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Bewegtzoom: Technik allein ist nicht alles

Gelerntes anzuwenden ist ein guter Weg zum besseren Bild, doch sich nur auf die Technik zu konzentrieren, bringt noch kein gutes Bild hervor.

[textad]Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Wolfgang Müller-Bertran).

Kommentar des Fotografen:

Wurde bei einem Fotokurs im Studio von mir gemacht, mit Dauerlicht und zoomen beim belichten.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Wolfgang Müller-Bertran:

Der Besuch verschiedener Fotokurse und – workshops ist durchaus anzuraten. So wie Wolfgang uns hier zeigt, bekommt man immer neue Impulse und die Gelegenheit, das Neue gleich anzuwenden.

Bei diesem Porträt im Studio wurde nun die Technik des Zoomens bei der Belichtung gezeigt. Dies ist ein ganz guter Effekt, um statischen Motiven Dynamik und Leben einzuhauchen. Ob es bei Studioportraits unbedingt nötig ist, sei dahingestellt, aber im Studio ist es auf jeden Fall gut zu üben:

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Werner Bartsch: Wüstenvögel

Ausrangierte und zwischengeparkte Flugzeuge in der Wüste: Der Hamburger Fotograf Werner Bartsch hat die „Desert Birds“, die Wüstenvögel inszeniert wie Skulpturen.

[textad]Werner Bartsch: Cockpit, 2009

Die Flugzeuglagerplätze im Südwesten der USA sind normalerweise streng abgeschottet. Für Werner Bartsch öffneten sich die Tore. Wir sehen die Bilder aktuell in Hamburg.

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Lichtspiel Industrieabstraktion: Mit Geduld und Sehen

Wenn das Motiv stimmt und die Fotografin auf die beste Lichtsituation wartet, lässt sich mit der billigsten Kamera ein tolles Bild schiessen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Ute Schmidt).

Kommentar der Fotografin:

Das Motivmotto „von oben“ eines Berliner Fotowettbewerbs führte zu diesem Bild – kombiniert mit meinem aktuellen Faible für „Lichtbilder“ im Wortsinn. Entstanden ist das Foto an einem sonnigen Mainachmittag in Berlin, Kamera: Canon Powershot A610. Ich hatte das Gebäude mit der Treppe bei einem Abendspaziergang entdeckt, als Motiv „im Auge“ und musste wegen des gewünschten Licht- und Schattenspiels einige Wochen auf einen sonnigen Tag warten.

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Schaufelradbagger: Die Story im Bild

Exotische Technik in Schwarz-Weiss, in Verbindung mit Landschaft und Mensch: In diesem Bild steckt alles.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Rosemarie Pawlitte).

Kommentar der Fotografin:

Der größte Schaufelradbagger der Welt ist im Moment in Tagebau Garzweiler eingesetzt. So gut ich konnte habe ich versucht eine Verbindung herzustellen, indem die Kühltürme im Hintergrund zu sehen sind. Reicht das für die Bildaussage “ Einsatz im Tagebau “ – Oder ein neuer Versuch, von einem anderen Standpunkt aus?? Wichtig war mir bei dem Bild auch, dass Grössenverhältnis darzustellen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Rosemarie Pawlitte:

Das Rad eines gigantischen Schaufelradbaggers ist im harten Kontrast einer hoch stehenden Sonne in diesem Schwarz-Weiss Bild zu sehen. Vor dem Schaufelrad steht ein Mann in etwas ratloser Haltung, in Jackett und nicht in einem Outfit, das hierher passen würde. Links hinter dem Schaufelrad sind Kühltürme einer Industrieanlage zu sehen.

Ein Bild, in dem alles drinsteckt:

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Lokomotiv-Porträt: Der Tiefe Raum geben

Die Telefotografie bietet sich an, um Objekte in der Raumtiefe zu zeigen – wozu man ihnen den nötigen Platz einräumen sollte.

[textad]

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Hömske).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich aufgenommen, weil ich mich sehr für Lokomotiven interessiere und ich beruflich auch damit zu tun habe. Diese Aufnahme entstand in einer kurzen Arbeitspause und musste ohne große Vorbereitung abgelichtet werden.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Hömske:

Eine Lokomotive der Deutschen Bahn steht vor einer leichten Gleiskurve vor einem Güterzug inmitten anderer Züge. Die rote Front der Lok füllt den Bildausschnitt der Telefotografie weitgehend aus. Im Vordergrund sind in der Unschärfe die Geleise zu erkennen, auf denen die Lok wahrscheinlich dicht am Fotografen vorbeirollen würde.

Die Aufnahme mutet ein bisschen an wie ein Porträt einer Lokomotive:

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Setzlingsfeld mit Drohwolken: Behutsames HDR

Wenn ein Effekt das Motiv erdrückt, wird ein Foto zur Effekthascherei. Wenn ein Effekt, in diesem Fall HDR, behutsam benutzt wird, kann er das Motiv jedoch unterstützen und sinnvoll verbessern.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Hans Niemietz).

