Fotografien aus 24 Stunden:
Regen

Regen, Tiere, Schlachtaufstellung

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Leserfoto:
Bild des Monats April

Unsere Jury hat auch für den April wieder das Bild des Monats gewählt. Aus einer Vielzahl qualitativ hochwertiger Bilder haben es die fünf Folgenden ganz nach vorne geschafft:

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Der Nebelmorgen von Florian Fahlenbock hat es trotz – oder eben gerade wegen – seiner Tristesse auf den ersten Platz geschafft. Die nassen Steine verstärken die kühle Stimmung und der Leerraum scheint auf den heranschleichenden Tag zu warten. Der Horizont verschwindet kaum sichtbar im Nebel. Ein Foto, das zu beruhigen vermag. Weiterlesen

Torsten Andreas Hoffmann:
«Fotografie als Meditation»

In unserer Reihe ‚Fotografen im Fokus‘ möchte ich Euch einen wichtigen Vertreter der zeitgenössischen Fotografie und sein neues Buch vorstellen.

Kreativität durch Meditation: Buchtitel

Nach dem Vorspann zum Fotografen und seinem Werk in ersten Teil möchte ich nun auf das neue Buch ‚Fotografie als Meditation: Eine Reise zur Quelle der Kreativität‚ zu sprechen kommen.

Das Buch empfängt den Leser in einer sehr wertigen Aufmachung der Texte und Bilder. Bereits das Titelbild wirkt sehr einladend, wie die ‚Verheißung eines Blicks in eine fast unbekannte, andere Welt‘. Und in eine solche wird der Leser in 28 Kapiteln auf 256 Seiten dann auch behutsam eingeführt.

Die zentrale These des Buches findet sich als Anfangszitat, noch vor dem eigentlichen Inhaltsverzeichnis: „Meditation und Fotografie haben mehr gemeinsam als man im ersten Augenblick glaubt: beides ist auf den gegenwärtigen Augenblick bezogen, beides erfordert einen höchsten Grad an Aufmerksamkeit, beides gelingt am besten, wenn der Geist leer und unvoreingenommen ist.” Weiterlesen

Leserfoto:
Mal was anderes. Endlich …

Man soll die Hoffnung nicht aufgeben, auch in einem Allerweltsmotiv noch etwas Überraschendes und Eigenständiges zu finden.

Ausgangsbild

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Unser Leser Bosse Erichsen aus Kiel hat uns das obige Bild unter dem Titel „Dom Zeit“ in der Kategorie ‚Architektur‘ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Dieses Bild vom Kölner Dom wurde bei nach aufgenommen. Ich habe bewusst von dem Ort aufgenommen von dem der Kölner Dom immer fotografiert wird allerdings versucht diese Sicht durch schwenken während der Langzeitbelichtung zu mehr Dynamik zu verhelfen … Ich persönlich finde die zu Linien gezogenen lichter wirken wie eine Uhr die auf das alter und die dauer seiner Fertigstellung anspricht.“

Zur Aufnahme wurde laut Exif-Daten eine Canon EOS 650D mit EF 50mm f/1.4 USM verwendet. Die Brennweite betrug besagte 50 mm (entsprechend 80 mm Kleinbildäquivalent bei einem Formatfaktor von 1.6), die Belichtungsdaten waren 28.0 Sekunden Blende f/18 und ISO 100.

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Eine kurze, jeweils in Anführungszeichen gesetzte Googlesuche nach ‚kölner dom und hohenzollernbrücke‘ erbrachte 150.000, eine solche nach ‚kölner dom und hohenzollernbrücke bei nacht‘ immerhin noch 60.00 Ergebnisse. Das ist viel, entschieden zu viel. Gibt es an jenem Kennedyufer nicht sogar schon Vertiefungen für die Stativfüsse?

Wie auch immer, man kann diese Szene wohl mit Fug und Recht als eines der ‚ausgelutschtesten Motive überhaupt‘ bezeichnen. Sofern die Hersteller von Digitalkameras (ironischen Gerüchten zufolge) über die Einführung einer ‚bei Annäherung lauter werdenden Motivklingel‘ nachdenken, um dem Amateurfotografen auch noch die lästige Motivsuche zu erleichtern, so wäre die Aufrüstung einer ‚gellenden Warnhupe‘ wohl schon längst überfällig.

Bosses Bild unterscheidet sich wohltuend von diesem ‚motivischen Einheitsbrei‘ … Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente, wobei ich mich hier auf die Komposition konzentrieren möchte. Weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden:
Fontänen

Fontänen, Gewitter, Theater

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Mona Breede:
Stadtchoreografie

Mona Breede inszeniert Stadtlandschaften mit Menschen: „Stadtchoreografie“ nennt sie ihre Arbeit.

Mona Breede, Aurora, 2007; 95 x 120 cm, Lambda-Print/Artsec

Mona Breedes Bilder aus Millionenstädten scheinen dokumentarisch zu sein. Aber die Werke sind sorgfältig komponierte Fotomontagen.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Supermond

Supermond: erdnächster und hellster Vollmond des Jahres

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Leserfoto:
Über subtile Artefakte in der HDR-Fotografie

In der heutigen Bildbesprechung widmen wir uns jenen subtileren Artefakten in der HDR-Fotografie, welche zwar nicht als massive Bildfehler in Erscheinung treten, die natürliche Bildwirkung gleichwohl beeinträchtigen können.

Ausgangsbild

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Unser Leser Tilman Jochems aus dem siegerländischen Kreuztal-Littfeld hat uns das obige Bild unter dem Titel „Rivière de montagne“ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Dieses Bild habe ich in den letzten Ferien in Sixt-Fer-à-Cheval in der Haute-Savoie aufgenommen. Mir gefiel der Blick, welcher sowohl das gewaltige Flussbett als auch die Bergflanke zeigt. Allerdings war die Belichtung schwierig, das Motiv war durch die Sonne und den Schatten sehr kontrastreich. Ich habe mehrere Bilder mit Hilfe der ‚Auto Exposure Bracketing‘ Funktion aufgenommen und sie dann zu Hause mit dem Programm Luminance HDR kombiniert. Über das Ergebnis kann ich mich nur teilweise freuen. Den Kontrast empfinde ich als gut, die Steine im Vordergrund und die Struktur des Berges gewinnen bei der Bearbeitung. Mit der bei HDR-Rendering typischen Unschärfe kann ich auch leben, das Wasser sieht, finde ich, sogar gut aus. Vielleicht ist es, dass das Bild einfach unnatürlich erscheint. Wie kann ich das besser machen? Ist von automatischen HDR bei Naturmotiven grundsätzlich abzuraten?“

Die Exif-Informationen mitsamt den Belichtungsdaten sind im Zuge der HDR-Bearbeitung verloren gegangen.

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Tilman hat mit seiner Bildeinreichung einige sehr grundlegende Fragen im Zuge der bei neueren Kameras mittlerweile um sich greifenden, kamerainternen HDR-Automatik aufgeworfen. Mit Hilfe der klassischen Bildanalyse ist diesen Fragen nicht recht beizukommen – insofern kann ich mich hier darauf beschränken, daß die Komposition ordentlich, die Belichtung ausgewogen und die Feinstruktur nebst Schärfeanmutung der verwendeten Kameratechnik angemessen ist.

Doch mag den anspruchsvollen Betrachter ‚tatsächlich etwas stören‘ an diesem Bild, und so will ich in Abweichung sonstiger Bildrezensionen gezielt auf diesen Aspekt eingehen. Weiterlesen