4 zufällige Bildkritiken zum Thema Einsamkeit:
Alle 6 Artikel zum Thema Einsamkeit auf fokussiert.com:
Bilder können uns an Gemälde erinnern, die wir schon gesehen haben. Diese Aufnahme von Simone Naumann entwickelt einen sehr starken, fast malerisch wirkenden Ausdruck und erinnert so an ein Gemälde von Edward Hopper.
Kommentar der Fotografin:
Dieses Bild wurde in München im Studentendorf hinter dem Olympiapark aufgenommen. Das Zusammenspiel von Exterieur und Intereur verleiht dem Bild eine große surrealistische Wirkung. Eine große Schärfentiefe, sowie die Nutzung des vorhandenen Lichtes (Kunstlicht) soll den Bildcharakter unterstreichen.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Simone Naumann:
Gewisse Bilder rufen bei mir sofort Assoziation zu Gemälde wach, die ich kenne und schätze. Diese Aufnahme von Simone Naumann mit ihrem gekonnten Spiel der geometrischen Flächen, der Farben und des Lichts, erinnerte mich sofort an das Gemälde “Nighthawks” von Edward Hopper (1882-1967):
» weiterlesen
Je mehr gleichförmige Flächen ein Motiv aufweist, desto bedeutender wird eine bewusste Bildaufteilung.
— C36daily — Der tägliche Newsletter für die Schweizer ICT-Community. Schnell, aktuell und auf den Punkt. Jetzt abonnieren und immer up-to-date sein. — Textanzeige —
Kommentar des Fotografen:
Das Bild ist während eines Urlaubs in St. Petersburg entstanden. Das “Paradise Café” steht an einer tristen, von Plattenbauten gesäumten Standpromenade am Golf von Finnland. Die Temperaturen waren sehr niedrig, ein kalter Wind wehte.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Denis Gerlach:
Ein Flacher Pavillon mit Wellblechdach und Fensterfront voller Vorhänge steht auf einem Parkplatz. Das in kyrillischer und lateinischer Schrift als «Café Paradise» angeschriebene Gebäude in der horizontalen Bildmitte wirkt trotz des modernen Werbebanners heruntergekommen; der leere, von Frost bedeckte Parkplatz zwischen dem Fotografenstandort und dem Kaffee und der triste, graue Himmel dahinter sorgen für eine Stimmung der Einsamkeit und Kälte.
Die einfachsten Bilder sind oft die besten.
» weiterlesen
In der U-Bahn eingequetscht – solche Momente gehen ans Unerträgliche. Michael Wolf zeigt uns Gesichter aus dem Untergrund Tokios.
“Tokyo Compression” – viel treffender hätte der deutsch-amerikanische Fotograf Michael Wolf seine Serie nicht nennen können. Die Bilder sind aktuell in Köln ausgestellt, das Buch gewann den Deutschen Fotobuchpreis 2011. » weiterlesen
Die Wüste fasziniert mit Farbe, Licht und Linien. Die wenigsten davon sind allerdings symmetrisch.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand bei meiner Reise durch die Sahara (Marokko), ich habe es mit einem iPhone gemacht, da die Lichtverhältnisse sehr gut waren… Ich habe dort noch viele Bilder gemacht, aber keins hat mir danach so gut gefallen wie dieses… (geringe Nachbearbeitung, kein Ausschnitt etc.) Was meint Ihr?
Peter Sennhauser meint zum Bild von Mario Wagner:
Eine Sanddüne erstreckt sich vor dem Betrachter und steigt, leicht gerippelt, nach rechts oben ins Bild hinein an. Der rote Sand bildet einen starken Kontrast zum tiefblauen, nach oben sich in einem Verlauf verdunkelnden Himmel.
» weiterlesen
Die besten Motive sind häufig auf den ersten Blick unscheinbare Objekte. Fotografie besteht zu einem grossen Teil darin, sie zu entdecken.
— Jetzt anmelden unter www.f-stop-leipzig.de! — F/STOP FOTOGRAFIEFESTIVAL Leipzig, 23.09.2010-03.10.2010 // Von Profis lernen: Zahlreiche Workshops mit Profis aus der Fotografieszene // Peter Bialobrzeski, Arja Hyytiäinen, Thomas Kern u.v.a. — Textanzeige —
Kommentar des Fotografen:
Nach meinem Steg von Schobüll/Nordsee zeige ich einen weiteren Steg, diesmal aufgenommen vor Holnis auf 6×7 S/W-Film, digitalisiert und den Nebel am Horizont per PS verstärkt. Die Stimmung an der Ostsee war an einem bedeckten Februartag sehr ruhig, das Wetter lockte kaum einen Spaziergänger an das Wasser. Ich kam mir irgendwie ein bisschen verlassen vor.
Und dann kam ich an diesen Steg vorbei. Erst habe ich gedacht, er sein kein Bild wert, ging weiter. Aber es rumorte in mir, irgendwie muss sich aus dem Steg was machen lassen und ich bin dann zurückgegangen. Dort habe ich einen Standpunkt gesucht, der zum einen die Steine und den Steg in eine Blickachse stellt und die 4 Pfähle so zeigt, daß sie sich nicht verdecken. Mit dem im Nebel aufgelösten Horizont und den Verzicht auf Farben möchte ich die Stimmung eines verlassenen Ortes verstärken. Warum der Steg eine Kette hat, vielleicht hat jemand eine Idee….
Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Unger:
Ein Boots-oder Schwimmsteg an einem flachen Gewässer. Diese Schwarz-Weiss-Fotografie stellt den Steg ins Bildzentrum, der zu einem wunderlichen Objekt wird, weil er nirgendwohin führt:
» weiterlesen
Die besten Symbolbilder stellt der Alltag bereit. Man muss sie aber sehen.
Kommentar des Fotografen:
Das Foto wurde in Cuxhaven aufgenommen,am Abend eines ungewöhnlich sonnigen und klaren Frühlingstages. Als wir unsere Ferienwohnung verließen, sah ich die beiden älteren Herrschaften auf ihren Bänken sitzen und zückte sofort meine Kamera. Dann musste ich noch kurz meine Frau von der Treppe scheuchen, andere Passanten waren gerade weit und breit nicht zu sehen.
Ich hatte in diesem Fall spontan, ohne große Überlegung fotografiert (die Kamera befand sich im Automatik-Modus)und das Foto später auch nicht weiter beachtet. Um so überraschter war ich, dass es bei diversen Freunden und Bekannten bisher gut aufgenommen wurde. Über Eure Kritik würde ich mich sehr freuen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Günter Bremm:
Zwei Menschen sitzen, in fünfzig Metern Abstand, am jeweils em andern zugewandten Ende zweier Parkpänke auf einem Deich. Sie blicken, mit dem Rücken zur Kamera, hinaus auf den nicht sichtbaren Horizont.
» weiterlesen