4 zufällige Bildkritiken zum Thema Linienführung:
Alle 15 Artikel zum Thema Linienführung auf fokussiert.com:
Angewandte Geometrie gut erkannt. Ein kleiner technischer Kniff hätte dieses Foto noch verbessern können.
Kommentar des Fotografen:
Aufgenommen auf der Halde Haniel in Bottrop, im März dieses Jahres. Obwohl Sonnenuntergänge über Industrielandschaften für einen Ruhrgebietsmenschen wie mich Gefahr laufen, mit der Zeit an Reiz zu verlieren (einfach weil sie so oft da sind!), fand ich dieses Motiv vor allem wegen der gestapelten Linien interessant – und dass sich der Aspekt der Industrie im Kleinen zurückhält. Ich war leider ohne Stativ unterwegs, ansonsten hätte ich durch eine Blichtungsreihe das Ausfransen des Sonnenlichtes vielleicht verhindern können. In der Bearbeitungen: Wiederherstellung der Lichter, etwas Sättigung.
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Kordowski Klaus:
Vielen Dank Klaus, dass du dich doch noch entschliessen konntest dieses Bild für uns aufzunehmen. Und für dich natürlich auch.
Gut hast du erkannt, wie dieses Bild von den Formen und Linien lebt.
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Die kleinen Stilleben am Rande der Strasse: Eine reizende Art der Fotografie. Die beste Inszenierung des Unbeachteten besteht aus Ästhetik mit einer Geschichte.
Kommentar der Fotografin:
Am 3. November 2008 im schönen Hamburg aufgenommen mit einer Sony Cybershot DSC-P100, nicht bearbeitet. Ich konnte in Hamburg kaum den Blick vom Boden heben, so sehr gefielen mir die Pflastersteine überall. Als sich dann noch in der Pfütze das Strassenschilder-Kreuz spiegelte, fand ich, es habe genug Winkel und Strukturen für ein Bild. Dann wartete ich noch, dass jemand sein Bein im Vorbeigehen im Bild vergisst, und drückte ab.
Da meine Kamera zwar prima ins Handtäschen passt aber sehr schlecht darin ist, exakt dann ein Bild zu lieferen, wenn ich es will (sprich: sie hat eine grässliche Auslöseverzögerung), ist vom Bein schlussendlich weniger zu sehen als ursprünglich vorgesehen.
In Hamburg war ich gerade in einer Phase, in der ich versuchte, aus dem Handgelenk Bilder zu schiessen, ohne Umweg übers Denken, quasi als Lockerungsübung. Nun bin ich gespannt, was die Fokussiert-Autoren dazu meinen (selber brüte ich öfter über der Linienführung, aber eine Erkenntnis stellt sich leider nicht ein.) Zuhause stellte ich übrigens fest, dass fast alle Hamburg-Bilder in Brauntönen gehalten sind. Falls das Bild also arg verrissen würde, könnte ich behaupten, es sei Teil eines in sich stimmigen Braunzyklus ;-)
Peter Sennhauser meint zum Bild von Corinne ZS:
Vielleicht ist ja die Auslöseverzögerung ein Segen: Hier jedenfalls hat sie Dir meiner Ansicht nach die beste Beinposition beschert, die überhaupt möglich war:
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Die Kombination von Meeresweite und Fluchtpunkt-Linien funktioniert fast immer. Das Problem liegt in der Abnutzung des Effekts: Er muss in neuen Bildern frisch belebt werden.
Kommentar des Fotografen:
Morgens am Atlantik zwischen Croissant und Kaffee. Analog auf Negativ fotografiert gescannt und Postpro.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Mark Triffid:
Maler sämtlicher Epochen waren vom Meeresstrand, Ufermauern und dem Kontrast aus Quer- und Längslinien fasziniert. Nirgendwo wird der Horizont zum stärkeren Gestaltungselement – ausser vielleicht in der Wüste.
Deine Aufnahme ist in diesem Sinne ein Klassiker – ähnliches haben wir schon tausend Mal gesehen. Trotzdem hat mich das Bild in seinen Bann gezogen:
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Inspirierte und ungewöhnliche Kompositionen sind einer der ersten Schritte, um originelle und aufsehenerregende Fotos zu kreieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Damian Byland). – Sony DSC H3 – 1/1250s – f/4.4 – ISO 125 – 63mm (380mm)
Kommentar des Fotografen:
Schnappschuss; entstanden am Sempachersee am 22.06.08.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Damian Byland:
Dies ist etwas, was ich immer gern sehe: ein Fotograf, der Grenzen herausfordert, der sich auf Terrain jenseits des Gewöhnlichen begibt. Wir alle sollten beim Fotografieren danach streben, nach einer neuen Art des Porträtierens zu suchen, ganz egal, was für ein Motiv sich vor dem Objektiv befindet:
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Dynamische Linienführung und Zentralperspektive ziehen den Betrachter in das Bild hinein: Verlassen kann er es erst wieder, wenn auch ein Zug den Bahnhof verlässt. Der aber fehlt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Timo Schäfer). – Leider keine Exif-Daten vorhanden
Kommentar des Fotografen:
Bild Name: The Longe Edge – Ort: Berlin HBF September 2006 Technik: Canon EOS 1 mit Sigma 12-24mm @ 12mm f/8 auf Fujifilm Velvia 50. Postproduktion Adobe Lightroom und Photoshop, Anpassungen Gradationskurve, Anpassung der Tonwerte, sowie zugeschnitten.
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Timo Schäfer:
Ich muss zugeben, ich bin ein Freund von klaren Linien und Strukturen, deshalb hat mich dieses Bild spontan in seinen Bann gezogen. Die Linienführung nimmt einen mit an den Eingang zum Tunnel, sozusagen mit auf die Reise.
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