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Mittelaltergebälk: Linien, Flächen – Tonwerte!

Wenn das Licht mit Strukturen und Linien spielt, sammeln sich Gelegenheiten für Motive. Sie richtig zu inszenieren ist eine Herausforderung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Grosse).

Kommentar des Fotografen:

Der Dachstock des oktagonalen Taubenschlags auf dem Anwesen des Chateau Fins in Frankreich. Einer der letzten gut erhaltenen Taubenschläge, welche von der französischen Revolution verschohnt blieben. Mir gefiel erstens der majestätische Bau und die Tonwerte welche sich durch das einfallende Licht im Gebälk bildeten. Deshalb habe ich das Bild auch in schwarz-weiss eingesendet. Zu dem gefallen mir die sich wiederholenden Symmetrien und die strahlenförmig auslaufenden Stützbalken. Ich freue mich über eure Bildkritik! PS: in PS Kontrast erhöht und wenig Fülllicht zugefügt

Peter Sennhauser meint zum Bild von Andreas Grosse:

Ein Gewirr aus Balken, die eine Kuppel (Achteck) bilden, sind in dieser Schwarzweiss-Aufnahme zu sehen. Das Kuppeldach scheint von einer redundanten Konstruktion getragen zu werden – den Mittelgrund des Bildes macht eine Balkenkonstruktion im unteren rechten Bilddrittel aus, die dem Kern der hoch darüber zusammenlaufenden Balken in der Struktur ebenso wie im Bild nahe liegt.

Die Aufnahme ist geprägt von den zusammenlaufenden Linien des Dachgebälks, das in allen Tonwerten des relativ spärlichen Lichts sichtbar ist:

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Licht und Schatten: Stahlträger ohne Zwischentöne

Tote Materie lebendig zu visualisieren, erfordert Fingerspitzengefühl und ein Gespür für Grautöne. Hier ist das Licht noch etwas zu wild im Foto verteilt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Lasse Müller).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde am 25.02.2010 in der nähe des Bahnhofes in Pasila (Helsinki) aufgenommen (Stativ, 30 sek., Blende 1:25). Abgebildet sind mehrere parallel verlaufende Eisenbahnbrücken die aus der „richtigen“ Perspektive diese interessante Verschränkung von Stahlträgern ergeben. Das Motiv ist mir besonders aufgefallen, da die Träger teilweise durch die an der Bahnstrecke befindliche Lichter angestrahlt werden und dadurch wie auf einer Bühne inszeniert wirken. Die lange Belichtungszeit wurde bewusst gewählt um die „urbanen Elemente“ im Hintergrund mit einzubeziehen. Ich habe das Bild beschnitten, aufgehellt und die Farben reduziert um die Strukturen noch stärker zu betonen. Ich bin gespannt auf das Feedback!

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Lasse Müller:

Ein Foto kann auf mehreren Ebenen wirken. Es kann beispielsweise das „Form“-Auge durch Symmetrie oder Muster anregen, ein Bild kann Gefühle auslösen, vor allem etwas über den Fotografen aussagen oder eine Geschichte erzählen.

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