Thema: Struktur

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Struktur:


 

Alle 8 Artikel zum Thema Struktur auf fokussiert.com:

Giacomo Giannini:
Aus der Vogelperspektive

Giacomo Giannini fliegt über Italien und zeigt uns irritierend schöne Grafiken aus der Vogelperspektive.

Giacomo Giannini: Mais nell aia. Courtesy Con-Temporary Art Gallery Paola Sosio. Mailand


Diese auf den ersten Blick fremd erscheinenden Bilder sind aus einem Stoff, den wir wohl kennen: aus der vom Menschen gestalteten Landschaft.

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Kirchenfotografie:
Leerstellen für die Fantasie

Ungleichheit und Leere kann ein Bild mit der nötigen Spannung ausstatten. Zu wenig Information ist selten ein grösseres Problem, zu viel Information schon eher.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Florian Sprenger).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Florian Sprenger).

Kommentar des Fotografen:

Hallo, Dieses Bild habe ich in der Votivkirche in Wien gemacht, mit einer Nikon D70s, dem Sigma 10-20 (1/30sec und f9) und einem Nikon SB-600. Dass die Säulen nicht symmetrisch zu sehen sind, ist Absicht, liess sich wegen des ungleichen Lichteinfalls aber sowieso nicht vermeiden.

Profi Stuart Schwartz meint zum Bild von Florian Sprenger:

Das ist ein beeindruckendes Bild – ein ungewöhnlich abstrahierender Blickpunkt. Auf jeden Fall handelt es sich um eine grossartige Location. Warum:

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Tierfoto:
Des Pelikans Textur

Fotografie wird auch dann interessant, wenn sich typische Genres vermischen. Das zeigt dieses Pelikanbild, das seine Spannung aus Texturen heraus entwickelt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dr. Timo Kaan).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dr. Timo Kaan).

Kommentar des Fotografen:

Ich habe das Foto im Zoo Hannover 08/10 “aus der Hand” mit meiner D700 aufgenommen. (EXIF: ). Der Pelikan befand sich in einem Streichelgehege und war smoit ganz gut zugänglich. Mich reizen an dem Foto vor allem die unterschiedlichen “Oberflächen” des Pelikans – das weiche Gefieder, der harte, holzige Schnabel, der wie “gefliest” wirkende Kehlkopf. Das Bild habe ich daheim auf 1,40 Breite entwickeln lassen – so kann man von weitem die Anmut des Tieres, von nahem die unterschiedlich strukturieren Oberflächen betrachten.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dr. Timo Kaan:

In dieser Schwarz-Weiss-Aufnahme füllt der Kopf eines weissen Pelikans den gesamten linken Bildteil. Das Tier, mit Federbusch auf dem Kopf, wendet sich in der Grossaufnahme zudem leicht vom Fotografen ab. Gegen den fast schwarzen Hintergrund hebt sich der Schnabel und die Kopfform im rechten Bildteil ab.

Warum fotografieren wir? Was wollen wir eigentlich einfangen? Diese Frage haben wir uns kürzlich an einem Workshop gestellt. Die Liste ist lang:

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Laubdach:
Verfremdende Lichtspiele

Manchmal reicht eine ungewöhliche Perspektive für ein spannendes Bild.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sven Ring).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sven Ring).

Kommentar des Fotografen:

Allee am Schaumainkai in Frankfurt. Mich beeindruckte das Licht- und Schattenspiel zwischen den hellgrünen Blättern, wirkte es in Farbe noch frühlingshaft frisch, bekommt der “Tunnel” in der sw-Bearbeitung etwas Geheimnisvolles.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Sven Ring:

Eine Platanenallee in vollem Laub ist in dieser Schwarz-Weiss-Aufnahme zu sehen. der Blick führt offenbar leicht nach schräg oben in die Kronen der Bäume; durch diese bricht das Licht in gleissenden Ausbrennungen in der Aufnahme nur punktweise herein, das Blätterdach ist relativ dicht und zeigt ein Muster aus Grauwerten. Darunter sind die Stämme der Bäume in der Allee zu erkennen und in der Tiefe des Bildes der Tunnel, den sie bilden.

Diese Aufnahme greift ein einfaches Motiv aus dem Alltag auf, das Dir unterwegs aufgefallen ist – ich würde sie deshalb nicht de Landschaftsfotografie zuordnen, sondern mehr als Schnappschuss bezeichnen, ohne dass das abwertend wirken soll:

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Architektur:
Lichtspiele

Architektur hat immer auch mit Lichteinfall und Lichtverteilung zu tun. Diese Spielarten fotografisch zu erfassen ist ein Aspekt der Architekturfotografie.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bernhard Bischof).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bernhard Bischof).

