4 zufällige Bildkritiken zum Thema Straße:
Alle 18 Artikel zum Thema Straße auf fokussiert.com:
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht – oder das eigentliche Motiv vor lauter Motiv.
© Stefan Plüss SONY – DSC-HX5V – 1/160 – f 5.5 – ISO 125 – 425mm –
Kommentar des Fotografen:
Aufgenommen letzten November in Istanbul. Bei der Wegfahrt vom Hafen habe ich wenig vorbereitet diese Bild mit meiner kleinen Sony Cam geschossen. Das Bild habe ich in Lightroom entwickelt. Ich finde das Bild zeigt eine Seite des Islam die die meisten Leute nicht kennen. Die zwei haben sich hinter dieser schönen Mauer vor den neugierigen Blicken der Passanten versteckt und sind, wie man sehen kann sehr glücklich. Das Bild ist einfach aber es sagt sehr viel aus. Danke für eure Kritik! Ich freue mich schon drauf. Beste Grüsse Stefan Plüss
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Stefan Plüss:
Dein Foto fiel mir vor allem wegen der auffälligen Mauer ins Auge. Die Farben in den Steinen, ihre Anordnung im Bild. Ein Motiv, an dem man schwer vorbeikann. Ein schöner Schnappschuß von einem interessanten Motiv, insgesamt gut komponiert.
Denn das ist für den Betrachter hier der Hauptanzugspunkt – die Mauer.
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Was macht die Faszination der Straßenfotografie aus? Was unterscheidet sie vom reinen Schnappschnuss? Was macht aus dem Schnappschuß Kunst? Der Bildband «Road Atlas – Straßenfotografie von Helen Levitt bis Pieter Hugo» (Hirmer Verlag) widmet sich diesen Fragen.
Die Straßenfotografie ist Fotografie in ihrer wohl ursprünglichsten Form. Denn – so der einleitende Essay von Freddy Langer – Louis Jacques Mandé Daguerre machte seine ersten fotografischen Versuche, indem er 1838 seine Kamera auf den Pariser Boulevard du Temple richtete. Das Ergebnis:
«Road Atlas - Straßenfotografie von Helen Levit bis Pieter Hugo»
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (9 Bilder)
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Mario Giacomellis Bilder entstanden im kleinen Radius seiner italienischen Heimat und gingen doch um die Welt.
Grobe Körnung, Unschärfen, Über- und Unterbelichtung – Giacomellis Fotos verstoßen gegen gängige technische Standards. Er verbindet damit grafische Wirkung und realistische Darstellung – diese Seelenzustände, die er damit ausdrücken wollte.
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Eine auf Aussage getrimmte Fotografie verlangt eine konsequente Komposition. Gegensätze sind dabei ein sinnvolles Werkzeug.
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Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand im November in Ault, an der Côte d´albâtre, in Frankreich. Wege und Straßen sind sowohl von der Landseite durch Steinschlag, als auch vom Meer bedroht. Der Mensch versucht sich durch Zäune und Schilder zu sichern. Mir ging es nicht um ein möglichst harmonisches Landschaftsbild, sondern um die Darstellung von Großartigkeit der Landschaft einerseits und um ihre Entstellung durch (notwendiges) menschliches Eingreifen andererseits.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Angela Bettinger:
Eine Naturstrasse, welche die gesamte Bildbreite des Vordergrunds einnimmt, windet sich in dieser quadratischen Schwarz-Weiss-Aufnahme am linken Bildrand entlang in die Tiefe. Im Hintergrund ragen steile Klippen eines Meeresufers über die Strasse, den rechten Vordergrund belegt ein die ganze Bildhöhe ausmachendes Fahrverbotsschild.
Mein erster Reflex, als ich diese Fotografie in der Vorschau sah, war die Frage, was das soll:
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Geschwindigkeit und Bewegung kann auf verschiedene Arten fotografisch dargestellt werden. Eine effektive Möglichkeit ist immer wieder die Langzeitbelichtung von fahrenden Autos.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild habe ich am frühen Abend gezwungenermaßen aus einem Auto heraus gemacht. Meine Besorgnis über verwackelte Linien Sorgte sich bei der Sichtung und Wohlgefallen auf! Mir persönlich gefallen die geschwungenen Linien sehr. Ich würde mich sehr über eine professionelle Kritik freuen, da ich noch nicht lange Fotografiere. Belichtet habe ich 60 sec bei ISO 100.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Ole Krüger:
Wie einige wissen, verdiene ich mein Geld mit der Stockfotografie, der Fotografie von Motiven, die kommerziell nutzbar sind und von verschiedenen Kunden lizenziert werden können. Auch wenn auf dem gezeigten Foto keine Personen zu sehen sind, ist das Foto trotzdem kommerziell sehr interessant.
