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Gute Aussichten 2012/2013: Sieben Preisträger

Gute Aussichten 2012/2013: Sieben Preisträger wurden ausgewählt in der neunten Auflage des Wettbewerbs für die neue, die junge deutsche Fotografie.

Svetlana Mychkine – Zuckerblau. Foto Svetlana Mychkine, www.guteaussichten.org

Mit 108 Einsendungen aus 40 Hochschulen, Akademien oder Universitäten war das (private) Nachwuchsförderungsprojekt diesmal so gut bestückt wie nie vorher. Die Arbeiten der Preisträger werden nun zuerst in Herford ausgestellt.

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«Color»: Vom Kampf der Farbe um Anerkennung

Eigentlich ist sie selbstverständlich: die Farbe. Unsere Welt ist farbig. Wir sehen farbig. Gemalt wird – meist – farbig. Dennoch: In der Fotografie muss(te) sie schon sehr kämpfen, um sich gegen die Welt in Schwarz-Weiß zu behaupten. Die Berliner CWC Gallery präsentiert vom 15. September bis zum 1. Dezember eine Fotoausstellung, die nur ein Thema hat: «Color» – Farbe also.

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Polaroid Collection: Das Wiedergänger-Medium

Von Ansel Adams bis Andy Warhol haben sie alle das Polaroid für ihre fotografische Arbeit genutzt. Obwohl längst totgesagt – das Medium hält sich als Wiedergänger bis heute.

Oliviero Toscani: Andy Warhol with camera, 1974 © Oliviero Toscani.

Mit dem Konkurs von Polaroid stand auch die legendäre Sofortbild-Collection vor der Versteigerung. Immerhin konnten Teile davon erhalten werden und über 500 Beispiele sind nun in Düsseldorf ausgestellt.

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Amerikanische Fotografie: Die (beinahe) ganze Geschichte

Wer sich von modernen Klassikern der amerikanischen Fotografie gerne inspirieren lässt, findet in diesem Sommer in München sein Zentrum. Dort wird (beinahe) die ganze Geschichte seit den Sechzigern vorgestellt.

Garry Winogrand: Los Angeles, California, 1969 © Estate of Garry Winogrand

Wir haben hier bei fokussiert.com die amerikanischen Klassiker schon verschiedentlich vorgestellt – von Lee Friedlander über William Eggleston bis jüngst zu Lewis Baltz. Die Münchner Pinakothek der Moderne führt sie nun (beinahe) alle in einer Ausstellung unter dem Titel „True Stories“ – wahre Geschichten – zusammen.

Das zentrale Interesse dieser seinerzeit jungen Fotografen, die sich seit den späten Sechzigerjahren mit der amerikanischen Lebensrealität auseinandersetzten, galt der American Social Landscape, wie die Pinakothek zur Ausstellung mitteilt. Sie entwickelten neuartige Stilmittel zwischen subjektiver Weltsicht, analytischer Bestandsaufnahme und konzeptuellen Strategien, die wir als „amerikanische“ Bildsprache empfinden. Die einen – wie Lee Friedlander, Garry Winogrand, Robert Adams oder Larry Clark blieben der Schwarzweißfotografie verpflichtet. Andere wie William Eggleston und Stephen Shore haben die Farbfotografie als künstlerisch eigene Ausdrucksform vorangetrieben. Die Ausstellung führt rund 130 Werke zusammen und spannt einen weiten Bogen: von der subjektiven Straßenfotografie der Sechziger und den sachlichen Landschaftsstudien der  New Topographics über die konzeptuellen Arbeiten von John Baldessari und Dan Graham bis zu dem erst vor wenigen Jahren entstandenen New York-Zyklus von Zoe Leonard.

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Lewis Baltz: Vom Menschen gestaltete Landschaft

Lewis Baltz kennen wir als Vertreter der „New Topographics“, von „Park City“ und anderen Projekten in strengen, schwarzweißen Fotografien. Später wandelte sich seine Bildsprache.

Lewis Baltz: Anechoic Chamber, France Télécom Laboratories, Lannion, France, 1989-1991. Aus der Serie 89/91 Sites of Technology © Lewis Baltz, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Seit den Neunzigerjahren benutzt Lewis Baltz Farbe und erstellt großformatige Einzelbilder. Aber immer geht es um die vom Menschen gestaltete, veränderte oder zerstörte Landschaft.

