Thema: Tiefe

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Tiefe:

Tunnelfoto: Subjekt verstärkt LeereLokomotiv-Porträt: Der Tiefe Raum gebenTreppenhaus-Foto: Tiefe durch TeleobjektivSuperzoom-Makro: Echse ganz nah

 

Alle 22 Artikel zum Thema Tiefe auf fokussiert.com:

Paar vor Mauer:
Was ist das Motiv?

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht – oder das eigentliche Motiv vor lauter Motiv.

© Stefan Plüss SONY – DSC-HX5V – 1/160 – f 5.5 – ISO 125 – 425mm –

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen letzten November in Istanbul. Bei der Wegfahrt vom Hafen habe ich wenig vorbereitet diese Bild mit meiner kleinen Sony Cam geschossen. Das Bild habe ich in Lightroom entwickelt. Ich finde das Bild zeigt eine Seite des Islam die die meisten Leute nicht kennen. Die zwei haben sich hinter dieser schönen Mauer vor den neugierigen Blicken der Passanten versteckt und sind, wie man sehen kann sehr glücklich. Das Bild ist einfach aber es sagt sehr viel aus. Danke für eure Kritik! Ich freue mich schon drauf. Beste Grüsse Stefan Plüss

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Stefan Plüss:

Dein Foto fiel mir vor allem wegen der auffälligen Mauer ins Auge. Die Farben in den Steinen, ihre Anordnung im Bild. Ein Motiv, an dem man schwer vorbeikann. Ein schöner Schnappschuß von einem interessanten Motiv, insgesamt gut komponiert.

Denn das ist für den Betrachter hier der Hauptanzugspunkt – die Mauer.

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Schneelandschaft:
Klassische Landschaftsmalerei

Ein Bild wie aus der klassischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhundert. Diese sehr schöne Gestaltung könnte noch etwas optimiert werden.

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen letzten Winter. Das Bild sollte die Kälte und Trostlosigkeit des Winters verdeutlichen.

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Gerd Dörfler:

Die Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts (zum Beispiel der Luzerner Maler Robert Zünd) hielten sich bei der Bildkomposition an klare Regeln, die die Akademien formuliert hatten.

Eine dieser Regel besagte, dass im Zentrum des Bildes ein Weg oder eine Wasserstrasse, möglichst leicht geschwungen oder S-förmig, in die Tiefe führen sollte.

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Tunnelfoto:
Subjekt verstärkt Leere

Manchmal ist eine eindeutige Bildaussage zu viel des Guten. Leere wirkt leerer, wenn etwas drin zu sehen ist.

Kommentar des Fotografen:

Die Aufnahme ist im Rahmen eines Photowalks in Hamburg entstanden. Sie zeigt den alten Elbtunnel in einer sehr bekannten Perspektive. Ich finde, dass Bearbeitung (1:1 Format, Kontrastanhebung + leichte Tonung) der Aufnahme das gewisse Etwas verleiht. Tonungen sind natürlich immer Geschmackssache, dennoch finde ich sie passend zu der metallenen Verkleidung.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Ronny Ritschel:

Eine interessante Aufnahme – aber auch eine sehr leere. Das mag die Absicht gewesen sein, aber ich brauche ein Subjekt.

Da sind zwei Menschen weit, weit hinten im Tunnel in der Fotografie zu sehen, und meiner Ansicht nach sind sie zu weit weg. Die Aufnahme würde extrem an Kraft gewinnen, wenn ein Quäntchen Leben den Kontrast bilden würde:

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Bergpanorama:
Dolomiten-Bühnenbild

Markante Berge in spannendem Licht – was will der Landschaftsfotograf mehr? Einen Vordergrund, vielleicht.

Kommentar des Fotografen:

Berglandschaft in den Dolomiten; Was ist speziell an dem Bild: Beleuchtung und Schatten mit einem bewölkten Himmel.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Kurt Schifferegger:

Die Dolomiten haben wohl einige der markantesten Gipfel der Berge dieser Welt aufzuweisen. Hier sehen wir eine Gruppe der typisch steil aufragenden Felsnadeln, eingebettet in eine bewaldete Vorgebirgslandschaft.

Der Himmel des Farbbilds ist relativ dicht und niedrig bewölkt, die Sonne scheint durch eine Wolkenlücke ungefähr im 45-Grad-Winkel in die Szenerie und verleiht den Felsen durch das seitliche Spotlicht deutliche Schatten, welche die Zerklüftung betonen.

An dem Bild fällt sofort die Beleuchtung auf:

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Lokomotiv-Porträt:
Der Tiefe Raum geben

Die Telefotografie bietet sich an, um Objekte in der Raumtiefe zu zeigen – wozu man ihnen den nötigen Platz einräumen sollte.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich aufgenommen, weil ich mich sehr für Lokomotiven interessiere und ich beruflich auch damit zu tun habe. Diese Aufnahme entstand in einer kurzen Arbeitspause und musste ohne große Vorbereitung abgelichtet werden.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Hömske:

Eine Lokomotive der Deutschen Bahn steht vor einer leichten Gleiskurve vor einem Güterzug inmitten anderer Züge. Die rote Front der Lok füllt den Bildausschnitt der Telefotografie weitgehend aus. Im Vordergrund sind in der Unschärfe die Geleise zu erkennen, auf denen die Lok wahrscheinlich dicht am Fotografen vorbeirollen würde.

