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Makroaufnahme: Belebter Mini-Engel

In Ausnahmesituationen lohnt es sich, mit unorthodoxer Beleuchtung zu experimentieren. Zum Beispiel auch bei Makroaufnahmen (hier mit Retro-Adapter).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Arvid Kammler).

Kommentar des Fotografen:

Aufnahme einer etwa 10 cm hohen Engelsfigur: Beleuchtung durch Aufsteckblitz und Reflexion per Spiegel von oben zur Erzielung des „Rampenlichts“. Objektiv 18-55 per Retroadapter angeflanscht, für den kleinen Bildausschnitt. Ziel war die Darstellung einer Theaterähnlichen Situation, sowie dem unbelebten Gegenstand Leben einzuhauchen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Arvid Kammler:

Das Gesicht einer steinernen Figur, vielleicht aus Jade, seitlich mit sehr geringer Tiefenschärfe fotografiert. Es handelt sich um eine Makro-Aufnahme mit einem Retroadapter und einem Standard-Objektiv. Das Gesicht des Engels wird von rechts oben beleuchtet – relativ heftige Schattenpartien, die aber keinen zu hohen Kontrastumfang mitbringen, machen das pausbäckige Antlitz plastisch.

Dein Ansatz ist unübersehbar und somit wohl gelungen:

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Makrofoto: Wenn die Ausrüstung zählt

Nahaufnahmen verlangen Nähe – und die ist nicht mit jedem Objektiv ohne weiteres zu bewältigen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jörg Falch).

Kommentar des Fotografen:

Auf einer Wanderung in den Garmischer Bergen entdeckte ich diese Biene auf der Blume. Hat mir so gut gefallen, daß ich sofort ein Foto machen musste. Ist eines meiner ersten Fotos, bin immer noch am Üben und Lernen. Brennwite 55mm, Belichtung 1/100, F/6.3, ISO100

Peter Sennhauser meint zum Bild von Jörg Falch:

Eine Biene sitzt auf einer Kleeblüte. Die Makro-Aufnahme von schräg oben stellt das Motiv ins Bildzentrum, wobei die Umgebung aus grünem Gras und Klee den grössten Bildanteil ausmacht.

Der Fotograf oder die Fotorafin macht das Bild – die Kamera ist nur ein Werkzeug: Gute Fotografien lassen sich mit allem machen, was Licht bannen kann. Das ist ein wichtiger Grundsatz, den wir alle uns immer wieder vorhalten sollten.

Nachdem das gesagt ist: Mit bestimmten Ausrüstungsteilen, namentlich Objektiven, lassen sich gewisse Aufgaben sehr viel schlechter lösen als mit andern. Der Makro-Bereich, die Aufnahme sehr kleiner Dinge, gehört dazu.

Aber fangen wir vorne an:

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Extrem-Makrofoto mit Spinne: Wenn die Ausrüstung zählt

Bei spezialisierten Fototechniken wie extremen Makroaufnahmen ist es extrem wichtig, mit dem richtigen Handwerkszeug zu arbeiten, da sie von vergrößerten Details leben. Wenn diese Details nicht herausgearbeitet werden, wirkt sich das auf das Foto besonders aus.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jakob Hieke).

Kommentar des Fotografen:

Minolta XD5, 50mm Objektiv auf ca. Blende 5.6, umgedreht vor die Kamera gehalten, Belichtungszeitautomatik, ca. 1/500sek, negativ mit canoscan 4400 (oder so..) gescannt. Ich bin schon seit meiner Kindheit von Spinnen fasziniert und habe es immer genossen Fliegen zu fangen, sie ins Spinnennetz zu hängen und zu beobachten, wie sie von der Spinne gefangen werden. Hier kam mir das Licht geeignet vor (natürliches diffuses Licht von hinten durch ein Fenster) und ich hatte meine Kamera dabei, schnell war die Idee da ein MaKro zu versuchen. Am Ende sind zwei Bilder entstanden, und ich kann mich nicht so recht entscheiden, welches das spannendere ist: Zugegeben, Komposition und Fokus sind eher Glückssache gewesen. Dennoch finde ich beide Bilder gelungen. Was denken Sie?