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Road Atlas: Spurensuche und Anregung

Was macht die Faszination der Straßenfotografie aus? Was unterscheidet sie vom reinen Schnappschnuss? Was macht aus dem Schnappschuß Kunst? Der Bildband «Road Atlas – Straßenfotografie von Helen Levitt bis Pieter Hugo» (Hirmer Verlag) widmet sich diesen Fragen.

Die Straßenfotografie ist Fotografie in ihrer wohl ursprünglichsten Form. Denn – so der einleitende Essay von Freddy Langer – Louis Jacques Mandé Daguerre machte seine ersten fotografischen Versuche, indem er 1838 seine Kamera auf den Pariser Boulevard du Temple richtete. Das Ergebnis:

[photos title=“«Road Atlas – Straßenfotografie von Helen Levit bis Pieter Hugo»“]
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New Topographics: Neuer Blick auf die Landschaft

Diese Ausstellung hat die künstlerische Fotografie verändert: „New Topographics“, eine neue Sicht auf die Landschaft, die vom Menschen gestaltete Landschaft.

Robert Adams: Tract Housing, North Glenn and Thornton, Colorado, 1973, George Eastman House collections © Robert Adams, courtesy of Fraenkel Gallery, San Francisco, and Matthew Marks Gallery, New York

Die jungen Fotografen der Siebzigerjahre wandten sich vom Erhabenen ab und der Alltagsumwelt zu. Die Ausstellung „New Topographics“ vereint Leute wie Stephen Shore, Lewis Baltz oder die Bechers, wurde 1975 erstmals gezeigt, 2009 rekonstruiert und ist gerade in Köln zu sehen.

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Stephen Shore und Düsseldorf: Die Geschichte vom roten Bulli

Stephen Shore und die Düsseldorfer Schule der Bechers – das hängt näher zusammen als gedacht. Nicht nur im Fall des roten Bulli.

Stephen Shore: Church Street and Second Street, Easton, Pennsylvania, June 20, 1974, (c) Stephen Shore, Courtesy 303 Gallery New York

Eine große Ausstellung im Düsseldorfer NRW-Forum zeigt diese Zusammenhänge auf. Ausgestellt sind neben Stephen Shore die Bilder von Bernd und Hilla Becher (Affiliate-Links) und deren Schüler aus ihren Düsseldorfer Klassen. Weiterlesen

Brian Ulrich: Stätten des Konsums

Dark Stores, Dead Malls und Ghostboxes – das sind Begriffe für leerstehende Einkaufsflächen. Der Amerikaner Brian Ulrich fotografiert die verlassenen Stätten des Konsums.


brian_ulrich1.jpg

George Bush hatte nach dem 11. September 2001 die Amerikaner aufgefordert, durch kräftigen Konsum die Wirtschaft zu stärken und so Treue zum Heimatland zu zeigen. Das war Anstoß für Brian Ulrichs Fotoprojekte.

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Saul Leiter: Die Farben des Malers

Saul Leiters frühe und wunderbare Farbfotografien sind jetzt erstmals in Deutschland zu sehen – in München.

Saul Leiter: Snow, 1960 © Saul Leiter, courtesy Galerie f5,6 MünchenDer heute 86-jährige Amerikaner Saul Leiter begann Ende der Vierzigerjahre mit der Farbfotografie, als das noch als „Low Art“ galt und bestenfalls für die Werbung gut genug war. Ursprünglich war er Maler.

Bis heute haben Saul Leiters Arbeiten eine Sonderrolle in der Farbfotografie: Die Farbigkeit zeugt eher von malerischem Einsatz als von fotografischen Mitteln. Sicherlich spielt dafür sein künstlerische Herkunft aus der Malerei eine wesentliche Rolle. 1946 nach New York gezogen, stellte er als Maler mit Abstrakten Expressionisten wie Willem de Kooning aus.

Obwohl Leiter bereits 1948 begann in Farbe zu fotografieren, wurden 1953 zunächst nur seine schwarz-weiß Arbeiten im Museum of Modern Art MoMA ausgestellt. Erst 1957 folgten seine Farbarbeiten, wenngleich auch nur als Diashow unter dem Titel „Experimental Photography in Color“. Die „frühen“ Farbfotografen wie William Eggleston, Stephen Shore oder Joel Sternfeld schafften ihren Durchbruch erst Ende der Siebziger-, Anfang der Achtzigerjahre. Siehe den Beitrag bei fokussiert.com: Neue Farbe für das Land.

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