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Nachtaufnahme: Schwarze Stunde – lichter Moment

Nachtaufnahmen gelingen am besten in der Dämmerung, und wenn die Möglichkeit des HDR genutzt wird, sollte man es auch sehen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© A. Wagner).

Kommentar des Fotografen:

Es handelt sich hier um erste Gehversuche mit neuer Kamera. Ich bin zwar kein Anfänger in der Fotografie, aber von der Qualität, die mir vorschwebt, noch sehr weit entfernt. Ich möchte mich in nächster Zeit auf Architektur und Industrie konzentrieren. Als nächsten Schritt möchte ich das Augenmerk auf Gestaltung und Aussage des Bildes legen. Eins nach dem anderen…Ich bitte um Kommentierung der ersten Versuche hier, denn besser werden hat noch keinem geschadet…

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von A Wagner:

Die Nacht ist nicht allein zu schlafen da, sang Gustaf Gründgens schon 1938 im „Tanz auf dem Vulkan“. Und auch in deinem Bild bricht etwas aus, leider sind es in diesem Fall die Lichter, und das ist ganz selten erwünscht:

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Torsten Warmuth: Schönheit der Nacht

Torsten Warmuth zeigt uns die Schönheit der Nacht und das rauschende Glück im Zwielicht.

© Torsten Warmuth: Belle de nuit 2009

Die Dunkelheit – für Torsten Warmuth ist sie ist Ort der doppelten Böden und der zwei Gesichter. Die Ausstellung „Belle de nuit“ ist aktuell in Berlin zu sehen.

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Nürnberger Kaiserburg: Harry Potter lässt grüssen

Im Winter und in Schneelandschaften, die das spärliche Licht reflektieren, lassen sich spektakuläre Nachtaufnahmen machen. Die vornübergeneigte Kaiserburg wird zur Zauberschule aus einem Harry-Potter-Film.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christian Günther).

Kommentar des Fotografen:

Als ich auf dem Heimweg von der Weihnachtsfeier war, bin ich an der verschneiten Burg vorbeigekommen. Die Lichtstimmung war gerade so mystisch, dass ich meine Nikon und das Stativ geholt habe, und ein paar Aufnahmen von der Nürnberger Burg gemacht habe. Das war auch das erste Mal, dass ich RAW Bilder gemacht habe um Sie in Lightroom etwas nachzuarbeiten. Soweit ich mich noch erinnere habe ich Farb-, Tonwert- und Kontrastkorrekturen gemacht und einen Verlaufsfilter angewendet. Ich finde das Bild ganz gelungen, bis auf den Bus, der da noch steht. Den konnte ich leider nicht wegfahren.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Christian Günther:

Den Bus kannst Du nicht wegfahren – aber wegzaubern kannst Du ihn. Und bei einem Bild, das die Kulisse für einen Harry-Potter-Film abgeben könnte, wird man Dir das ja auch verzeihen:

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24 Stunden: Wochenendstätte

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Keystone)

Die Städte und Stätten des Wochenendes.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Olympus E-30 im Test: Fragwürdige Dunkelbelichtung

Um bei Langzeitbelichtungen fehlerhafte „Hot Pixel“ zu eliminieren und das Sensorrauschen zu reduzieren, kann bei den meisten DSLR in einer zweiten Phase ein Dunkelbild aufgenommen und vom Originalbild subtrahiert werden. Der Nutzen wird allerdings oft angezweifelt. Wir haben an der Olympus E-30 mit einer ausführlichen Testreihe nachgetestet.

Die Olympus E-30 kennt Rauschminderung und Rauschunterdrückung (Bild: W.D.Roth)Praktisch jede bessere digitale Spiegelreflexkamera hat zwei Mechanismen zur Rauschunterdrückung: Der eine versucht, das normale Sensor- und Verstärkerrauschen der Elektronik zu vermindern. Dazu wird mit einem mehr oder minder guten Algorithmus das Bild „entschärft“, weichgezeichnet. Gut ist die Funktion, wenn es dabei nicht sichtbar unscharf wird.

Bei der Olympus E-30 nennt sich diese Funktion „Rauschunterdrückung“ – sie kennt die Stufen „Aus“, „Weniger“, „Normal“ und „Stark“. Wie stark das Rauschen bei den verschiedenen Empfindlichkeiten ist und welche Einstellung hier sinnvoll ist, zeigen wir in einem anderen Beitrag.

Der andere Vorgang heißt bei der Olympus E-30 „Rauschminderung“:

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Landschaftsfotografie: Nach Sonnenuntergang

Es muss nicht immer Vollmond sein: Aufnahmen nach Sonnenuntergang können auch bei Sichelmond oder scheinbar vollständiger Dunkelheit grossartige Fotos ergeben. Ein paar Tricks helfen dabei.

