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Das Leben schiesst die Bilder

Die Digitalisierung und der schleichende Niedergang des Pressesektors haben den Beruf des Pressefotografen mit Macht umgekrempelt. Ganze Redaktionen wurden halbiert, der Verdrängungswettbewerb ist härter geworden. Die Deadlines werden kürzer, Onlinemedien verlangen Fotos in Echtzeit, es gibt immer weniger Platz für Bilder auf den Zeitungsseiten, immer weniger Pressefotografen machen immer mehr Bilder.

Trotzdem tauchen jedes Jahr neue Autodidakten auf der Bildfläche auf, kommen ausgebildete Pressefotografinnen aus Schulen. Die Anziehungskraft des Traumberufes Bildjournalist scheint in den letzten Jahren zugenommen zu haben. Was treibt einen Menschen in den prekären Lebensentwurf eines Pressefotografen? Einem, der immer auf dem Sprung sein muss, der bei jedem Wetter und ungemütlich früh oder späten Tageszeiten unterwegs ist und die Ellbogen nicht selten ausfahren muss? Die Faszination könnte darin liegen, aus wenig oder gar nichts möglichst viel zu machen. Die Motive eines Pressefotografen liegen häufig im Alltäglichen, im Profanen. Die Herausforderung liegt darin, innert kurzer Zeit und mit beschränkten fotografischen Mitteln das Beste aus einer Situation herauszuholen.

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World Press Photo Awards 2011:
Spektakel als Qualität

Die Gewinner der World Press Photo Awards 2011 stehen fest. Unter den Siegerbildern finden sich etliche fast schon unerträgliche Schockbilder.

World Press Photo des Jahres 2011: Die von ihrem Mann entstellte Afghanin Bibi Aisha. © Jodi BieberIch glaube nicht, dass die Zahl der Gräuel auf der Welt zugenommen oder die Menschheit brutaler geworden ist. Ich bin mir aber einigermassen sicher, dass die Zahl der beinahe unerträglichen Schilderungen und Darstellungen gestiegen ist. Macht uns das zu Opfern unserer eigenen voyeuristischen Tendenzen – nehmen wir vielleicht nur noch das absolut Spektakuläre zur Kenntnis?

„Mediale Abstumpfung“ ist inzwischen ein klischierter Begriff. Aber mir scheint die diesjährige Preisgalerie der World Press Photo Awards in weiten Teilen ein Symptom genau dieser Entwicklung geworden zu sein. Qualität besteht im Spektakel, und die Steigerung des Spektakels besteht darin, noch näher dran zu sein. (Wir zeigen hier nur eine kleine Auswahl der „harmlosen“ Siegerbilder – die ganze Galerie ist auf der Website von worldpressphoto.org zu sehen.)

[photos title=“World Press Photo Award 2011″ pics= „2 3 4 5“]

Wenn Pressefotografie nach Aussage und Wahrheit strebt, lassen sich diese Dinge durch die entsetzlichsten Details im Bild steigern? Brauchen wir, um die Ausmasse des Drogenkrieges in Mexiko zu verstehen, Bilder von abgeschnittenen Köpfen? Weiterlesen

Swiss Press Photo 2009:
Ist das die neue Bildsprache
im Zeitalter des Bürgerjournalismus?

Der Bildjournalismus ist „in der Defensive“: Der Schweizer Pressefoto-Preis soll zeigen, dass sich die Bildsprache in den Medien weiter entwickelt. Die preisgekrönten Bilder bringen das nur teilweise zum Ausdruck.

Aus ´Asylum Seeker in Chiasso´ des schweizerisch-polnischen Fotografen Jacek Pulawski (Bilder keystone / swisspressphoto / Jacek Pulawski)

„Was ist ein Pressebild noch wert in einer Zeit, da jeder zufällige Zeitzeuge von jetzt auf gleich zum Bildreporter werden kann?“

Auf diese Frage aus der Laudatio von Hans-Michael Koetzle, Mitglied der Swiss Press Photo-Jury, soll der jährliche Wettbewerb des Schweizer Verlags Espace Media eine Antwort geben.

Das ist ihm meiner Ansicht nach in diesem Jahr nur sehr bedingt gelungen.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Die Türme wachsen, die Blätter fallen

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Herbst in der Stadt. Farben und Stimmungen.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Fotografien aus 24 Stunden:
Städte und Meteoriten

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Isolation, Fluchtpunkt und Weitwinkel – noch mehr ungewohnte Perspektiven.

In der Rubrik „24 Stunden“ veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Fotografien aus 24 Stunden:
Perspektiven

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Manchmal verändert die Perspektive alles. Oder die Farbe.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Schönheit eines Raketenstarts

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Aufbruch ins Weltall, zum Protest, in die Zukunft.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Gesichter

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Andächtig, fröhlich, beobachtend oder ganz einfach grossmäulig.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Menschen

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Menschen, Feiern, Funken.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Schatten

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Schatten und Pferdewagen, nein, Eeselgespanne, ein Elefant und Heisse Luft.

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