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Fassaden-Stilleben: Pastellfarbene Geometrie

Ein Blick nach rechts und links lohnt sich immer. Auch wenn man wegen etwas ganz anderem unterwegs ist.

© Pascal Reis
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Pascal Reis). – Canon EOS 400D – 1/80s – f/7.1 – ISO 100 – 31mm

Kommentar des Fotografen:

Auf einer Hochzeitsreportage in Italien habe ich auch die Aufgabe gefasst, das Heimatdorf zu portraitieren. Dieses alte Bergdorf hatte viele alte Häuser, aber diese Fassade hat es mir angetan. Der Wechsel der Farben, die abstrakt verlaufenden Treppen und die vielen Unstimmigkeiten (alle Fenster und Türen sind komplett verschieden) machen für mich das Bild interessant.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Pascal Reis:

Schöne Stilleben zu erkennen, ist gar nicht so einfach. Hier ist es gelungen: Nicht nur überzeugt die Symmetrie, sondern auch die ausgewaschenen Pastellfarben an den Wänden. Insgesamt ergibt sich dadurch ein sehr ruhiges, entspanntes Bild.

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Stilleben: Flacher Bildeindruck

Diesem an sich schönen Motiv fehlt die Spannung, die man mit einer anderen Position der Gegenstände zueinander, Seitenlichtund einer tieferen Aufnahmeperspektive hätte erzeugen können.

Daniel Reichardt: Bis einer heult
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Reichardt). – Digital CAM – 1/5s – f/2.8 – ISO50 – 6.2mm

Kommentar des Fotografen:

„bis einer heult“ – Bowlingball und Pin, auf blauem Ölfilz. ursprünglich knallbunt, die Farben haben in’s Auge gebissen. Farbinformationen mit Photoshop verworfen und etwas Sepia reingebracht, so wirkt es weniger aufdringlich.

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Daniel Reichardt:

Da es sich um einen ganz alten Kegel und eine alte, abgenutzte Kugel handelt, passt das Sepia hier, finde ich, sehr gut. Nun habe ich lange überlegt, was mir an diesem Foto fehlt:

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Foodfotografie: Fehlende Würze

Spontane Küchenfotografie resultiert meist mehr in Stillleben denn in „Foodfotografie“. Dabei sollte der erste Impuls – „wow, diese Farben“ – kompromisslos umgesetzt werden. Alles andere verlangt mehr Planung – und Zeit.

Manuel Reinhard
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Manuel Reinhard). – Canon PowerShot G7 – 1/50s – f/2.8 – 7.4mm (35mm)

Kommentar des Fotografen:

Spontan sind mir beim Kochen in der schlecht beleuchteten Küche die interessanten Farbkombinationen aufgefallen, die da so rumstanden. Also hab ich meine Kamera gezückt und ein paar Mal abgedrückt. Im Nachhinein würde ich das störende Rezept natürlich entfernen… hingegen ist es auch ein bisschen Ausdruck von «Work in Progress», oder?

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Manuel Reinhard:

… diese Aussage bekommt bei dem Foto noch mal eine ganz andere Bedeutung. Es sind die Zutaten, die eine Komposition beeinflussen – und einem auch den Appetit verderben können.

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