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Schnappschuss statt Serie

Serien sind wie Sahne auf der Torte. Eine gute Serie vermag es, dem gelungenen Einzelbild durch das Hinzustellen weiterer gelungener Einzelbilder einen roten Faden zu verleihen, der jedes Foto noch intensiver wirken lässt. Das setzt jedoch voraus, dass dieser „rote Faden“ auf dem Bild inhaltlich oder kompositorisch erkennbar ist.

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Leserfoto: Klick für Vollansicht (© lucas  ziegler).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist ein Teil einer Bildstrecke/Streetphotogr. zum Thema Kältewelle in Zürich.

Ich wollte Menschen, die bei diesen tiefen Temperaturen unterwegs waren, bildnerisch festhalten um in einem Gesamtbild (siehe Homepage)die Stimmung dieses Tages in Zürich wiedergeben zu können.

Ich habe diese Bild augewählt, da die 3 Personen zwar zusammen waren, gedanklich dennoch für sich standen. Des Weiteren finde ich die Herkunft der Menschen interessant. Es war offensichtlich, das die Personengruppe aus dem Ausland stammte und sich zwangsweise an das neue Umfeld (Temperatur) gewöhnen musste.

Über konstruktive Kritik und Tipps würde ich mich sehr freuen.

Blende 1.8
Verschlusszeit 250
(Bin mir nicht mehr ganz sicher)

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von lucas ziegler:

Serien sind wie Sahne auf der Torte. Eine gute Serie vermag es, dem gelungenen Einzelbild durch das Hinzustellen weiterer gelungener Einzelbilder einen roten Faden zu verleihen, der jedes Foto noch intensiver wirken lässt. Das setzt jedoch voraus, dass dieser „rote Faden“ auf dem Bild inhaltlich oder kompositorisch erkennbar ist.

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Wim Wenders: Wenders‘ Welt

Wim Wenders ist nicht allein Regisseur. Er fotografiert auch – auf seinen vielen Reisen rund um den ganzen Erdball.

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Wim Wenders: Street Corner Butte, Montana, 2003 c-print 186 x 224 cm. Courtesy Wenders Images

Merkwürdige und stille Orte sind es, die Wim Wenders auffallen und interessieren. „Wenders‘ Welt“ sehen wir aktuell in Hamburg unter dem nämlichen Titel: „Places, strange and quiet“.

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Strassenfotografie: Der Geschichte Raum geben

Strassenfotografen versuchen in der Regel, Szenen aus dem realen Leben zu finden, die sich in einem Bild wiedergeben lassen und dabei einen ganzen Handlungsstrang insinuieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jens Franke).

Kommentar des Fotografen:

Eine ältere Dame auf der Suche nach Leergut in den Strassen von Stuttgart. 1/50 f/1.8

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Jens Franke:

Eine ältere Frau mit Kopftuch in roter Jacke geht von links nach rechts fast formatfüllend durch dieses Bild. Sie trägt eine grüne Plastik-Netz-Einkaufstasche mit undefinierbarem Inhalt – vielleicht Plastiktüten. Im Hintergrund, offenbar einer Strassenecke, sind in der Unschärfe andere Menschen auszumachen.

Strassenfotografie heisst so, weil sie auf der offenen Strasse statt im Studio stattfindet.

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Strassenfoto: Situationen vorhersehen

Street oder Strassenfotografie ist nicht gleich Schnappschuß. Effektive Fotos sehen Situationen vorher, erzählen Geschichten.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Max Denzer).

Kommentar des Fotografen:

Hallo, aufgenommen habe ich das Photo im Sommer auf Gomera. Ich musste schnell reagieren, bevor die Muslimin hinter der Ecke verschwand, und habe in der Eile die Füsse abgeschnitten. Dennoch ist es mein Lieblingsphoto aus diesem Urlaub. Man kann es abstrakt lesen, als Muster, oder aber auch als Kommentar zur Stellung vieler muslimischer Frauen in der Öffentlichkeit. Eure Kritik würde mich sehr interessieren.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Max Denzer:

Die von mir vielzitierte Helen Levitt war eine Meisterin der Straßenfotografie. Über Jahrzehnte hinweg hat sie unzählige Bilder von New York geschossen. Diese sind zum Teil unscharf oder haben andere technische Mängel, über die man aber hinweg sehen kann, weil die Fotos an sich so gut getroffen, so einprägsam sind.

Gute Straßenfotografie sieht Situationen vorher:

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Stadtschnappschuß: Auch Spontanfoto braucht Finesse

Egal, wie das Foto entstanden ist – auch ein spontanes Bild darf nachbearbeitet werden, insbesondere, wenn es unter nicht idealen Lichtbedingungen entstanden ist. Das tut dem spontanen Charakter keinen Abbruch.

[textad]Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sabina Schöfer).

Kommentar des Fotografen:

Diese Aufnahme entstand bei einem meiner Fotoexcursionen in Berlin. Hier bin ich in einem Hinterhof in der Brunnenstr. hinein. Alles war voller interessanter Graffiti und auch dieser Aussage: Kein Fotos im Hof und keine Touristen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sabina Schöfer:

2009 bin ich mit meinem Sohn zwei Wochen durch Berlin gepilgert, und die ganze Zeit haben wir praktisch nur Graffiti fotografiert. Berlin ist ein Dorado in dieser Hinsicht, wenn auch die betroffenen Hausbesitzer sich meiner Meinung wohl nicht anschließen würden. Dieses Graffiti wäre denn auch für uns mehr als verführerisch gewesen, insbesondere mit der Ironie der Aufforderung, keine Fotos im Hof zu machen.

Fotos dieser Art haben, genauso wie Streetphotography, einen spontanen Charakter – genau das macht den Reiz einer Fotoexkursion ja aus:

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Streetfoto in Schwarzweiß: Manchmal ist gar keine die beste Nachbearbeitung

Bei einem Straßenfoto zählt die Aussage mehr als die Technik. Das macht zwar technische Mängel nicht automatisch wett, aber wenn diese vorhanden sind, tun sie dem Bild auch nicht automatisch Abbruch.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dominik Baur).

Kommentar des Fotografen:

Ich bin für eine Projektarbeit auf der Suche nach diversen Gegenlichtsituationen, mich faszinieren diese extremen Kontraste zwischen hell und dunkel, welche auch auf diesem Foto deutlich zu sehen sind. Wichtig ist mir auch, das meine Bilder nicht gestellt sind, sondern so auf der Strasse vorgefunden wurden. Dieses Bild entstand an einem Abend auf meiner Fototour in Zürich; ich sah diese Lichtsituation und wartete auf den passenden Moment. Die Person und deren Schatten geben dem Bild eine gewisse Tiefe.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Dominik Baur:

Bei diesem Bild kam mir unwillkürlich „Der Dritte Mann“ in den Sinn. Du hast hier viel Stimmung eingefangen, und das hielt mich im Bild fest. Da es sich um eine Gegenlichtsituation handelt, ist es nicht schlimm, daß Teile des Bildes schwarz wegsumpfen – es trägt für mich zum Charakter des Fotos bei.

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