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Jakob Hieke:

Was mir an diesem Foto gefällt, ist, daß Jakob Hiekes Aufnahme einer Spinne, die gerade eine Fliege verzehrt, Interesse an Details verrät, die einem sonst entgehen.

Spinnen sind für viele Menschen abstoßend, aber auch faszinierend. Sie in einer extremen Makroaufnahme auf effektive Weise festzuhalten ist eine Herausforderung.

Kompositionell ist die Spinne im Foto gut angeordnet. Was hier allerdings sofort ins Auge sticht, sind die vielen technischen Mängel.

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Boris Becker: Der Bildfinder

Der Kölner Fotograf Boris Becker bezeichnet sich selbst als Bildfinder. Die Bilder liegen sozusagen auf der Straße und warten darauf, fotografiert zu werden.

Boris Becker: Hochbunker Bochum Am Pumpwerk, 1986

Die Bilder waren schon da, bevor sie aufgenommen wurden, so Boris Becker – in der eigenen visuellen Erinnerung. Aktuell können wir uns Beckers Werk in Köln anschauen.

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Test Nikkor DX AF S 18-200mm VR 3.5-5.6 (1/2): Allrounder mit langer Linse

Das Nikon-DX-Objektiv AF-S 18-200mm 1:3.5-5.6 ED mit Bildstabilisator ist ein hochwertiges Allround-Glas für Familienfotos, Reisen und alle Situationen, in denen ein Objektivwechsel nicht drinliegt.

Klick auf ein Bild für Vollansicht und Bildgalerie. (ps)

Superzoom-Objektive sind in. Viele der neuen Kompaktkameras verfügen über Objektive mit Brennweite-Miltiplikatoren von 8 und 10. Warum also sollen die Objektive der Spiegelreflex hinter diesen extremen Tele-Objektiven zurückstehen?

Qualität wäre ein Argument. Denn Zoom-Objektive sind immer ein Kompromiss, und zwar häufig ein ganz gehöriger: Die Linse eines Objektivs mit einer Festbrennweite kann bis ins letzte Detail exakt auf die optimalen Verhältnisse für diese Brennweite geschliffen werden. Bei Zoom-Objektiven verändert sich alles mit jedem Millimeter, den man die Brennweite verändert. das gilt besonders, wenn das Zoom den Weitwinkel- und zugleich den extremen Tele-Bereich abdeckt, wie das Nikon DX AF-S 18-200mm 1:3.5-5.6 ED VR.

Auch dieses Objektiv ist ein Kompromiss. Aber ein sehr vertretbarer:

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Canon TS-E 17 mm 1:4 L und TS-E 24 mm 1:3,5 L II: Tilt-Shift Superweitwinkel

Mit dem Ultraweitwinkel-Tilt/Shift-Objektiv TS-E 17 mm 1:4 L und dem Weitwinkel-Tilt-und-Shift-Objektiv TS-E 24 mm 1:3,5 L II präsentiert Canon zwei neue Spezialobjektive.

Das Canon TS-E 17mm 1:4L Tilt-Shift-SuperweitwinkelZwar sind Tilt-Shift-Objektive für Kleinbild-Spiegelreflexkameras bisher eher für Nikon-Digitalkameras ein Begriff, da 2008 dort neue, digitaltaugliche, stark weitwinklige Tilt-Shift-Objektive auf den Markt kamen, doch hat Canon laut eigener Angabe bereits vor 36 Jahren derartige Objektive für Kleinbildkameras entwickelt (Nikon übrigens auch) und ebenso aktuelle Tilt-Shift-Objektive im Sortiment wie Nikon.

