4 zufällige Bildkritiken zum Thema Eventfotografie:
Alle 20 Artikel zum Thema Eventfotografie auf fokussiert.com:
Während bei großen Konzerten oft nur während der ersten drei Songs und ohne Blitz fotografiert werden darf, ist es bei kleineren Konzerten einfacher. So lassen sich manchmal Fotos machen, die bei großen Stars komplett unmöglich wären.
Kommentar des Fotografen:
Turn Away, eine Oldschool Hardcore Band, bei einem Auftritt im “Drums” in Weimar/Thüringen. Die Stimmung war grossartig, und alle Bandmitglieder wurden nacheinander auf Händen getragen. Bin extra fürs Foto hochgesprungen, und mit dem Blitz gegen die Decke gestoßen, zum Glück ist nichts passiert. Das Foto ist mit einer Sony Alpha 200 und Samyang 8mm f3.5, 1/13 Sekunde Belichtungszeit und ISO 800 aufgenommen. Ausser Aufhellen und Weissablgeichkorrektur habe ich es nicht verändert.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Martin Schröter:
Hardcore-Fotografen können sich manchmal glücklich schätzen. Damit meine ich nicht die Fotografen, die ihre Kamera mit ins Bett nehmen oder nur noch im Fachjargon reden können, sondern Musikfotografen, die statt Popstars in großen Hallen eben Hardcore-Bands in kleinen Schuppen fotografieren:
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Menschen an Messen, Empfängen und zu andern Anlässen fotografieren: Wie schafft man Bilder, die nicht nach Partyknipse aussehen? Ein praktischer Selbstversuch.
Es ist ein Paradox: Um auf Empfängen, an Parties und Hochzeiten gut auszusehen, werfen sich Menschen in Schale, holen das schmucke Kleid aus dem Schrank, polieren die Schuhe und gehen zum Friseur.
Und auf Onkel Alfreds Bildern vom Anlass sehen sie aus wie 18jährige Teenager nach zu viel Bierkonsum: Glänzend und berauscht, rotäugig und unscharf, flach angeblitzt oder unscharf. In kleinen Haufen mit dem Rücken zur Kamera oder aufgereiht wie die Hühner auf der Stange.
Denn die Bedingungen im Festsaal, der Messehalle oder einer Kirche sind nun mal alles andere als ideal für die Fotografin:
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Fotografie und Popmusik gehören unbedingt zusammen. Fotografie (und Video) machen Stars.
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Im Folkwang-Museum in Essen wird diese Beziehung in allen Facetten dargestellt. “A Star is Born” heißt die Ausstellung und zeigt, so der Untertitel “Fotografie und Rock seit Elvis”. » weiterlesen
Eine einfache Veränderung eines „klassischen“ Themas kann etwas schaffen, was die eindeutige Unterschrift des Fotografen trägt.
Kommentar des Fotografen:
Eine Serie von Promotionsfotos für eine Gruppe spanischer Cellistinnen habe ich zum Anlass genommen, etwas – für mich – Neues zu versuchen. Den Portraits, wie dem hier gezeigten Bild von Alicia, habe ich durch Einarbeiten von mir selbst angefertigter, mehrschichtiger Texturbilder einen neuen Hintergrund anstelle des konventionellen dunklen Bühnen- (Theater-) Raumes gegeben.
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Schnellschüsse aus der Hüfte können Glückstreffer werden. Oder der Fotograf hat Pech und schafft es nicht, das Wesen des Porträtierten einzufangen.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild ist entstanden, als ich im Londoner Untergrund unterwegs war.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Marvin Mendzies:
Ich möchte wetten, dass der Fotografen den Porträtierten vor dem Fotografieren nicht gefragt hat, ob er ein Foto machen darf bzw. auch nicht mit ihm geredet hat. So wirkt zumindest das Bild.
Marvin Mendzies hat es in der Rubrik “Porträt” eingereicht, aber schon der Aufnahmestandpunkt lässt vermuten, dass hier sozusagen “aus dem Versteck” fotografiert wurde. Das würde ich bei einer Reportage über somalische Kindersoldaten oder den ukrainischen Straßenstrich verstehen, aber nicht bei einem Keyboarder in der Londoner U-Bahn:
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Bei Aufnahmen von Menschen sollte das Gesicht zu sehen sein. Das gilt auch für Konzertfotos, und selbst wenn der Sänger wild springt und sich ständig bewegt.