Die Aufnahme mutet ein bisschen an wie ein Porträt einer Lokomotive:

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Treppenhaus-Foto:
Tiefe durch Teleobjektiv

Soll ein langer Raum komprimiert gezeigt werden, muss man ein Teleobjektiv nutzen.

Kommentar des Fotografen:

Wendeltreppe bei den Hackeschen Höfen in Berlin. Die Treppe ist sicher ein beliebtes Motiv, mir gefiel besonders das Lichtspiel. Bin sehr gespannt auf eure Kritik!

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Melinda Jersak:

Ein wunderschönes Treppenhaus in Berlin-Mitte, das sich gen Himmel schlängelt, ein wenig Licht, dass das schmucke Geländer glänzen lässt. Das perfekte Fotomotiv.

Trotzdem stimmt etwas nicht mit dem Foto. Irgendwie ist es nicht spannend genug. Die Einzelmotive schon, aber nicht das Foto als Ganzes. Warum?

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Schneewüste:
Photoshopeffekte sparsam anwenden

Photoshop hat seinen Platz, aber Spezialeffekte können ein gutes Foto nachträglich verschlimmbessern.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild habe ich auf einer Fototour in der Rhön unweit von Frankenheim gemacht. Auf einer Höhe von über 700m wird die Landschaft oftmals zur Schneewüste in dieser Jahreszeit. Starke Schneeverwehungen werden oft nur durch Fangzäune verhindert. Doch in diese Wüste gibt es Leben! Eine geschwungene Straße durchzieht die Landschaft, und ab und zu kommen hier Fahrzeuge durch, die in der Ferne wieder im Nebel verschwinden. Ein Amsel sitzt auf einen Baum am Straßenrand, mitten in dieser lebensfeindlichen Umgebung. Futter wird sie hier kaum finden, aber was macht sie dann hier? Mit diesem Bild will ich zeigen, dass weniger oft mehr ist. Bearbeitet habe ich das Bild mit PS. Als Hobbyfotograf konzentriere ich mich hauptsächlich auf die Landschaft in der Rhön.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Michael Leipold:

Kompliment zu diesem Foto. Es vereinigt einige Ratschläge, die hier in den vergangenen Wochen in der Kritik erschienen sind. Vom inneren Schweinehund zu Tiefe im Foto zu einfacher Komposition – ein insgesamt sehr gelungenes Bild.

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Vor Sonnenaufgang:
Tiefengrafik in Blau

Fotografien mit Horizont-Schichtung gelingen am besten, wenn genau die richtige Menge Luftfeuchtigkeit für den Kontrast an den Kanten sorgt.

© Matthias Schaffner – Canon EOS 350D – 1/400s – f/11 – ISO 100 – 58mm (90mm)

Kommentar des Fotografen:

Diese Bild entstand eher zufällig. Auf dem Weg um die 3 Zinnen in Südtirol läuft man (in diesem Falle morgens) um die kleine Zinne und der Blick öffnet sich ins Ansiei-Tal. Mir gefielen vor allem die unzähligen Horizonte, die durch den Morgendunst sichtbar geworden sind. Das Foto wurde zugeschnitten und die Tonwerte wurden angepasst.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Schaffner:

Wer sich bisweilen fragt, woher die Redewendung von einer “Fahrt ins Blaue” rührt, bekommt mit solchen Bildern eine Antwort.

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Makro-Blumenfoto:
Mehr Licht und Unschärfe

Blumen und farbige Blätter können ihre volle Pracht entfalten, wenn sie entweder in diffusen Lichtverhältnissen oder durchscheinend fotografiert werden.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Ingrid Menz:

Das vorliegende Foto zeigt eine Blume, die mit einer Blende von f/2.8 bei Sonnenlicht von rechts oben in Makro fotografiert wurde. Der Mittelpunkt der Blüte ist scharf dargestellt, wenn auch im Schatten liegend, und auf den Blättern sieht man Schatten sowohl des Blütenstandes, als auch anderer Blütenblätter. Unmittelbar dahinterliegende grüne Blätter sind ähnlich scharf abgebildet, wie die darüberliegenden rosafarbenen Blütenblätter.

Blumen werden mit Vorteil in diffusen Lichtverhältnissen, etwa an bedeckten Tagen, oder mit vom Sonnenlicht durchschienenen Blättern fotografiert.

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Fischen, Beten, Waschen:
Früh Aufstehen wird belohnt

Früh morgens ist das Licht noch sehr kontrastschwach, was eine besondere Stimmung möglich macht.

Kommentar des Fotografen:

In Varanasi, ca. 5 a.m., fotografiert mit Nikon Coolpix compact. Mich hat die Selbstverständlichkeit interessiert, mit der in Indien Religion ausgeübt wird – die einen beten, die anderen fischen, daneben wird auch im Morgengrauen schon gewaschen…

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Sybille Stempel:

Ein wunderschönes Foto. An diesem Bild gefällt mir vor allem die einfache, aber trotzdem sehr effektive Aufteilung der Bildelemente (der Bildaufbau) und natürlich dieses Licht, das das Wasser irgendwie konturlos, kontrastarm und dickflüssig macht. Eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen. Nur eins vielleicht:

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