Stuart Schwartz

Stuart ist Fotograf mit Spezialgebiet People-Fotografie. Der Absolvent des Art Institute in Pasadena, Kalifornien, verfügt über mehr als dreissig Jahre Erfahrung in der professionellen Fotografie für Werbung und Corporate-Auftraggeber rund um den Globus.

Der Kalifornier spricht fliessend Deutsch und sogar “Schwyyzerdütsch”, lebte er doch Jahrzehnte in oder bei Zürich.

In Europa hat Stuart seine Karriere in der Werbefotografie auf- und ausgebaut; bald war er aber weltweit tätig. Heute lebt Stuart mit seiner Familie wieder in Kalifornien – in der Nobel-Gemeinde Mill Valley nördlich des Golden Gate bei San Francisco.

Dort hat er zunächst seine Spezialisierung von der klassischen Werbung zur Corporate-Fotografie verschoben: Er hat die obersten Bosse und die mächtigsten Player der Bay Area, des boomenden Wirtschaftsgebietes rund um die Bucht von San Francisco und damit des Silicon Valley fotografiert, viele Geschichten gehört und erlebt und das Porträt zu seiner Spezialität gemacht.

Die Veränderungen im professionellen Umfeld waren für Stuart immer Anlass, sich neu zu orientieren. So hat er rechzeitig erkannt, dass die Digitalisierung das Profi-Feld dank geringer Kosten und steiler Lernkurven für eine Flut in den Markt drängender Talente öffnete; zugleich aber erhöht sich der Bedarf an der Vermittlung spezifischen Fachwissens und die Nachfrage nach qualitativ einwandfreien Prints.

Beides hat Stuart mit dem “Bilderfluss”, seiner Unternehmung “The Image Flow”, zu seinem Geschäft gemacht: Der Laden ist Foto- und Photoshop-Schule, High-End-Druck-Service und Galerie in einem.

Mehr über ihn ist auf Stuart Schwartz’ persönlicher Website zu erfahren.

Stuart ist via Kontaktseite zu erreichen.

 

Alle 9 Artikel von Stuart Schwartz auf fokussiert.com:

Low-Key:
Film Noir im Foto

Der “Film Noir” ist ein Filmgenre, welches unter anderem dadurch charaktisiert wird, dass es eine düstere Low-Key-Atmosphäre transportiert, die Charaktere verbittert oder pessismistisch sind, generell eine trübe Weltsicht vorherrscht und naheliegenderweise das Ganze meist in Schwarz-Weiß gezeigt wird. Alle diese Elemente wurden hier vorbildlich in die Fotografie transportiert.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dirk Wenzel).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dirk Wenzel).

Kommentar des Fotografen:

Auf der Brücke am Morgen mit viel Nebel über der Elbe. Das Licht kommt von den wartenden Autos an der Ampel vor der Brückenauffahrt. Die Bearbeitung habe ich etwas weicher gestaltet, um die Atmo besser transportieren zu können.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Dirk Wenzel:

Der “Film Noir” ist ein Filmgenre, welches unter anderem dadurch charaktisiert wird, dass es eine düstere Low-Key-Atmosphäre transportiert, die Charaktere verbittert oder pessismistisch sind, generell eine trübe Weltsicht vorherrscht und naheliegenderweise das Ganze meist in Schwarz-Weiß gezeigt wird.

So gesehen ist dieses Foto einer anonymen Person auf der Elbbrücke ganz eindeutig dem “Film Noir”-Look zuzuordnen:

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Kirchenfotografie:
Leerstellen für die Fantasie

Ungleichheit und Leere kann ein Bild mit der nötigen Spannung ausstatten. Zu wenig Information ist selten ein grösseres Problem, zu viel Information schon eher.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Florian Sprenger).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Florian Sprenger).

Kommentar des Fotografen:

Hallo, Dieses Bild habe ich in der Votivkirche in Wien gemacht, mit einer Nikon D70s, dem Sigma 10-20 (1/30sec und f9) und einem Nikon SB-600. Dass die Säulen nicht symmetrisch zu sehen sind, ist Absicht, liess sich wegen des ungleichen Lichteinfalls aber sowieso nicht vermeiden.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Florian Sprenger:

Das ist ein beeindruckendes Bild – ein ungewöhnlich abstrahierender Blickpunkt. Auf jeden Fall handelt es sich um eine grossartige Location. Warum:

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Strassenfotografie:
Perfekt inszenierte Silhouette