Für Digitalaufnahmen waren die Objektive aus dem Filmzeitalter allerdings wegen zu stark geneigt einfallender Lichtstrahlen weniger geeignet, dafür kommen nur die aktuellen Modelle in Frage, die jedoch oft nur lange Brennweiten haben. Jetzt legt Canon zwei starke digitaltaugliche Weitwinkel mit Tilt-Shift nach:

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AF DC-Nikkor 135 mm 1:2 D im Test: (De-) Fokus aufs Detail

Ein lichtstarkes Objektiv erlaubt es, insbesondere im Telebereich, die Schärfe sehr selektiv auf Bilddetails und einzelne Personen zu setzen. Das Nikon AF DC-Nikkor 135 mm 1:2 D bietet außerdem eine „Defocus-Control“. Ist diese in der Praxis von Nutzen?

Nikon D700, ISO 200. 1/4000s, 135 mm, Blende 1:2 am Nikon AF Nikkor 35 mm 1:2 D: So wird nur das Gesicht von Sven Kuboth scharf abgebildet (Bild: W.D.Roth)

Eine hochwertige, lichtstarke Kamera wie die Nikon D700 wird man nicht mit billigen, lichtschwachen und verzeichnenden „Superzooms“ entwerten, sondern daran nur ebenso hochwertige und lichtstarke Zooms oder besser noch Festbrennweiten anschrauben.

In unserem Test der D700 waren dies das nur manuell fokussierende Zeiss Planar T* 1,4/50 mm, 1:1,4 für die Nachtaufnahmen, das immer noch lichtstarke Nikon AF Nikkor 35 mm 1:2 D für die Infrarot- und Gruppenaufnahmen und schließlich das AF DC-Nikkor 135 mm 1:2 D für die nun folgenden Portraits.

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Olympus E-420 Komachi Kit: Flachste DSLR-Ausrüstung der Welt

Die Olympus E-420 machte beim Erscheinen vor allem mit dem flachen Pancake-Objektiv und der Ledertasche von sich reden. Jetzt ist beides auch lieferbar – und zwar im Kit.

E-420 Still wood (Bild: Olympus)Die neuen Micro-Four-Thirds-Kameras ohne Spiegel wie die Panasonic Lumix DMC-G1 werden zwar sicher noch flacher und leichter, doch bei den DSLRs dürfte die Olympus E-420 mit dem superflachen Pancake-Objektiv noch eine Weile den Rekord halten.

Nur war das lange gar nicht lieferbar. Jetzt gibt es beide im Kit:

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Leica Noctilux-M 1:0,95/50 mm ASPH: Weltrekord in Lichtstärke

Blendenöffnungen von 1:1,4 oder 1:1,2 gelten schon als extrem. Nun liegt das Verhältnis mit dem Leica Noctilux-M 1:0,95/50 mm ASPH erstmals unter 1

Leica Noctilux-M 1:0,95/50 mm ASPHStanley Kubrick benutzte für seinen Spielfilm „Barry Lyndon“ ein enorm lichtstarkes Objektiv, das eigentlich von der NASA für den Einsatz im Weltraum entwickelt worden war.

Es bot eine Blendenöffnung unter 1:1. Das erlaubt nicht nur Aufnahmen unter extrem lichtarmen Bedingungen, sondern eine ebeson extreme Freistellung des Motivs.

Nun kommt etwas Derartiges erstmals als reguläres Kleinbild-Objektiv auf den Markt:

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Olympus E-520 Evolution Kit: 33-fach-Zoom mit Blitz

Vier Objektive, ein Blitz und eine DSLR mit Bildstabilisator für knapp 2000 Euro? Das ist ein limitiertes Set-Angebot für alle, die an der Olympus E-520 Interesse haben.

E-520 Evolution Kit (Bild: Olympus)Neue Kameras mit Wechseloptik hat Olympus auf der Photokina diesmal nicht präsentiert – von einem Prototypen der kommenden ersten Micro-Four-Thirds-Kamera einmal abgesehen, wobei Panasonic bereits ein fertiges Modell hatte.

Allerdings weitere Kompaktkameras – und einige Objektivkits. Das Interessanteste dürfte das Olympus E-520 Evolution Kit sein:

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