Besonders wichtig ist natürlich die Aussage:
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Bei einem Straßenfoto zählt die Aussage mehr als die Technik. Das macht zwar technische Mängel nicht automatisch wett, aber wenn diese vorhanden sind, tun sie dem Bild auch nicht automatisch Abbruch.
Kommentar des Fotografen:
Ich bin für eine Projektarbeit auf der Suche nach diversen Gegenlichtsituationen, mich faszinieren diese extremen Kontraste zwischen hell und dunkel, welche auch auf diesem Foto deutlich zu sehen sind. Wichtig ist mir auch, das meine Bilder nicht gestellt sind, sondern so auf der Strasse vorgefunden wurden. Dieses Bild entstand an einem Abend auf meiner Fototour in Zürich; ich sah diese Lichtsituation und wartete auf den passenden Moment. Die Person und deren Schatten geben dem Bild eine gewisse Tiefe.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Dominik Baur:
Bei diesem Bild kam mir unwillkürlich “Der Dritte Mann” in den Sinn. Du hast hier viel Stimmung eingefangen, und das hielt mich im Bild fest. Da es sich um eine Gegenlichtsituation handelt, ist es nicht schlimm, daß Teile des Bildes schwarz wegsumpfen – es trägt für mich zum Charakter des Fotos bei.
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Ungeschönte Bilder statt gelangweilter Model-Posen: Peter Lindbergh durchbricht die künstliche Welt der Modefotografie – Straße statt Studio.
Natürlichkeit gibt Lindbergh, einer der weltweit renommiertesten Modefotografen, als Maxime an. Trotzdem inszeniert er seine Bilder sorgfältig, auch wenn die aktuell in Berlin zu sehenden Straßenfotografien einen unkalkulierbaren Anteil enthalten. » weiterlesen
Gute Straßenfotos wirken einfach und spontan, auch wenn manchmal viel Planung und Beobachtung in ihnen steckt.
Kommentar des Fotografen:
Das Foto “Elend” ist als Schnappschuss im Canadaurlaub (Vancouver) entstanden. Ich habe bewusst die heranfahrende Limousine abgewartet, um den Kontrast zwischen den beteiligten Personen noch zu verstärken. Der herabblickende Passant und das Zusammenspiel der Personen machen den Reiz dieser Aufnahme aus. Aufgenommen wurde das Bild mit der kleinen Panasonic Lumix DMC-FX01. Anschließende Bearbeitung (Vignettierung und SW)
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Urs Mücke:
In seinem Gespräch mit Bill Jay, “On Being a Photographer” (erschienen auf Englisch bei lenswork.com), spricht Magnummitglied David Hurn die Planung von Fotoessays an. Er vertritt dort die Meinung, daß ein gutes Fotoessay, wie auch ein gutes Foto an sich, Planung verraten läßt.
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Schatten sind ein ebenso legitimes Mittel zur Bildgestaltung wie das Licht selbst, von dem sie erzeugt werden. In fast klassischer “Street Photography”-Manier werden hier die Schatten eines Hauses für den Bildaufbau benutzt.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild habe ich im Novemer 2009 in Valencia/Spanien aufgenommen. Es ist eines der ersten Versuche, wieder mit der analogen Spiegelreflex zu arbeiten. Dieses Bild ist Teil einer Serie, die als Straßenfotografie bezeichnet werden kann. Gelungen finde ich an dieser Fotografie das Spiel zwischen Licht und Schatten.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sven Schwinning:
Ich kann dem Fotografen Sven nur zustimmen, wenn er als Kommentar zu seinem Bild schreibt: “Gelungen finde ich an dieser Fotografie das Spiel zwischen Licht und Schatten.” Das ist es in der Tat.
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Die amerikanische Fotografin Sylvia Plachy hat den Salomon-Preis 2009 gewonnen. Ihre Bilder stehen in der dokumentarischen Tradition eines Robert Frank.
Die Amerikanerin aus Budapest mischt sich auf ergreifende Art mit der liebenden Leichtigkeit eines Jacques Henri Lartigue und der expressiven Weltsicht von André Kertész , ihrem großen Vorbild und Förderer, begründete die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) die Preisvergabe.
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