Kommentar des Fotografen:
Das Foto ist zu später Stunde und Dunkelheit in Wismar auf dem Campus Open Air entstanden, ich habe nur minimal an den Farben gedreht und es etwas zurechtgeschnitten (auf Hintergrundbild-Format). Ich mag die Lichtstimmung und die Umrandung, links vom blauen Schimmer, rechts vom Sänger, unten vom Publikum. Würde trotzdem gerne hören, was ihr dazu sagt.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Mathias Krüger:
Konzerte sind nicht der beste Anlass zum Fotografieren. Laut, dunkel, viel Bewegung, wenig Platz: Das erfordert vom Fotografen hohe Konzentration und Aufmerksamkeit. Mal klappt es, mal nicht.
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Weil die Werbung häufig Reportage- und Streetfoto-Stil imitiert, sind wir bei derartigen Fotos Topqualität gewohnt. Umso bemerkenswerter ist es, wenn sie in einer echten Reportage-Situation glücken.
Kommentar des Fotografen:
Ein Konzertphoto, welches ich mit einer klassischen Reportagebrennweite (35mm) gemacht habe. Die Nähe war natürlich nur möglich durch die geringen Bekanntheitsgrad der Band.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Stephan Amm:
Nah-Porträt eines Leadsängers, dem Stil der Aufnahme nach zu schliessen einer Rock`n Roll-Band. Die Schwarz-Weiss-Aufnahme zeigt Hand und Mikrofon und das Gesicht des Stars, der mit gläsernem Blick in seinen Liedtext versunken scheint, in einer Mischung aus hartem Gegenlicht und indirekter Beleuchtung von rechts unten.
Wieder ein Bild, zu dem ich gratulieren möchte – diese Aufnahme ist sowohl in der Komposition – die bei Reportage-Bildern ja nicht bis ins Detail geplant werden kann – als auch in der technischen Umsetzung ausserordentlich geglückt.
Da ist zunächst das Motiv selber:
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Bei ungestellten Porträts wie auch bei Street Photography besteht die Herausforderung darin, mit dem zu arbeiten, was man hat.
Kommentar des Fotografen:
Darf sich auch ein Fotograf einmal verlieben?
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von reinhard schnetzer:
Eine junge Frau, die unbemerkt fotografiert wurde. Der Fotograf als Betrachter, aber zum Teil auch als Voyeur. Die Frage wurde bereits anderswo angeschnitten:
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Gute Bühnenfotografie fängt die Emotionen der Musiker auf der Bühne ein. Das mit einer Kompaktkamera zu schaffen, ist eine besondere Herausforderung.
Kommentar des Fotografen:
Eine Impression vom Konzert des “Großmeisters des Rock´n Roll” Chuck Berry, in Essen 2008. Mir gefällt dieses Bild so sehr, weil es (für mich) zum einen die Hingabe zweier Musiker zu ihrer Musik zeigt, zum anderen die Anerkennung des Altmeisters widerspiegelt gegenüber der Leistung seines jungen Mitstreiters, der sicher (vom Alter her gesehen) sein Enkel sein könnte.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Jürgen Schulte:
Konzertfotografie ist ein schwieriges Genre. Wenn man ein besonders gelungenes Foto dieses Genres sieht, hört man förmlich die Musik und spürt die Energie des Augenblicks, der da eingefangen wurde.
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In der Musikfotografie kommt eigentlich alles auf den entscheidenden Moment an, in dem die Musiker ihre Emotionen zeigen. Dies fehlt mir hier.
Kommentar des Fotografen:
Hallo, das Bild wurde am 04.206 in Ludwigshafen aufgenommen. Der Künstler, den ich sehr bewundere ist Ron Carter (Bass) ein “Klassiker” der internationalen Jazzszene. Ich kann fömlich fühlen wie er in seiner Musik ist. Dass das Foto ohne Blitz oder bearbeiten entstanden ist, was bei Konzertfotos üblich ist, möchte ich noch erwähnen. Für mich ist diese Art zu Fotografieren besonders reizvoll. Improvisation ist hier wie in der Musik alles. Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Marianne Hamann-Weiss:
Grundsätzlich finde ich dieses Bild nicht schlecht. Mir gefällt der Aufbau, die Belichtung ist in Ordnung, der Moment ist ok und die Brennweite ist richtig gewählt. Nur die Verschlussgeschwindigkeit mit 1/25 ist viel zu kurz. Und doch reizt es mich nicht, das Bild länger anzuschauen:
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