Pferde-Foto:
Reduktion aufs Motiv

Weniger ist mehr. Vor allem dann, wenn die zusätzlichen Elemente im Bild nicht zur Bildwirkung beitragen und vom Hauptmotiv – in diesem Fall einem Pferd – ablenken.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Max Priller).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Foto entstand während den Vorbereitungen des Polterabends meiner Schwester auf dem Hof. Ich hatte gerade nichts zu tun, als mir diese Situation der perfekt stehenden Sonne und dem Pferd, auf dem sich Schatten abzeichneten von einem Baum, der nebenan stand. Ich holte schnell meine Kamera heraus und hielt diesen Moment fest. Als ich am nächsten Morgen mir die Bilder der Polterabendfeier auf den iMac zog, tauchte plötzlich dieses Bild vor mir auf dem Bildschirm auf. Ich für meinen Teil war von diesem Bild unglaublich angetan wobei ich noch nicht mal sagen kann warum. Vermutlich liegt es daran, dass diese Aufnahme in meinen Augen nahezu perfekt gelungen ist und den Moment sehr schön festgehalten halt. Aber vielleicht ist das Bild gar nicht so sehenswert und bin vielleicht nur zu sehr von meiner selber überzeugt. Habe bewusst darauf verzichtet diese Bild nachzubearbeiten, da ich es so natürlich wie möglich belassen wollte.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Max Priller:

Perfekt ist bei Fotos ein relatives Wort. Während der Fotograf – und wahrscheinlich auch die Pferdebesitzerin – das Foto damit bezeichnen möchten, würden viele unbeteiligte Betrachter das Attribut sicher nicht verwenden.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Dasein

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Daheim in Südrumänien, auf dem Feld in Swaziland oder in der Stierkampfarena in Ecuador. Menschen am Sonntag.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Fotografien aus 24 Stunden:
Festwochenende

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Pilgerfahrt und Schlachtfest, schöne Frauen und ein Affenfrass.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Fotografien aus 24 Stunden:
Kleine grosse Welt

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone)

Von weit draussen, aus der Luft, von unten und im Detail.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Fischmarkt-Foto:
Schärfentiefe und Belichtung

Auch in der hektischen Umgebung eines Marktes darf eine Belichtung nur zu künstlerischen Zwecken ausgebrannte Stellen enthalten. Belichtungsserien oder die Nachbearbeitung können schwierige Situationen meistern helfen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Florian Müller).

Kommentar des Fotografen:

Dies ist ein Bild aus einer Serie, die ich auf dem Fischmarkt in Ciutadella, Menorca, aufgenommen habe. Ein freies Projekt. Die Bilder gehören zu meinen Lieblings-Stills. Danke für die Aufmerksamkeit!

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Florian Müller:

Dieses Stilleben ist Teil einer im Stil einer Fotoreportage geschossenen Serie (Link oben) Auf Nachfrage hat mir Florian erklärt, der Markt sei überdacht, die Aufnahme also innen gemacht.

Mein Blick blieb an dem Foto ursprünglich hängen, weil mich der Fisch in der unteren Mitte links so klagend anstarrte, und das macht auch den Charme dieses Fotos aus. Nicht nur ist es ein ungewöhnliches Motiv, Fotograf Florian Müller hat sich ganz bewußt auf die untere Bildmitte konzentriert.

Die große Blende von f/2.2 verleiht dem Foto eine geringe Schärfentiefe, so daß die Fische nach hinten hin schnell verschwimmen. Man bekommt den Eindruck, selbst mit in der Auslage zu sein.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Festtage

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In den USA war Turkey-Tag, anderswo werden zahlreiche Tiere an Eid Al-Adha geopfert.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Hafentanz:
Kunst im Nebel

Manche Bilder entziehen sich einer formalen Kritik, weil sie sich ganz einfach über alles hinwegsetzen, was es an Regeln gibt – und (trotzdem) faszinieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Lilo Ulke).

Kommentar der Fotografin:

– hafentanz –

Peter Sennhauser meint zum Bild von Lilo Ulke:

Ein nasser Park- oder Warteplatz – oder ist es ein Eisfeld? – in dunkelster Nacht, offenbar an einem Gewässer. Beleuchtet wird der Platz von zwei auf hohen Masten installierten Scheinwerfern, deren Licht sich im Nebel unter den Lampen materialisiert wie etwas Fassbares, das auf den Platz unten prasselt.

Zwei der vier Masten sind lichtfrei und ihre Spitzen lösen sich im Dunkel des Himmels auf. Am Rande des Platzes sind zwei, vielleicht drei schemenhafte Figuren erkennbar; am Fusse von zwei der vier Lampenmasten leuchten orange Behälter für Rettungsringe. In der Platzmitte bewegt sich ein Mensch, der durch die Langzeitbelichtung in drei Figuren aufgeteilt wurde.

Dieses Bild ist, könnte man behaupten, technisch missglückt, eine Lomographie.

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Swiss Press Photo 2009:
Ist das die neue Bildsprache
im Zeitalter des Bürgerjournalismus?

Der Bildjournalismus ist „in der Defensive“: Der Schweizer Pressefoto-Preis soll zeigen, dass sich die Bildsprache in den Medien weiter entwickelt. Die preisgekrönten Bilder bringen das nur teilweise zum Ausdruck.

Aus ´Asylum Seeker in Chiasso´ des schweizerisch-polnischen Fotografen Jacek Pulawski (Bilder keystone / swisspressphoto / Jacek Pulawski)

„Was ist ein Pressebild noch wert in einer Zeit, da jeder zufällige Zeitzeuge von jetzt auf gleich zum Bildreporter werden kann?“

Auf diese Frage aus der Laudatio von Hans-Michael Koetzle, Mitglied der Swiss Press Photo-Jury, soll der jährliche Wettbewerb des Schweizer Verlags Espace Media eine Antwort geben.

Das ist ihm meiner Ansicht nach in diesem Jahr nur sehr bedingt gelungen.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Anderswo

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone)

Andere Sitten und Gebräuche. Vor dem islamischen Opfer-Fest Eid El-Adha (und Thanksgiving in den USA)

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Eva Bertram:
Meine Tochter Herveva

Kindheit als sichtbarer Prozess: Die Berliner Fotografin Eva Bertram hat von der Geburt an über elf Jahre das Aufwachsen ihrer Tochter Herveva festgehalten.

Eva Bertram - aus: 2 Ein Kind

Kindheit als Prozess des Eigensinns ist das zentrale Thema der Arbeit „2 Ein Kind“ von Eva Bertram – zu sehen aktuell im Münchner Stadtmuseum.

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