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Schlechtwetter-Plan für Ostern: Ab ins Fotolabor

Die Prognosen für die Ostertage sind nicht gerade vielversprechend, warum also nicht einen Tag da verbringen, wo das Wetter keine Rolle spielt: im Fotolabor?


Das Kameramuseum in Vevey veranstaltet über Ostern Labortage für Jugendliche.

Heute betrachten wir unsere Bilder am Monitor, bestenfalls kommen sie aus dem Drucker. Da ist es eine ganz besondere Erfahrung, mit anzusehen, wie ein lichtempfindliches Papier in einer Schale entwickelt wird und wie von Geisterhand langsam ein Bild entsteht. Wahrlich ein Erlebnis – nicht nur für Jugendliche …

Diese Ostern veranstaltet das Fotomuseum in Vevey solche Labortage für Jugendliche, wo sie unter Aufsicht selbst ein Fotogramm erstellen können und dabei lernen, wie das chemische Bildverfahren funktioniert. In den Ausstellungsräumen rund um das grosse Labor wird die Geschichte der Fotografie von den Anfängen mit der Lochkamera bis zum heutigen digitalen Bild mit zahlreichen Exponaten dokumentiert.

Öffnungszeiten
Das Museum ist am Ostersonntag und Ostermontag, sowie regulär von Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Das Fotolabor ist an den Wochenenden, Feiertagen und während den Schulferien von 11:00 bis 17:00 Uhr zugänglich.

Eintrittspreise
Erwachsene (Museum und Fotolabor): CHF 15.–
nur Museum CHF 8.–

Kinder CHF 7.– (Museum und Fotolabor)
(bis 16 Jahre ist die Museumsbesichtigung gratis)

Sprayer-Dokumentationsfoto: Das Konzept gewinnt

Auch wenn gute Fotos idealerweise ein starkes Konzept mit technischer und kompositioneller Perfektion verbinden, kann doch schon das Konzept an sich einiges an Unvollkommenem wettmachen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Klaus Raab).

Kommentar des Fotografen:

Sprayer auf der Flucht. Aus einem Integrationsprojekt für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Klaus Raab:

Eine gesichtslose Gestalt macht sich mit einer Sprühdose von der Szene des „Verbrechens“ davon. Irgendwie sieht es aus, als sei der „Täter“ gerade selbst aus der Wand gestolpert, an die gerade zwei Figuren gesprüht wurden.

Die rechte der Figuren, trotzdem sie ebenfalls (fast) gesichtslos ist, schaut drohend auf die Szene herab, als wolle sie den Betrachter und ihren Erschaffer einschüchtern.

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After-Hour-Panorama: Handy-Fotografie

Es bedarf keiner High-Tech-Kamera, um gelungene Motive einzufangen. Dass auch mit einem Handy gelungene Fotos entstehen können, hat erst kürzlich Guido Karp mit seinem Buch „The Nudes – Photography with a Cyber-shot Mobile“ bewiesen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jonas Edler).

Kommentar des Fotografen:

Ist ein Zufallsprodukt mit dem Kamerahandy Sony Ericsson W8ooi. Aufgenommen wurde es bei der Rückfahrt nach einem Festival, was die Müdigkeit erklärt ;)

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Jonas Edler:

Es bedarf keiner High-Tech-Kamera, um gelungene Motive einzufangen. Dass auch mit einem Handy gelungene Fotos entstehen können, hat erst kürzlich Guido Karp mit seinem Buch „The Nudes – Photography with a Cyber-shot Mobile“ bewiesen.

Jonas Edler macht es ähnlich: Weiterlesen

Talents 2008: Der fotografierte Mensch

Pepa Hristova, Sebastian Stumpf, Ivonne Thein, Janina Wick – das sind die Gewinner des Nachwuchswettbewerbs Talents 2008 des C/O in Berlin.

Pepa Hristova, Aishe, Ribnovo/Bulgarien- Haus der Photographie/Sammlung F.C. Gundlach, HamburgDie Deutsche Börse Frankfurt am Main zeigt sie bis 6. Juni in der Neuen Börse. Mehr als 180 junge Fotografinnen und Fotografen haben sich 2008 beworben. Vier von ihnen erhalten die Gelegenheit, ihre Werke auszustellen und in einem Katalog zu publizieren. 2008 lautete das Motto: „Porträt. Der fotografierte Mensch“. Weiterlesen

TV-Tipp Mohamed Bourouissa: Bilder aus den Vorstädten

Dem algerischen Fotografen Mohamed Bourouissa widmet ARTE eine Sendung. Entweder am Sonntag, 11. Januar, früh um sieben zu sehen oder zu angenehmerer Zeit nach eigener Wahl online bei Arte+7.

Mohamed Bourouissa - aus: Peripheriques. (c) der Fotograf

Mohamed Bourouissa lebt und arbeitet in Paris. Seine Fotoserie „Périphériques“ zeigt in nachgestellten Szenen das Leben in den französischen Vorstädten.

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Tobias Zielony – Trona: Ist es leicht, jung zu sein?

Für Tobias Zielony ist es offensichtlich, dass es nicht überall leicht ist, jung zu sein. Zum Beispiel am Rande des Death Valley in einer Stadt namens Trona.

Tobias Zielony: Dirt Field, aus der Serie: Trona - Armpit of America, 2008, © Tobias Zielony

Das Foto zeigt uns: Ein junger Mann liegt am Rand eines verlassenen Sportplatzes im Staub. Eingeschlafen? Vom Fahrrad gefallen? „Trona ist eine Siedlung in der Wüste, einst eine industrielle Vorzeigestadt, heute ein sich selbst überlassener Ort auf Crystal Meth“, sagte Tobias Zielony in einem Interview. „Crystal Meth“ ist eine starke Form der Designerdroge Amphetamin, so genanntes Metamphetamin.

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Deutscher Jugendfotopreis 2008: Wie die Sterne in den Himmel kommen

Auf der Kölner Photokina werden in dieser Woche die preiswürdigen Arbeiten des Deutschen Jugendfotopreises 2008 ausgestellt. Die Preise selbst werden in der Abschlussveranstaltung am 28. September verliehen.

Theresa Martinat, 19 Jahre, Wie die Sterne in den Himmel kommen... Deutscher Jugendfotopreis

Am größten deutschen Foto- und Imaging-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche nahmen 2008 rund 3000 junge Fotofans mit über 17.000 eingereichten Bildern teil – so viele wie nie zuvor. Die Jury zeigte sich von der hohen Qualität der Arbeiten sehr angetan. Die Altersspanne der Teilnehmer reicht vom Vorschulalter bis 25 Jahre.

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Zentrum für junge Fotografie: Jugendliche und Profis

Junge Foto-Profis, Kinder und Jugendliche bekommen in Viernheim zwischen Heidelberg und Mannheim gemeinsame Ausstellungsmöglichkeiten: Dort gibt es das „Europäische Fotozentrum für junge Fotografie“. Ab heute stellt Markus J. Feger seine Bilder vor: „Allegorien des Verblassens“.

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Markus J. Feger – aus: Allegorien des Verblassens

Markus J. Fegers Fotografien wirken seltsam abwesend und unwirklich, so das Zentrum für junge Fotografie: Seine fotografierten Darsteller hat man alle schon einmal irgendwo gesehen. Dennoch blieben sie in ihrer Künstlichkeit eigenartig fremd: Schwellenwesen, deren Identität in einem Dazwischen zu verblassen scheint.

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