Die 30 minütige Belichtung - das Licht der Venus erhellt die Berge nicht mehr. (©PS)

Die 30 minütige Belichtung – das Licht der Venus erhellt die Berge nicht mehr. (©PS)

Ein Faszinosum der Wüste oder einfach abgelegener Gebiete (in den Weiten der USA beispielsweise) sind die absolut sternenklaren Nächte. Und wer hier draussen auf Fotopirsch ist und ohnehin jeden Sonnenauf- und Untergang erlebt, der sollte sich auch nach anderen Möglichkeiten umsehen, diese unglaubliche Szenerie zu nutzen. Wir haben das im Death-Valley-Workshop getan, sehr viel Spass gehabt, unheimlich gefroren und am Ende staunend die Sternspuren-Bilder heimgetragen, die unsere Digitalkameras ausgespuckt haben. Das weitaus beste darunter hat Rick Trautner allerdings später am Mono Lake, etwa hundert Kilometer nördlich, geschossen.

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Nächtliche Strasse: Stimmung ohne Motiv

Fotografien mit einem offensichtlichen Motiv, aber ohne jegliche atmosphärische Stimmung, gibt es wie Sand am Meer. Die Umkehrung kommt seltener vor.

jenacht-1.jpg

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen kurz nach Mitternacht in Jena. Eigentlich hatte ich meine erfolglose Fototour schon beendet. Es war dann der letzte Versuch, um nicht ganz ohne ein Bild nach Hause zu gehen. Mich hat vor allem das Licht, aber auch die Leere der Straße inspiriert. Zumal fünfzig Meter weiter links auf dem Markt noch reges Treiben herrschte.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Hans Niemietz:

Den Moment kennen wir wohl alle: Man spaziert, vielfach nachts oder in der Dämmerung, durch die Strassen der eigenen Stadt und verspürt urplötzlich irgendwo einen Stimmungsbruch – surreal, ungewohnt, weit weg von der Vertrautheit, die sonst den Wandel durch die heimischen Gassen begleitet. Als Fotograf sucht man die Erklärung sofort im Licht und in der Szenerie.

Das ist Dir hier passiert, und Du hast den Moment festgehalten. Auf den ersten Blick funktioniert das auch sehr gut:

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Blaue Stunde: Wie hell ist es denn, bitte?

Die „Blaue Stunde“ ist die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit – die schönsten 20 Minuten des Tages. Bloss: wie dunkel ist es denn eigentlich?

Mond über Alcatraz. Klick für Detailangaben. © PS

Mond über Alcatraz. © PS

Natürlich konnte ich nicht widerstehen: Wir haben 12 Mal im Jahr die Gelegenheit zu Vollmondfotos. Und auch wenn ich es jedes Mal zu spät realisiere, kann ich der Versuchung nicht widerstehen, die mühsam zusammengesuchten Erkenntnisse zur Mondfotografie umzusetzen zu versuchen.

Natürlich war ich auch diesmal zu spät: Das Zeitfenster zwischen Mondaufgang am Horizont (hinter einem möglichst attraktiven Motiv) und dem Ende der Dämmerung beträgt derzeit etwa 25 Minuten:

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Nächtlicher Strand: Technik im Weg

Nachtaufnahmen sind mit digitalen Kameras wesentlich einfacher zu erstellen als mit Film. Dabei wird aber sofort ersichtlich, ob der Fotograf die Technik im Griff hat oder sie ihn.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Irene Buetikofer).

Kommentar der Fotografin:

Mitternacht am Strand von Bonassola am 16.6.08

Peter Sennhauser meint zum Bild von Irene Buetikofer:

Das ist eine typische Nachtaufnahme, wie sie mit unseren digitalen Kameras heute leicht erstellt werden kann: Mit Matrix-Messung übernimmt die Kamera alle Einstellungen und schiesst ein Bild, das ausgewogen belichtet ist. Und da liegt eines der Probleme dieser Aufnahme.

Leider sagst Du uns nicht, was Du mit dem Bild beabsichtigt hast. Das würde mehr Aufschluss darüber geben, in welche Richtung man die Aufnahmetechnik hätte anpassen müssen, um zu einem gewollten und nicht einem – wie ich vermute – zufälligen Resultat zu kommen:

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Nachtaufnahme: Glanz und Glimmer

Nächtliche Lichter in der Unschärfe verleihen so manchem Motiv einen speziellen Rahmen – und wenn es dann noch inhaltlich passt und durch den Lichterzauber glänzt, kann der Fotograf aus dem Vollen schöpfen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sascha Fiedler).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild zeigt eines der typischen Fernrohre, wie man sie bei verschiedenen Sehenswürdigkeiten findet. In diesem Fall wurde das Bild auf dem Eiffelturm in Paris aufgenommen. Ich wollte nicht nur einfach die Stadt bei Nacht ablichten, sondern habe versucht, einen etwas anderen Blick auf die Dinge einzufangen. Gut gefallen hatten mir in diesem Moment die Spiegelungen der vielen Lichter auf dem Fernrohr, so dass der doch normalerweise eher nüchterne Gegenstand einen ganz anderen Charakter erhält.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Sascha Fiedler:

Das ist einer von den Hinguckern, denen ich mich einfach nicht entziehen kann. Auf den ersten Blick nicht ganz klar, auf den zweiten unheimlich plastisch, auf den dritten eine Entdeckungsreise – und drei Blicke muss sich eine Fotografie erst mal verdienen.

Dabei ist das Bild inhaltlich, ehrlich gesagt, nicht grade ein Knaller. Das muss es aber auch nicht sein:

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