Alle 38 Artikel von Gastautor auf fokussiert.com:
Ein Stativ bremst den Fotografen, es sorgt für Ruhe und eine feste Routine bei der Komposition – einige weitere Argumente für das Dreibein, das jeder Landschaftsfotograf mit sich rumschleppen sollte.
Profi Gary Hart ist Spezialist für Landschaftsfotografie und Instruktor

Lupine. © Gary Hart
Das wichtigste Argument dafür, warum eine Landschaftsfotografin nie ohne Stativ unterwegs sein sollte, ist die Kompromisslosigkeit bei der Bildqualität – nur wenn Du die richtige Blende für Deine Komposition wählen kannst, hast Du eine Garantie für die beste Bildqualität. Das haben wir im ersten Teil dieses Stativ-Argumentariums geklärt.
Aber es gibt noch mehr Gründe, warum ein ernsthafter Landschaftsfotograf nicht ohne das Dreibein in die Gegend zieht.
Nehmen wir als erstes die zusätzliche Kontrolle, welche das Stativ beim kreativen Prozess der Komposition ermöglicht.
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Kein Teil des Equipments eines Landschaftsfotografen hat grösseren Einfluss auf die Bildqualität als der unbequemste: Das Stativ.
Gary Hart ist Landschaftsfotograf und Workshop-Instruktor in Kalifornien

El Capitan spiegelt sich im Wasser des Merced River. Yosemite, USA, © Gary Hart
Du spazierst gegen Sonnenuntergang den Ufern des Merced im Yosemite Nationalpark (lies: Jo semitti) entlang, als sich plötzlich ohne Warnung der mächtige El Capitan aus einer Wolkenwalze befreit; zu deinen Füssen mischt sich eine kristallklare Spiegelung der Szene mit den Granitblöcken im Wasser. Die Kamera ans Auge hebend, findest Du schnell heraus, dass eine Komposition bei 30mm Querformat am besten funktioniert.
Aber um den Capitan und den Vordergrund scharf zu halten, brauchst Du Blende 16:
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Von Kindern im Asyl erzählt Thomas Epping in seiner Abschlussarbeit an der ecosign/Akademie für Gestaltung.
Gastbeitrag von “Flare“
Zwei Monate lang hat Thomas Epping, Jahrgang 1983, einen Sozialarbeiter begleitet, der sich um Roma-Flüchtlingskinder in Köln kümmert. Das Ergebnis seiner Abschlussarbeit sind intime Portraits und Einblicke in das Leben von Flüchtlingsfamilien in Deutschland, ohne plakative Sozialromantik oder langweilige Klischees.
Gesucht: Top Ten
Nachwuchs-Fotografen
Das Online-Magazin Flare sucht in einem Wettbewerb die zehn besten Nachwuchs-Fotografinnen und Fotografen – vorschlagen kann sich jeder und jede selber, man kann aber auch Leute nominieren: Flare sucht die Top Ten unter 30.
Wir zeigen eine Auswahl der insgesamt 50 Bilder umfassenden Arbeit. In den ersten Tagen seiner Fotoreportage ließ Thomas die Kamera oft zu Hause, um zunächst das Vertrauen der Familien zu gewinnen. Das hat sich, wie die vertraut wirkenden Aufnahmen zeigen, mehr als ausgezahlt.
Geholfen hat dabei auch, dass der Sozialarbeiter Tihomir D., selber in den siebziger Jahren aus Serbien eingewandert, sich bereits seit Jahrzehnten um Flüchtlingskinder kümmert.
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David Kaplan bricht eine Lanze für die Anwendung von HDR, wo immer es einen Gewinn für das Bild bringt. Und das kann sogar bei einer einzelnen Aufnahme in RAW der Fall sein.
Von David Kaplan

Zweimal das gleiche Bild von der Kalifornischen Küste am Highway 1- hier so, wie es aus der Kamera kam... (Klick aufs Bild für volle Grösse mit Legenden)

