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Juliane Eirich: Nacht-Aura

Die Münchner Fotografin Juliane Eirich fotografiert in der Nacht. Da entfalten die Schauplätze ihre einzigartige Aura, meint sie.


Juliane Eirich: Mail Cars

Das Künstliche und Modellhafte des nächtlichen Lichtes interessiert Juliane Eirich ganz besonders. Ihre Arbeiten sind zur Zeit in München zu sehen.

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Nachtfotografie: Die Reduktion der Nacht genutzt

Für die Fotokamera sind nachts keineswegs alle Katzen grau. Die klare Trennung von dunkel und hell hilft, starke Reduktionen zu inszenieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Anton Krieger).
Kommentar des Fotografen:

Ein Foto aus einem nächtlichen Spaziergang. Ich hatte Lust ein wenig frisches Luft zu schnappen und habe meine Kamera mitgenommen. Auf dem Weg nach Hause entdeckte ich ein interessantes Motiv. Eine einsame Lampe, die einen kleinen, leeren und mit Schnee bedeckten Parkplatz beleuchtet. Unter der Lampe ein Fenster der im warmen, gelben Farbton erscheint. Da ich Freihand fotografiert habe, wählte ich die Blende von 1,4, um die Belichtungszeit kurz zu halten. Später wurden am Foto kleine Korrekturen vorgenommen wie Ausschnitt, Kontrast etc.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Anton Krieger:

Eine Hauswand im rechten Bildteil mit einer montierten Strassenlaterne, die einen durch die Perspektive elliptisch wirkenden Lichtkreis auf den ansonsten in völliger Dunkelheit liegenden Vorplatz wirft. Wie ein Bühnenspot beleuchtet die Strassenlampe mit ihrem kalten Halogenlicht einen kleinen Teil der Hauswand und einen klar begrenzten Raum der Strasse:

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Nachtaufnahme: Die Lichter des Oktoberfests

Nachts ist die Zeit des Lichtmalens, und was eignet sich besser dafür als ein Rummel mit all den blinkenden Lichtern und bunten Farben? Jürgen Schulte hat sie festgehalten.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jürgen Schulte).

Kommentar des Fotografen:

Impression vom Oktoberfest 2009 in München. Ich finde das Farbenspiel sich schnell drehender Fahrgeschäfte faszinierend. Mit einer etwas längeren Belichtungszeit erfasst man nicht nur die Dynamik der Bewegung. Ähnlich einer sich schnell drehenden Palette eines Malers entstehen immer neue Farbspiele und Formen, die die konkrete Technik des Karussels völlig in den Hintergrund treten lassen. Ein Eindruck, der dem flüchtigen Beobachter meist verborgen bleibt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Jürgen Schulte:

Das Zeichnen mit Licht ist eine Art der Kunst, bei der die Fotografie (und zum Teil auch der Film) zur Hochform auflaufen.

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Jerry Berndt: Im Dunkel der Nacht

Zwielicht, Halbwelt, Nachtleben – das ist die Welt des amerikanischen Fotografen Jerry Berndt.

© Jerry Berndt: Boston, 1972

Jerry Berndts „Nite Works“ zeigen uns schummrige Gassen amerikanischer Städte. Aktuell sind die Bilder in Hamburg zu sehen.

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Nachtfotografie-Farbabstraktion: Unsichtbare Grafik

Wer lernt, so zu sehen, wie die Kamera sieht, kann Bilder schiessen, die wie aus einer andern Welt scheinen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Rieber).

Kommentar des Fotografen:

Eine Langzeitaufnahme, während die U-Bahn und zwei Autos vorbeifuhren. Die Brücke wird so wie auf den Bild blau angestrahlt. Musste unzählige Aufnahmen machen, damit ich die Bahn, die Scheinwerfer des Autos und die Rücklichter des anderen Autos in richtigen Moment erwischte.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Alexander Rieber:

Eine Bahnbrücke mit einer darunter in einer Kurve von vorne links nach Bildmitte links verlaufenden Strasse. Nachts fotografiert, sind auf der Aufnahme neben der blau beleuchteten Brücke ausschliesslich Lichtmuster eines vorbeifahrenden Zugs, der Autos und der Strassenbeleuchtung sichtbar. zu den elegant angeordneten Lichterlinien gesellt sich ind er Aufnahme eine rasante farbmischung von grafischer Qualität.

