Beiträge

Helen Levitt mit 95 verstorben: Legende der Straßenfotografie

Die Fotografin Helen Levitt, eine Ikone der US-Straßenfotografie, ist im Alter von 95 Jahren gestorben.

Helen Levitt: New York City 1974. (© Keystone)

Die dpa meldete gestern Abend, dass die Fotografin am Sonntag in ihrer Wohnung in Manhattan im Schlaf verstorben ist. 1913 geboren, machte Helen Levitt schon frühzeitig Bekanntschaft mit den Fotografen Henri Cartier-Bresson und Walker Evans. Weiterlesen

Brooklyn Bridge: Werbebild mit Freunden

Der bewusste Bruch mit Regeln kann zum Hingucker werden. Technische Mängel aber wirken sich selten positiv aus.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Hendrik Auf'mkolk).

Kommentar des Fotografen:

Die Brooklyn Bridge einmal etwas anders. Auch wenn das Bild technisch nicht perfekt ist, gefällt es mir sehr. Gerade durch den leicht unterbelichteten Vordergrund entsteht eine interessante Stimmung.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Hendrik Auf’mkolk:

Wirkt irgendwie wie Werbung, das Bild: Es sind fast zu viele gute Elemente vorhanden, die Mittung ist ein krasser Regelbruch, und trotzdem oder grade darum wird der Blick sofort auf die Gruppe junger Menschen im rechten Drittel gelenkt. Sommer, Urlaub, Abend…

Tatsächlich ein andere Blick auf die Brooklyn Bridge:

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John Szarkowski: Des MoMA-Direktors eigene Bilder

John Szarkowski hat rund 30 Jahre den Kurs der künstlerischen Fotografie in Amerika mitbestimmt. Nun können wir seine eigenen Fotos in Bottrop sehen.

John Szarkowski: Mr. Anderson: Mr. Anderson and son, near Sandstone, Minnesota, 1957. © Estate of John Szarkowski

John Szarkowski war als Direktor der fotografischen Abteilung im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) einflussreicher Kritiker, Förderer, Denker, Ausstellungsmacher. Eines seiner wichtigsten Bücher behandelt die Frage, auf welche Weise wir Fotos anschauen sollen. Davor und danach hat er selbst fotografiert.

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Strassenfotografie: Rom, ganz anders

Das geeignete Motiv zu finden, ist nur der erste Schritt auf dem Weg, gute Fotografien von Straßen zu machen. Als nächstes muss man geduldig sein, planen und warten, bis die Elemente zusammenfallen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Hristo Hristov).

Kommentar des Fotografen:

Rom

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Hristo Hristov:

Straßenfotografie hat sich seit den frühen 1920er Jahren, als Henri Cartier-Bresson und André Kertész durch Europas Straßen wanderten, stark verändert.

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24 Stunden: In Reih‘ und Glied

New York, USA; Kabul, Afghanistan; Houma, USA; Hong mKong, China. Klick für Vollansicht. (Bilder Keystone)

Festtage, Märkte und Warteschlangen. Dinge und Menschen aufgereiht wie an der Perlenschnur (ausser in New York) – Motive mit Redundanz und Rhythmus.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

24 Stunden: Fluchtpunkte und weite Winkel

New York, USA; Scheveningen, Holland; Gaza, Israel; Frisco, Colorado, USA; Houston, Texas. (Bilder Keystone)

Mit einem Tele lassen sich Dinge zusammenziehen und dichter, lebhafter machen. Mit dem Weitwinkel und / oder einer kleinen Blende lassen sie sich strecken und furchteinflössend weit, einsam und leer machen.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

New York Photo Festival: Ein neuer Nabel der Welt

Kaum zu glauben: New York soll bisher noch kein Fotofestival von internationalem Format erlebt haben. Jetzt wird’s eins geben, das diesen Anspruch erhebt: das erste „New York Photo Festival“ ab 14. bis zum 18. Mai – ein neuer Nabel der Welt.

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Foto © Horacio Salinas, Foto © Roger Ballen
Aus der von Kathy Ryan zusammengestellten Ausstellung

Das New York Photo Festival ist eine gemeinsame Initiative des Verlags Powerhouse Books und der Fotoagentur Photo VII. Nach Angaben der Gründer Daniel Power und Frank Evers will dieses Festival sogar das erste in den USA sein, das internationalen Anspruch erhebt und die Fotografie der Zukunft in allen ihren Formen zeigen will. Der Wahlspruch lautet: die Zukunft der zeitgenössischen Fotografie. Also mal sehen, was es dort gibt.
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Joel Sternfeld: Die Geografie des Nirgendwo

Jetzt bei Buchmann in Berlin zu entdecken: der amerikanische Fotograf Joel Sternfeld – ein Wegbereiter heutiger Fotografiekunst.

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Joel Sternfeld: Looking North from a Cane Break, Near Walnut Trees Road, Towards Nook Road, on a Late March Afternoon, The Meadows, Northampton, Massachusetts, March 2007, aus: The Fields.Courtesy of the Artist and Buchmann Galerie, Berlin

Erstmals ist Joel Sternfeld mit einer Einzelausstellung in Deutschland zu sehen. Die Ausstellung erlaubt den Zugang zu einem Fotografen, dessen Einfluss auf die künstlerische Fotografie tiefgehend ist – und hierzulande leider herzlich wenig bekannt. Sternfeld wird zugeschrieben, die Türen für eine neue Art der Fotografie geöffnet zu haben. Einer Fotografie, wie sie von Rineke Dijkstra, Andreas Gursky, Thomas Ruff, Thomas Struth, Jeff Wall und vielen anderen ausgeübt wird. Titel der aktuellen Ausstellung: „The Geography of no Place: American Utopias“.

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