Perfekte Komposition mit vielen Linien, die auf ein ebenso perfektes Subjekt zeigen: So entsteht eine hervorragende Fotografie.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gregor John).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gregor John).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Foto ist bei einem Fotoshooting für einen Freund enstanden. Dieser ruft eine eigene neue T-Shirtmarke ins leben, für BMX, Dirt- und Downhillfahrer. (MTB)Für seine Hompage habe ich ein paar Fotos von seinem “Team” geschossen. Dieses Foto jedoch war für mich. Mich hat die Struktur der Architektur sehr beeindruckt, und der Zusammenhang mit meinem Sport war das i-Tüpfelchen. Das schwere an dem Foto war es, den Fahrer noch soweit zu motivieren, dass er sich ausreichend an der Kante in die Luft drückt und einen kleinen Tabletop (ein Trick) zeigt. Nach einer ganztägigen Fototour durch Graz war bei Sonnenuntergang die Kraft und die Lust raus, was sich bei Anblick dieses Fotos auf dem Display schnell wieder änderte. Da diese Foto eigentlich relativ einfach ist, ist es, so finde ich, trotzdem ein Highlight meiner Sammlung und deswegen würde ich es auch gerne von Profis bewerten lassen. Entstanden in Graz-Liebenau in Österreich.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Gregor John:

Eine hervorragende Aufnahme. Das Licht, die Komposition, der entscheidende Moment: Alles in einem Sekundenbruchteil mit einer einzigen stimmigen Belichtung eingefangen.

So entsteht diese Silhouette des Subjekts gegen den Himmel, der noch dazu mit einem sehr weichen Verlauf erscheint. Der Schlüssel für diesen Erfolg liegt in der Wahl der richtigen Tageszeit.

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Glasreihen:
Abstrakter werden

Eine abstrakte Fotografie muss abstrakt sein – das heisst, sie darf nicht zu viel vom Inhalt preisgeben.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gabriela Seglias).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gabriela Seglias).

Kommentar des Fotografen:

Erst seit vier Monaten habe ich eine Spiegelreflex-Kamera und beginne SEHR langsam mit dem Fotografieren (und dem Verstehen). Unter anderem suche ich immer wieder mal Motive, die ich auf Postkarten-Grösse ausgedruckt in der Einstiegs-Runde meiner Workshops verwenden könnte, die also jedeR nach eigenem Gusto interpretieren bzw. zur Vorstellung der eigenen Person als “Eisbrecher” verwenden kann. Bisher habe ich das mit gekauften Postkarten gemacht, vor ein paar Tagen habe ich zum ersten Mal meine eigenen Bilder ausgelegt. Dieses Bild wurde von einer Teilnehmerin ausgewählt, was mich erstaunte und erfreute, weil man nicht auf Anhieb erkennt, was es eigentlich ist. Gerade das gefällt mir daran, dass man mehrmals hinschauen muss, dass es ein “banales” Motiv ist. Mir gefallen aber auch die Farben. Das Foto wurde im Frascati an der Bar aufgenommen.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Gabriela Seglias:

Am Anfang war gutes Licht – und ein gutes Auge. Jawohl, dies ist eine abstrakte Fotografie – aber nicht so, wie sie hier präsentiert wird. Wir sehen nämlich zu viel von der ganzen Szenerie, als dass wir es ein Abstrakt nennen könnten, also ist das erste, was ich tun werde, einen Beschnitt vorzunehmen, der es zum abstrakten Bild macht, und dann die Kritik fortsetzen:

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Konzentrationslager:
Alles in einem Schatten

Ein Defizit an Information kann ein Bild spannend machen, wenn es den ursprünglichen Blickfang schafft.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Bemeleit).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Bemeleit).

Kommentar des Fotografen:

Die Aufnahme ist in der Ziegelbrennerei des Konzentrationslagers Neuengamme entstanden. Der Raum ist erschreckend dunkel, weil es nur wenige kleine Oberlichter gibt. Nur durch die geöffnete Tür fiel ein Strahl der tiefen Wintersonne.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Andreas Bemeleit:

In dieser Fotografie dreht sich alles ums Licht.

Das wichtigste, was passiert, wenn man dieses Bild öffnet, ist, dass man es ansehen will. Es enthält genug Information, um die Aufmerksamkeit zu halten, und zugleich nicht genug, um Antworten zu geben.

Woher stammt dieser Schatten? Wohin zeigt er? Wo sind wir hier überhaupt? Die Fragen lassen die Aufmerksamkeit nicht los:

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Tunnelfoto:
Subjekt verstärkt Leere

Manchmal ist eine eindeutige Bildaussage zu viel des Guten. Leere wirkt leerer, wenn etwas drin zu sehen ist.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Ronny Ritschel).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Ronny Ritschel).

