Thema: Alltag
Paolo Woods/Serge Michel:
«Schöne Akte»:
Blick in eine versunkene Welt
Der Bildband «Schöne Akte» (Das Neue Berlin) zeigt – als Nachfolgeband von «Schön nackt» – erneut Beispiele von Aktfotografie aus der DDR. Insgesamt sind 170 schwarz-weiß Aufnahmen von 24 Fotografen zu sehen, die vor allem einen Blick in eine untergegangene Welt gewähren.
«Mit Freunden über die Welt zu philosophieren, sich Geschichten zu erzählen und die Zukunft zu erträumen – das war ein Stück angenehmer, anregender Alltag in der DDR. Nacktheit war Teil des Lebensgefühls und bedeutete Freiheit, Ungezwungenheit und Selbstbestimmtheit», schreibt Herausgeber Hans-Jürgen Korn in seinem Vorwort. Und gegen Ende ergänzt er: «Aktfotografie in der DDR war kein Aufreger, sondern Anreger für Geist, Seele und Herz – erotischer Genuss, der nicht als Anzüglichkeit missverstanden wurde. Wie das Nacktbaden und der FKK-Strand gehörte sie zum ungezwungenen ostdeutschen Alltag.»
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Anja Bohnhof:
“Fremdesland” DDR
Wie bewahrt sich nach zwanzig Jahren Wiedervereinigung die Alltagsgeschichte der DDR? Anja Bohnhof lässt uns schauen.
Einerseits wird die Geschichte in Museen nachgebaut. Andererseits erinnern viele “real-existierende” Spuren an die verflossene Zeit. “Fremdesland” heißt Anja Bohnhofs aktuelle Ausstellung in Brunsbüttel. » weiterlesen
Donata Wenders:
Kleine Ewigkeiten
Menschen stehen im Mittelpunkt des Interesses von Donata Wenders. Aus flüchtigen Impressionen entstehen “kleine Ewigkeiten”.
“Fotografisch begeistere ich mich für Menschen, deren inneres Strahlen, Hoffen oder Suchen ich in einer Geste oder Haltung sehen kann”, sagt Donata Wenders, Ehefrau des Filmregisseurs Wim Wenders. Aktuell sind ihre Werke in Ulm zu sehen.
Donata Wenders würdige den Menschen, indem sie ihn auf ihren fotografischen Streifzügen beobachtet, so heißt es in der Presseinfo: Sie begibt sich auf eine Spurensuche, bei der Porträts, Stadt- und Landschaftsaufnahmen fern jeder Inszenierung entstehen. Dabei übersetze sie selbst flüchtige Impressionen in einen poetischen Raum kleiner Ewigkeiten. » weiterlesen
Karsten de Riese:
Von Vätern und Söhnen
Väter und Söhne – ein klassisches (Spannungs)Feld in den menschlichen Beziehungen. Der Fotograf Karsten de Riese nahm sich dieses Themas an.
Karsten de Rieses Serie will dazu anregen, genauer hinzuschauen. Die Bilder sind zur Zeit in Wasserburg am Inn zu sehen.Frank Rothe:
Der bewaffnete Deutsche
German Guns – der bewaffnete Deutsche: Wer denkt, das gibt’s nur in Texas, der sollte sich Frank Rothes Serie anschauen.
Frank Rothes Bilder sind lange vor dem Amoklauf von Winnenden entstanden. Unter dessen Eindruck diskutiert Deutschland das Waffenrecht neu, stellt auch den sportlichen Umgang insbesonders mit großkalibrigen Waffen infrage und die Ballerei in Killerspielen.
24 Stunden:
Menschen und Vögel
Alltag am Fluss und Alltag im Ausnahmezustand. Und ein kleiner Vogel.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.
Robert Kneschke:
Fotoproduzent
Der Spezialist für Stockfotos: Robert Kneschke verstärkt das fokussiert.com-Team als Kritiker und Autor.
Der studierte Politologe Kneschke hat sich dieses Geschäft ausgesucht, um mit seiner Leidenschaft – Fotografie – den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Und weil dazu viel mehr gehört als “nur” zu fotografieren, von der Marktforschung über das Finden von Modellen bis zur pingelig genauen Verschlagwortung der Bilder – findet Robert, dass die Bezeichnung “Fotoproduzent” seine Expertise genauer trifft.
24 Stunden:
Rund um den Globus
Trauer-Yoga, Pilgerfahrt, Rettungsflug und Alltag auf der Müllkippe – 24 Stunden auf der Erde.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.
Im Waschsalon:
Alltag, spannend
Vergesst die Vorstellung, dass exotische, fremde Länder die besten Orte sind, um tolle Fotos zu machen. Wenn wir der näheren Umgebung mehr Beachtung schenken, werden sich uns viele schöne Dinge offenbaren.
Kommentar des Fotografen:
Waschsalon bei Nacht in Schwabing, München Beim Vorbeilaufen gefiel mir der Moment. Eine Mischung aus Einsamkeit und Anonymität, dazu die auf den ersten Blick Trivialität und die Zentralperspektive, die direkt zu dem “Wichtigsten” – der Wäsche – lenkt. Ich bin selbst hin- und hergerissen, ob das Bild für mich gut ist oder nicht. Doch es schleicht sich immer wieder zu meinen Favoriten. Daher möchte ich den Schnappschuss gerne vorstellen.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Tobias Daniel Kammann:
Viele von uns können mit dieser Szene etwas anfangen, da die meisten das ein oder andere Mal in derselben Situation waren. Am Ende eines langweiligen Tages sitzt man in einem heißen, lauten Waschsalon und wartet, dass der Trockner piept. Wer würde daran denken, die Kamera zu zücken und Fotos zu machen?






















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