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«Doppelt Gesehen» hinter den Kulissen: Das doppelte Straßenschild

Für unser juriertes Leser-Fotobuchprojekt suchen wir derzeit Einreichungen, die für Euch das Thema „Doppelt Gesehen“ beschreiben, also Aufnahmen, in denen die Zahl Zwei eine Rolle spielt. Diesbezüglich haben mich ein paar Leser zu den Bildern privat befragt, die wir in den Materialien online benutzt haben. Vielleicht bekommt die/der eine oder andere von Euch dadurch ja Anregungen allgemein zu einem Fotoprojekt, oder Ihr habt etwas Ähnliches in Eurem Fundus, das Ihr zum Wettbewerb einschicken möchtet.

In diesem Beitrag: das doppelte Straßenschild.

World Wide Photo Walk 2014 in Columbus/Ohio - (c) Sofie Dittmann

World Wide Photo Walk 2014 in Columbus/Ohio – (c) Sofie Dittmann

Seit ein paar Jahren nehme ich aus Spaß an der Freude am World Wide Photo Walk teil. Man braucht natürlich keinen besonderen Tag oder Anlaß, um eine Fotospaziergang zu unternehmen, aber es ist irgendwo lustig, mit bis zu 50 Gleichgesinnten (und so viele waren es an dem Tag, an dem dieses Bild entstanden ist), auf einer vorgeplanten Route durch die Gegend zu pilgern. Manchmal, so wie bei diesem Walk, bringen Leute sogar ziemlich ausgefallene Ausrüstung mit: einer hatte einen Makroaufsatz dabei und machte die ganze Zeit extreme Makros, ein anderer zog einen Handwagen mit einer antiken Großformatkamera hinter sich her. Manche Leute nehmen Fotografie wirklich SEHR ernst, aber er hat mit Sicherheit auch bewußter fotografiert als viele der Leute mit DSLR. Weiterlesen

Erlebnisbericht: Worldwide Photo Walk 2015 (Teil 2) – Es gibt kein schlechtes Wetter

(Fortsetzung des ersten Teils: „Erlebnisbericht: Worldwide Photo Walk 2015 (Teil 1) – Wo darf’s denn hingehen?“)

Seit 2008 wird der World Wide Photo Walk von Kelby One ausgerichtet. Nach zwei Jahren als Walker war Autorin Sofie Dittmann dieses Jahr als Führerin dabei.

West Side Market

West Side Market, Ohio City, Cleveland/Ohio – (c) Sofie Dittmann

 

Das Backend des Photo Walks ist übersichtlich organisiert, und es gibt auch viele Informationen für diejenigen, die es trotzdem nicht schaffen durchzublicken. Man muß die Route nicht vorher vollständig festgelegt haben, eine Anfangsadresse genügt. Den Walk hinterher zu editieren ist etwas komplizierter, weil die Anleitung nicht ganz eindeutig ist. Auch andere Funktionen, die man sonst an WordPress und dazugehörigen Plugins schätzen gelernt hat, wirken hier etwas unausgegoren umgesetzt – Kommentarmoderation etwa. Ich bekam mittendrin mal eine Email eines Walkers, der sich beschwerte, er habe jetzt schon zig Kommentare in der Moderationsschlange hängen, warum sie nicht zu sehen seien. Ich konnte ihm nur antworten, ich sähe sie auch nicht, und habe mich folgerichtig bei den Administratoren (also Jennifer) beschwert. Jennifer schrieb lapidar zurück, die Kommentarfunktion für Walker sei nicht eingerichtet. Man bekommt eben geboten, wofür man bezahlt hat. Weiterlesen

Erlebnisbericht: 2015 World Wide Photo Walk (Teil 1) – Wo darf’s denn hingehen?

Seit 2008 wird der World Wide Photo Walk von Kelby One ausgerichtet. Nach zwei Jahren als Walker war Autorin Sofie Dittmann dieses Jahr als Führerin dabei.

West Side Market

West Side Market, Ohio City, Cleveland/Ohio – (c) Sofie Dittmann

Scott Kelby ist nicht nur der Photoshop- und Lightroom-Gott, er dominiert auch die englischsprachige Workshopszene zu diesen Themen. Ich selbst habe mir Photoshop vor Jahren mittels seiner nach Rezeptmanier aufgebauten How-to-Büchern angeeignet. Dementsprechend war ich etwas skeptisch, als ich vor etwas über zwei Jahren auf den Scott Kelby World Wide Photo Walk stieß. Was konnte es auch sonst sein, als eine perfide PR-Aktion von jemandem, der sowieso schon genug Geld gescheffelt hat?

2013 trug ich mich spaßeshalber für einen Photo Walk im Cuyhoga Valley in Ohio ein, um es einfach mal auszuprobieren. Die meisten unserer Leser, die mit der US-amerikanischen Pampa nicht vertraut sind, werden nicht genau wissen, worum es sich hier handelt. Cuyahoga Valley National Park ist erst seit 2000 ein Nationalpark; davor war das Gelände teilweise eine National Recreation Area, ansonsten ein Mischmasch an Bauernhöfen, Gemeinden und dem Towpath Trail. Außerdem gab es mehrere problematische Mülldeponien, die aber mittlerweile fast alle beseitigt sind.

Jedenfalls genießt das Gebiet wie erwähnt seit 2000 National Park Status, und das wurde unserem Walk im Jahr 2013 schlußendlich zum Verhängnis, denn im Oktober war die Regierung mit ihren Finanzen mal wieder am Ende, „Government Shutdown“ genannt auf amerikanisch, und deshalb der Park für Besucher gesperrt. Deshalb mußten wir kurzfristig auf einen städtischen Park in der Nähe von Cleveland ausweichen. Weiterlesen