Kommentar des Fotografen:

Gesehen von der A9 aus kurz vor Lobenstein-Thüringen. Blick vom Auto aus sehr spektakulär. Standpunktsuche auf der Rückfahrt war sehr schwierig, da das Gelände unmittelbar an der Autobahn nicht zugänglich war.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Hans Niemietz:

HDR steht für High Dynamic Range und ist eine Technik, die es Fotografen ermöglicht, Fotos mit einem Kontrastumfang zu erstellen, den heutige Kamerasensoren üblicherweise nicht gleichzeitig aufnehmen können.

Auch das Bild von Hans Niemitz benutzt diese Technik, bzw. simuliert sie nur:

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Fotografie als Hobby: Die vierte Dimension

Fotografie ist, nüchtern betrachtet, ein simpler Vorgang. Warum also sind wir so fasziniert vom Knöpfedrücken? Weil wir mehr lernen können als bei irgendeiner anderen Tätigkeit.

Mit Dokumentation fängt es an... (© PS)

Er wisse doch gar nicht, was er eigentlich wolle, klagte ein Freund kürzlich , dessen Leben durch die Trennung von Frau und Kindern auf den Kopf gestellt worden ist: Vorher hatte sich alles um Familie und Job gedreht. „Ich brauche etwas anderes“, sagte er.

Ich begann nachzudenken, welche Dinge denn in meinem Leben eine grosse Rolle spielen – und warum.

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Autofokus: Das Defokus-Problem

Der Autofokus wird in Verbindung mit Seriefeuer und dezentralen Motiven bisweilen zum Spielverderber. Ein Plädoyer für manuelle Einstellungen. Und eine Lösung füpr ein technisches Problem.

Dieser Text wurde überarbeitet. Ich danke für die Hinweise aus der Leserschaft (siehe Kommentare).
Drei Bilder aus einer halben Sekunde: Klick für Legende

[hide] Autofokus (Peter Sennhauser)Autofokus (Peter Sennhauser)Autofokus (Peter Sennhauser) [/hide]Grade noch habe ich zu Serienbelichtungen geraten. Und jetzt muss ich, konsequenterweise, darauf hinweisen, dass es bei der Nutzung des Schnellfeuer-Modus zu unerwarteten Resultaten kommen kann. Der Autofokus entwickelt nämlich, wenn man ihn nicht ausdrücklich bändigt, bisweilen ein lästiges Eigenleben.

Es folgt ein Plädoyer für manuelle Einstellungen, sowohl von Schärfe als auch Belichtung. Der Unterschied zu andern solchen Pladoyers besteht darin, dass ich erkläre, warum die manuellen Einstellungen besser funktionieren als die tolle Elektronik der Kamera (auf die ich übrigens keineswegs verzichte):

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24 Stunden: Mittendrin

St. Moritz, Schweiz; Füssen, Deutschland; Peking, China; Hebron, Israel. (Klick für Vollansicht. Bilder Keystone)

Sonntagsmix: Bilder, in denen man drin zu stehen glaubt. Fotografische Technik vom tatsächlichen drinstehen übers Mitziehen bis zum Auszoomen.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.[hide]Skifahrer fahren am Samstag auf dem Skigebiet von Corviglia - Marguns oberhalb von St. Moritz eine ChilloutRiding Piste hinunter. Der Fotograf scheint mitgefahren zu sein. (Keystone / Giancarlo Cattaneo)Gefrorener Wasserfall in der Poelat-Schlucht bei Fuessen. Der Fotograf hat sich mit Weitwinkel mitten in die Eiszapfen gestellt. (Keystone / EPA / Karl-Josef Hildenbrand)Kimberly Derrik (vorne) aus den USA und Stephanie Bouvier aus Franbkreich im Duell auf dem Eisschnellauf-Shorttrack in Peking. Der Fotograf hat sehr sauber mitgezogen. (Keystone / AP / Diego Azubel)Ein kleiner Junge rennt durch den leeren Markt von Hebron. Meine Theorie der Bewegungsunschärfe: Der Fotograf hat mitgezogen, vor allem aber während der Aufnahme ausgezoomt. (Keystone / AP / Muhammed Muheisen)Bild[/hide]

Fotografieren an den olympischen Spielen: Hürden der Sportfotografen

Das Foto-Team von Newsweek bloggt über die Erfahrungen an den olympischen Spielen – mit unzähligen „anderen“ Bildern und vielen Einblicken in den Job der Sportfotografen.

Zu sehen, wie die Fotografen hunderte von ferngesteuerten Kameras einrichten, ist geradezu komisch: Newsweek-Fotograf Vincent Laforet publiziert Einsichten in den Job der Olympia-Fotografen in Wort und vielen Bildern.

„Zu sehen, wie die Fotografen hunderte von ferngesteuerten Kameras in Serie einrichten, ist geradezu komisch. Die Fotografen stellen den Fokus jeder Kamera ein, nehmen letzte Detaileinstellungen an der Komposition zur vollständigen Perfektion vor – und irgendwann wird ein anderer Fotograf unweigerlich über eine der Installationsschienen stolpern, und zwei Dutzend Kameras müssen wieder neu eingestellt werden. Es ist vollkommen verrückt, glaubt mir… „

Newsweek-Fotograf Vincent Laforet und seine Kollegen Mike Powell und Donald Miralle schreiben eines der interessantesten Olympia-Fotoblogs, die derzeit zu verfolgen sind:

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