...und das gleiche Bild, ein einzelnes RAW, bearbeitet mit Exposure Blending (© David Kaplan)
Mittlerweile ist HDR (High Dynamic Range) oder DRI (Dynamic Range Increase) wohl den meisten Fotografen ein Begriff. Die Technik dient in allererster Linie dazu, Szenen mit sehr hohem Kontrastumfang ansehnlich in ein Bild zu bekommen. Und das geht auch mit einem einzelnen RAW-Bild, wie wir hier sehen und gleich im Detail erörtern werden:
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Was hat sich am fotografischen Prozess durch die neue Technik geändert? Betrachtungen anlässlich einer Ausrüstungs-Kleinmesse.
Jedes Jahr lädt mein Fotohändler Calumet zu einer Hausmesse ein, um Fotografen die Möglichkeit zu geben, die digitalen Objekte ihrer Begierde in die Hand zu nehmen. Verschiedene namhafte Marken zeigen, was sie neues gezaubert haben oder seit Jahren schon anbieten. Im Gespräch mit den Vertretern von Nikon und Canon versuchte ich herauszufinden, ob deren Kameras heute etwas können, das mit Film nicht möglich war:
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An den grundsätzlichen Weisheiten der Standardwerke der Fotografie wie Feiningers Fotolehre hat sich nichts geändert – und an der Kritik, wonach bessere, einfachere Technik nicht unbedingt mit mehr künstlerischer Qualität einhergeht, auch nicht.
Als ich mein Bücherregal nach geeigneter Literatur durchsah, um mich für diesen Artikel inspirieren zu lassen, bemerkte ich zwei Dinge: Ich beschäftige mich seit 25 Jahren mit der Fotografie, und das Buch, aus dem ich am meisten gelernt habe, ist 48 Jahre alt. Meine Anfänge und die Veröffentlichung von Andreas Feiningers Hohe Schule der Fotografie liegen also in analoger Vorzeit.
Die erste bezahlbare Digitalkamera, die ich benutzte, kam vor zehn Jahren auf den Markt – die Nikon D1. Was hatte sich verändert? Ernsthaft fotografieren konnte man mit der D1 nicht, die Auflösung reichte höchstens für Experimente, wie zusammengesetzte QuickTime VR Panoramen, bei denen der Aufwand des Scannens der vielen einzelnen Aufnahmen vom Kleinbildfilm sehr groß war. Also ein kleiner Fortschritt für die Bildproduktion damals und eine Explosion heute: Die Menge der geschossenen und digital veröffentlichten Bilder hat sich im letzten Jahrzehnt vervielfacht.
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Berlin ist mehr als einen Schnappschuss wert. Ein gutes Bild in einer Serie zum Beispiel.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Markus Mayer).
Kommentar des Fotografen:
Aufgenommen habe ich das Bild abends am Alexanderplatz in Berlin; Es ist aus der Hand mit einer Brennweite von 20mm aufgenommen. Ursprünglich wollte ich noch mehr von der Treppe zeigen, habe mich dann später aber doch für einen quadratischen Beschnitt entschieden; So “fehlt” etwa die Hälfte des ursprünglichen Bildes. Die aufgrund des Aufnahmewinkels stürzenden Linien habe ich ebenfalls nachträglich korrigiert. Gereizt hat mich an dieser Szene die Tristheit des Plattenbaus, die dennoch durch die unterschiedlichen Fenster und die beiden fast vorsichtig aufgehängten, farbigen Flaggen unterbrochen wurde. Diese sind wohl noch Überbleibsel der Fußball-Europameisterschaft gewesen.
Profi Horst Kloever meint zum Bild von Markus Mayer:
Nein, ich möchte nicht in die Diskussion über die deutschen Fahnen im öffentlichen Raum einsteigen, die ich mir auf deinem flickr stream durchgelesen habe. Dein Bild ist gut – super ist, dass es eine solche Kontroverse auslösen kann. Was mir nicht gefallen hat, ist wie das Bild unter vielen, vielen belanglosen Schnappschüssen dort untergeht. » weiterlesen
Aus einem gelungenen Experiment sollte eine noch bessere Bildserie werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© S.F.).
Kommentar des Fotografen:
Wieder ein Portrait meines Modells (und Freundin) – diesmal mit dem Versuch, durch Blitzeinsatz (2. Verschlussvorhang) einen Bewegungseffekt zu erzielen. Das Resultat ist ein atemberaubendes, dynamisches Portrait aus einer Kombination aus Effekt und extremen Ausdruck. Das Bild habe ich minimal mit Lightroom bearbeitet um einen weicheren Teint zu erhalten und die Sättigung etwas zurückzunehmen.
Profi Horst Kloever meint zum Bild von S.F:
Zuallererst: Das Bild ist eine Wucht, um mal einen Begriff meiner Jugend anzubringen. Abgesehen von ein paar technischen Details halte ich es für ein sehr gelungenes und wirkungsvolles Kompliment an die Schönheit deiner Freundin.
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Das Kopieren von Markenzeichen anderer Künstler und Kollegen sollte man vermeiden. Es kann schnell sehr teuer werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Steve Splittgerber).
Kommentar des Fotografen:
Dies Bild entstand bei einer Reihe von Fotoaufnahmen in gemütlicher Langeweilerunde mit Freunden.
Profi Horst Kloever meint zum Bild von Steve Splittgerber:
Vom fotografischen Standpunkt ist dieses Bild keine Provokation. Es erreicht in keinem Fall die Intensität deiner anderen theatralischen Inszenierungen, von denen eine in der Bildkritik eines Kollegen schon gefeiert wurde. Es wurden sogar der Kultfilm Apocalypse Now und in einem Kommentar Brad Pitt als Vorbilder zitiert.
Und jetzt willst du dich gleichzeitig mit der Blue Man Group und dem legendären Pariser Porträtstudio Harcourt in den Ring begeben…
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Warum in die Ferne schweifen? Ein kleines fotografisches Experiment lässt ein Bild entstehen, auf das die NASA neidisch wäre.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Görmann).
Kommentar des Fotografen:
Eine Glasfaserlampe im Stil der 60er/70er-Jahre, direkt von oben fotografiert. Die Lampe sollte nicht sofort erkennbar sein, aber auch nicht völlig abstrakt wirken. Ich benötigte diverse Versuche für Belichtung (4s) und eine interessante Bewegung der Glasfasern. Die ganze Lampe sollte ruhig wie eine Galaxie wirken. Dennoch sollte in einigen Teilen dieses Universums auch Bewegung herrschen. Die Nachbearbeitung (in Aperture 2.0) beschränkt sich auf Beschnitt und Blaufärbung.
Profi Horst Kloever meint zum Bild von Michael Görmann:
Du bist einem Ereignis visuell ganz nahe gekommen, an dessen Darstellung und Erklärung heute hunderte Forscher fieberhaft arbeiten – dem Urknall. Der einfallsreiche Fotograf greift nicht zu den Sternen, sondern nimmt eine modische Glasfaserlampe, um einige Grundannahmen der heutigen Astrophysik sehr plastisch darzustellen.
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