Kritik ist wohl hier falsch, ich möchte dieses Bild eher würdigen als das, was es ist:

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Nachtaufnahme: Zu viel Kontrast, zu wenig Thema

Starker Kontrast und viele Objekte verlangen mehr als eine einzige Belichtung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Möller Sebastian).

Kommentar des Fotografen:

Hierbei handelt es sich um das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Ich wollte die Lichtstimmung die durch vorbeifahrende Autos, die blauen Lichtsäulen und dem Mond, der genau über dem Gebäude stand festhalten.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Möller Sebastian:

Lichtlinien, -streifen und –punkte ziehen unseren Blick in ein Meer von Dunkelheit. Abgesehen von den Lichtern ist im tiefen Schatten nicht viel zu erkennen:

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Nachtaufnahme mit Sternlichtern: Mehr Spannung durch Vordergrund

Sterneffekte lassen sich auch ohne Filter oder Photoshop erzielen. Allein davon kann ein Bild aber nicht leben.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Erik Nielsen).

Champs Elisées Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Erik Nielsen).

Kommentar des Fotografen:

Nachtaufnahme Paris, Champs Elysees, am 28.12.2007 21:56.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Erik Nielsen:

Nachtaufnahme an den Champs-Elysées in Paris. Eine Schwarz-Weiss-Nachtaufnahme; im Mittelgrund des Hochkant-Fotos prägt einer der nostalgischen Kandelaber die Aufnahme, im Hintergrund glänzen andere Lichtquellen und Reflexionen von Autos mit Sterneffekten. Die Granitplatten des Gehstiegs im Vordergrund sind nass und lassen einen kürzlichen Regenguss vermuten.

Eine äussrest stimmungsvolle Fotografie, die sowohl die Verlorenheit in einer Grossstadt als auch ihre Geborgenheit zeigen könnte – immerhin ist die Nachtszene relativ hell erleuchtet. Trotzdem wirken die Lichtersterne eher kühl, die Autos unpersönlich, und der nasse Boden lässt auf wenig gemütliche Wetterbedingungen schliessen.

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Mondnacht-Foto: Schattenspiele im Garten

Der Mond ist ein schickes Motiv: Als Hauptdarsteller ebenso wie nur als Hintergrund.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sascha Quell).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde vor 2 Jahren im Winter aufgenommen, eigentlich wollte ich im Garten nur Bilder vom Mond machen. Bis mir diese klasse Scene auffiel.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Sascha Quell:

Der Mond in einem leicht bewölkten Himmel, vor dem ein Gewirr an Ästen zweier Bäume in der Bilddiagonalen von oben rechts nach unten links für eine zweite Musterebene sorgt.

Ein Mondbild – da kann ich nicht anders als zuzugreifen. Das Bild fesselt auf den ersten Blick durch mehrere Komponenten.

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Nachtaufnahme: Die dunkle Seite des Mondes

Es bedarf schon ein wenig der Planung, gute Nachtaufnahmen zu schaffen, weil vieles ganz anders auf dem Chip landet, als du es mit dem Auge siehst.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Epmeier).

Kommentar des Fotografen:

Das war einer meiner ersten Versuche einer Nachtaufnahme. Das Bild zeigt das Industriegebiet Hagen von der Syburg aus. Fasziniert haben mich persönlich die Farben und das die „Abgase“ bei einer Belichtungszeit von 30 sec sichtbar wurden – das helle „Band“ in der Mitte ist die A1. Für gute Tips von Industrie- und Nachtaufnahmen bin ich immer dankbar.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Andreas Epmeier:

Als erstes möchte gerne auf einen fokussiert Text von Peter über Nachtaufnahmen verweisen – Hier sind gute Beispiele und Übungen zu Nachtaufnahmen zu sehen, die nicht wirklich in der Nacht entstanden sind.

Meine Erfahrungswerte bestätigen auch, dass die zeit vor der echten Dunkelheit die beste ist für „Nachtaufnahmen“:

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Nachtfotografie: Den Mond zur Sonne gemacht

Nachts zu fotografieren ist dank Digitalkameras noch aufregender geworden: Die Belichtung gelingt eigentlich immer. Tatsächlich ist die Gefahr der Überbelichtung am grössten.

mond_ferry-7.jpg

Na gut, ich gebs zu: Ich bin mondsüchtig. Das hier wird ein weiteres Mondfoto-Posting, jedenfalls teilweise – Mondhasser, bitte nicht gleich wegklicken, es gibt noch ein paar andere Bilder, die ihr gerne kommentieren könnt.

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