Kommentar des Fotografen:

Die Aufnahme ist im Rahmen eines Photowalks in Hamburg entstanden. Sie zeigt den alten Elbtunnel in einer sehr bekannten Perspektive. Ich finde, dass Bearbeitung (1:1 Format, Kontrastanhebung + leichte Tonung) der Aufnahme das gewisse Etwas verleiht. Tonungen sind natürlich immer Geschmackssache, dennoch finde ich sie passend zu der metallenen Verkleidung.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Ronny Ritschel:

Eine interessante Aufnahme – aber auch eine sehr leere. Das mag die Absicht gewesen sein, aber ich brauche ein Subjekt.

Da sind zwei Menschen weit, weit hinten im Tunnel in der Fotografie zu sehen, und meiner Ansicht nach sind sie zu weit weg. Die Aufnahme würde extrem an Kraft gewinnen, wenn ein Quäntchen Leben den Kontrast bilden würde:

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Bildjournalismus:
Auch Mitzieher brauchen Schärfe

Bewegungsunschärfe bietet ein hauptsächliches Problem bei der Aufnahme: Das bewegte Objekt sollte im Gegensatz zum verwischten Hintergrund scharf bleiben.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter von Känel).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter von Känel).

Kommentar des Fotografen:

Speed. Korat, Thailand. Das Bild lebt von den Farben und der Atmosphäre. Der Dreiradfahrer bewegt sich geschickt durch den Abendverkehr. Durchs Mitziehen vermischen sich die Farben und Lichter. Schwache Vignette hinzugefügt.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Peter von Känel:

Ein Mann in Sommerlicher Kleidung fährt in dieser durchgehend bewegungs-unscharfen Fotografie auf einer schwarzen Fahrradrikscha von links nach rechts auf einer Strasse in der Stadt durchs Bild. Die Rikscha mit Dach scheint mit einem Sack oder einer hellen Decke bepackt zu sein und macht einen robusten, leicht altmodischen Eindruck. Das Licht ist sehr gedämpft, es scheint Dämmerung zu herrschen, im Hintergrund sind die brennenden Lichter in den Ladengeschäften als weisse Linien zu erkennen.

Du hast hier versucht, die schnelle Fahrt der Rikscha mit einem Mitzieher einzufangen und dabei eine längere Belichtungszeit gewählt. Das war durchaus erfolgreich, und die Aufnahme zeigt eindeutige Bewegung des Fahrrads. Der Wischeffekt ist wie geünscht entstanden.

Aber in diesem Fall funktionieren einige Dinge der Technik nicht vollständig zugunsten des Bildes.

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Digitale Kunst:
Strassenpoesie

Fahles Licht und Menschenleere machen die Stimmung in diesem Bild, und für einmal unterstützt die digitale Verfremdung die offensichtlichen Stärken der Aufnahme.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johanna Zimmer).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johanna Zimmer).

Kommentar der Fotografin:

Wohin er auch geht, es folgen ihm Schatten – die Straßen entlang, gefolgt von den Ratten – Frei nur im Geiste und egal was er braucht – alles was er hatte, löst sich in Rauch – Nachts liegt er auf Stufen, kalt ist ihm auch – nichts mehr zu essen, Hunger im Bauch – Wo soll er bloß hin, er findet keinen Ort – ‘Vergessen’ ist und war sein allerletztes Wort

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Johanna Zimmer:

Ein postmodern-futuristisches Backsteingebäude in bläulichem Grau. Von rechts schiebt sich eine mit an Schiessscharten mahnenden Fensterlinien durchzogene Fassade in den Bildvordergrund, die mit abgerundeter Ecke in einen Backsteinklotz übergeht.

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Konzeptbild:
Nur Licht am Ende des Tunnels

Ein spannendes Bildkonzept reicht noch nicht ganz für eine richtig gute Fotografie: Ohne inhaltliches Thema fehlt etwas.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Rieber).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Rieber).

Kommentar des Fotografen:

Ist eine Bahnunterführung. Wurde Tagsüber aufgenommen, als das Licht von vorne stark zu sehen war, und ich habe solange gewartet, bis eine Frau vorbeikam und auf die andere Seite ins Licht reinlief. Minimal bearbeitet, damit ich diese Stimmung ins Bild setzen konnte.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Alexander Rieber:

Ein Korridor im Gegenlicht, vielleicht eine Unterführung oder der Zugang zu einem Stadion. Wir blicken aus der Dunkelheit und einer starken Vignettierung ins Licht. Die Wände und der Boden sind gekachelt, die Decke zieht sich in den Fluchtpunkt im Bildzentrum mit zwei Reihen quer hängender Leuchtstoffröhren.

Die Perspektive und die Brennweite arbeiten Dir hier in die Hände:

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