung gestellt wurden, gingen an Andi, Miau und Hans-Dieter. Wir hoffen, sie hatten Freude an der Ausstellung.

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Kunstfoto: Alt und neu

Eine zuerst unpassend wirkende Kombinationen verschiedener Dinge – hier alt und modern – hat auf Fotos oft ihren Reiz.

[textad]Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Adelheid Prünte).

Kommentar der Fotografin:

Die Aufnahme entstand anlässlich eines Besuches des Kröller-Müller Museums (NL) mit meiner Familie. Das Motiv reizte mich auf Grund des Unterschiedes eines heutigen modernen Mädchens mit einem Audioguide vor dem Hintergrund eines Historienbildes.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Adelheid Prünte:

Dieses Bild hat etwas Surreales, etwas Unwirkliches. Schnell wird klar, woran das liegt. Der Hintergrund hinter dem Mädchen wirkt abstrakter, gezeichneter als das Mädchen selbst. Kein Wunder, ist das Bild „Transport der Kolonialsoldaten“ doch in der Tat gemalt worden, und zwar 1884 von Isaac Israël. Jetzt hängt das Gemälde im niederländischen Kröller-Müller Museum und kann dort auf die „modernen“ Menschen treffen.

So entstand auch diese Aufnahme des Mädchens mit Audioguide am Ohr und des Soldatenmarsches im Hintergrund:

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Schlechtwetter-Plan für Ostern: Ab ins Fotolabor

Die Prognosen für die Ostertage sind nicht gerade vielversprechend, warum also nicht einen Tag da verbringen, wo das Wetter keine Rolle spielt: im Fotolabor?


[textad]Das Kameramuseum in Vevey veranstaltet über Ostern Labortage für Jugendliche.

Heute betrachten wir unsere Bilder am Monitor, bestenfalls kommen sie aus dem Drucker. Da ist es eine ganz besondere Erfahrung, mit anzusehen, wie ein lichtempfindliches Papier in einer Schale entwickelt wird und wie von Geisterhand langsam ein Bild entsteht. Wahrlich ein Erlebnis – nicht nur für Jugendliche …

Diese Ostern veranstaltet das Fotomuseum in Vevey solche Labortage für Jugendliche, wo sie unter Aufsicht selbst ein Fotogramm erstellen können und dabei lernen, wie das chemische Bildverfahren funktioniert. In den Ausstellungsräumen rund um das grosse Labor wird die Geschichte der Fotografie von den Anfängen mit der Lochkamera bis zum heutigen digitalen Bild mit zahlreichen Exponaten dokumentiert.

Öffnungszeiten
Das Museum ist am Ostersonntag und Ostermontag, sowie regulär von Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Das Fotolabor ist an den Wochenenden, Feiertagen und während den Schulferien von 11:00 bis 17:00 Uhr zugänglich.

Eintrittspreise
Erwachsene (Museum und Fotolabor): CHF 15.–
nur Museum CHF 8.–

Kinder CHF 7.– (Museum und Fotolabor)
(bis 16 Jahre ist die Museumsbesichtigung gratis)

Fotomontage: (Zu) perfekte Illusion

Gut gemachte Bildmanipulationen verbinden perfekte Technik mit fotografischem Handwerk. Dies gelingt am besten, wenn realistische „Fehler“ ins Bildwerk integriert werden.

[textad]Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Norbert Senser).

Kommentar des Fotografen:

Meine fotografische Leidenschaft sind Fotomontagen. Hier habe ich einen Raum in einem Kunstmuseum aufgenommen. Auf den Bildern waren Motive aus der Natur zu sehen. Da kam mir ide Idee, wie es den aussehen würde, wenn die Natur nun tatsächliche aus den Bildern „heraus käme“. Der 2. Gedanke war, dass vielleicht in Zukunft die Natur nur noch in Museen zu „besichtigen“ sein könnte. Außerdem gefallen mir solche surrealistischen Szenen. Ich habe mit diesem Bild schon bei einigen Wettbewerben teilgenommen und dabei in einem FIAP-Wettbewerb in Zargozza (Spanien) eine Goldmedaille gewonnen. Mich würde natürlich auch Ihre Meinung dazu interessieren!

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Norbert Senser:

Wir blicken in dieser Farbfotografie frontal in einen kleinen Museumsraum mit Holztäferung bis Hüfthöhe und Fischgräte-Holzboden. An den drei rostroten Wänden hängen jeweils zentriert drei barocke Goldrahmen. Darin sind aber nicht Bilder zu sehen; aus den beiden Rahmen an den seitlichen Wänden wachsen uns hellgrüne Dschungelpflanzen entgegen, aus dem Bildrahmen an der Stirnseite des Raums strömt ein kleiner Wasserfall mitten in den Raum, das Wasser spritzt vom Holzboden auf.

Die Nachbearbeitung von Fotografien in Photoshop ist eine der ersten neuen Erfahrungen, welche viele Einsteiger in die Fotografie heute zunächst scheuen, dann begeistert aufnehmen und sehr rasch bei dem ankommen, was nicht mehr reine Nachbearbeitung, sondern bereits Bildmanipulation genannt werden muss.

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