4 zufällige Bildkritiken zum Thema Sepia:
Alle 6 Artikel zum Thema Sepia auf fokussiert.com:
Licht und Lichteinfall allein machen schöne Motive, Photoshop gibt uns die Gestaltungsfreiheit. Damit kann man dem Bild zu- oder abträglich werden.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild entstand im Seitenschiff der St. Martinskirche in Landshut (höchster Backsteinturm der Welt). Ich war von der “Lichtstimmung” sehr angetan und habe diese versucht in einem Bild festzuhalten. Leider kann ich keine genauen Daten mehr nennen, ausser das ich dieses Bild mit meiner “immerdabei Kamera” Canon Powershot G11 gemacht habe.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Max Priller:
Ein gotisches Kirchenschiff aus der Ehrfurcht-Sicht des Kirchgängers, für die es gebaut wurde: Die Aufnahme in sanften Sepia-Farbtönen sorgt durch das hochkant-Format für eine zusätzliche Steigerung der hohen Erhabenheit des Baus und erlaubt einen Blick auf die Tragekonstruktion des Dachs im Kirchenschiff. Der starke Kontrast des Lichteinfalls von rechts an die Linke Wand sorgt für eine Spannung, die quer zu den dominanten Linien des Bildes verläuft.
Dies ist keine klassische Architekturfotografie, aber die Architektur spielt eine grosse Rolle darin: Du wolltest den Lichteinfall festhalten, der eine spezielle Stimmung hervorruft – und die ist kein Zufall, sondern Zweck des Bauwerks.
» weiterlesen
Linien und Flächen, Räume und Formen sind die Elemente der Architektur, und sie können in der Fotografie neu inszeniert werden.
Kommentar des Fotografen:
Hochhaus Nähe Messe Frankfurt / M. – gereizt hat mich hier die andersartige Perspektive auf die strenge Geometrie von Formen, Fläche und Linien, die auf den ersten Blick nichts mit der gewohnheitsmäßigen Betrachtung gemein haben.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Nicole Holz:
Eine radikal auf Wiederholung basierende Struktur aus identischen Elementen zieht sich in diesem in dunklem Sepia gehaltenen Bild vom Vordergrund links vorne in die Bildtiefe nach rechts hinten.
» weiterlesen
Der richtige Beschnitt kann Elemente in einem Foto noch verstärken.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Matthias Brake:
Nachdem ich Dein Foto umgedreht (…) und etwas begradigt hatte, konnte ich mich voll und ganz dieser insgesamt meines Erachtens guten Aufnahme widmen. Sie hat ein paar Mängel, aber die fallen nur bedingt ins Gewicht.
» weiterlesen
Die digitale Dunkelkammer gibt uns Möglichkeiten wie nachträgliches Unscharfmaskieren in die Hand. Diese Mittel sind aber mit Vorsicht zu nutzen.
Kommentar des Fotografen:
Bei diesem Bild gibt es viele Möglichkeiten der Interpretation, finde ich. Was diese Beiden verbindet….oder vielleicht nicht oder nicht mehr verbindet? Wer geht wohin? Bezüglich der Tonung fiel mir die Entscheidung zwischen s/w und dieser Tonung schwer. Bin auch jetzt nicht ganz sicher.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Rose – Marie Pawlitte:
Ein junger (?) Mann geht durch einen Torbogen im Gegenlicht auf einer Strasse auf einen zweiten Torbogen zu, der wie der innere Einlass eines Schlosses aussieht. Unser Blick fällt aus dem Dunkel des ersten Torbogens auf den Vorplatz, wo eine Frau auf das zweite Tor zugeht, ins dortige Dunkel und hinaus ins Licht dahinter.
Diese Aufnahme ist mir wegen der gelungenen Komposition in den Vorschauen aufgefallen:
» weiterlesen
Es gibt viel zu sagen über den simplen Akt, das Ambiente eines bestimmten Ortes oder einer bestimmten Zeit festzuhalten.
Kommentar des Fotografen:
Ein Sonntagsspaziergang im März. Eigentlich ein langweiliges Bild… aber mich hat das seltsame flache allgegenwärtige Nachmittagslicht fasziniert. Und soweit möglich, konnte ich die ruhige Stimmung glaube ich auch festhalten. Wollte mal wissen, ob die Stimmung auch transportiert wird?
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Thomas Fischer:
Von diesem Foto wendet man sich allzu schnell ab. Es gibt hier nichts Sensationelles oder Außergewöhnliches zu sehen. Obwohl es eine gewöhnliche Szene abbildet, vermittelt es eine Art atmosphärische Banalität. Dabei steckt einiges drin:
» weiterlesen
Meistens lohnt es sich zu warten, und sich noch einmal umzudrehen, noch ein letztes Foto zu schießen. Viele große Fotos, wie etwa Dorothea Langes „Migrant Mother“, sind so entstanden. Allerdings verspricht Warten nicht immer Erfolg. Manchmal ist das Foto, das dann entsteht, nicht unbedingt besser als das, das davor entstanden wäre.
Kommentar des Fotografen:
Das Foto entstand während eines Spaziergangs. Ich hatte mich geärgert, da sich eine Wolke vor die Sonne geschoben hatte, als ich aus dem Wald kam und es so recht dunkel wurde. Ich setzte mich eine Weile auf eine der Bänke, und wartete ab, ob das Sonnenlicht zurückkommen würde. Als abzusehen war, dass es bald dunkel wird, machte ich mich auf dem Heimweg. Ich drehte mich doch nochmal um und machte dieses Foto. Im Nachhinein denke ich, dass es eine gute Entscheidung war.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Jan Lorenz:
Jan Lorenz hat hier eine Landschaft dargestellt, die vollkommen bar jeder menschlichen Gestalt im Dämmerlicht liegt. Zwei Bänke stehen leer am Waldrand, alles wirkt etwas verloren und düster. Die Webseite des Fotografen hat den Slogan „Es gibt an jedem Ort Schönes zu entdecken, man muß nur seine Augen öffnen.“ Dort sind noch mehr Landschaften in der Art zu finden, wie er sie hier abgebildet hat.
» weiterlesen