Kommentar des Fotografen:

Nach einer mehrtägigen Bergtour mit dem SAC haben wir abschliessend die Kirche des Architekten Botta in Mogno (Tessin) besucht. Die Kirche hat mich fasziniert. Vor allem das Lichtspiel kam an diesem schönen Tag zur Geltung. Aufgenommen mit einer Canon G10 und unter etwas Zeitdruck. Ein paar Aufnahmen, und schon mussten wir für die Rückfahrt ins Postauto.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Bernhard Bischof:

Eine schwungvolle Glas-, Stahl- und vor allem Beton- oder Mauerwerkstruktur dreht sich in diesem Farbbild nach oben. Im Zentrum des Bildes steht ein Glasdach, durch das der blaue Himmel gesehen werden kann. Es wird von den runden Mauerstrukturen elliptisch als Schnittmenge zweier Hyperbeln eingefasst.

Die Spannung dieser Aufnahme liegt in den den verschiedenen Konstruktionen der Wände der Botta-Kirche und in ihren architektonisch seltenen Formen: Botta ist berühmt für seine tubusförmigen, diagonal abgeschnittenen Bauten.

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Waldbrand-Landschaft:
Aus der Ecke heraus

Starke Linien in einer Landschaft öffnen den Weg zur ungewöhnlichen Komposition.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© damian byland).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© damian byland).

Kommentar des Fotografen:

Diese Landschaftsfotografie ist auf meiner Reise durch Amerika entstanden. Mich faszinierten die abgebrannten Bäume, kombiniert mit der Abendstimmung und den letzten Sonnenstrahlen. Für eine bessere Linienführung und um das Bild ein wenig spannender zu gestalten, richtete ich meine Linse so aus, dass sich die Strasse so gut wie’s ging durchs Bild schlängelte. Die Unschärfe im linken Bildteil muss wohl am preiswerten Objektiv liegen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Damian Byland:

Ein typischer amerikanischer Highway irgendwo im Westen schlängelt sich in weichen Mäandern durch einen Nadelholzwald im Abendlicht. Die Stämme der Bäume ragen in seltsamer Nacktheit gegen den blauen, von Wolkenfetzen durchzogenen Himmel. Der Wald ist abgebrannt, die Stämme werden vom flachen Sonnenlicht zum Leuchten gebracht.

Eine attraktive und zugleich verstörende Panorama-Landschaftsfotografie: Es gleicht den Bildern, die während der Waldsterbe-Debatte in den achtziger Jahren eine Horrorvision toter Wälder vermittelten. Dabei sind Waldbrände in den Weiten des amerikanischen Westens nicht nur normal, sondern für das Ökosystem sogar nötig.

Deine Aufnahme bricht in mehrerer Hinsicht mit den Regeln:

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Architekturfoto:
Reduce to the Max

Linien und Flächen, Räume und Formen sind die Elemente der Architektur, und sie können in der Fotografie neu inszeniert werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Nicole Holz).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Nicole Holz).

Kommentar des Fotografen:

Hochhaus Nähe Messe Frankfurt / M. – gereizt hat mich hier die andersartige Perspektive auf die strenge Geometrie von Formen, Fläche und Linien, die auf den ersten Blick nichts mit der gewohnheitsmäßigen Betrachtung gemein haben.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Nicole Holz:

Eine radikal auf Wiederholung basierende Struktur aus identischen Elementen zieht sich in diesem in dunklem Sepia gehaltenen Bild vom Vordergrund links vorne in die Bildtiefe nach rechts hinten.

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Steinstapel:
Oberflächenfaszination

Sogar ein Häufchen Steine kann visuell von Interesse sein, wenn es richtig beleuchtet ist und die Komposition stimmt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Julia Mallm).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Julia Mallm).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich mit einer normalem Digitalkamera (Canon PowerShot A1000 IS) in der Makroeinstellung und mir über Belichtung und andere Sachen überhaupt keine Gedanken gemacht, sondern einfach “drauf los fotografiert”. Mir persönlich gefällt das Bild gut, aber ich finde es fehlt ein wenig “der letzte Schliff”. Was hätte man an diesem Bild verbessern können? (Mittlerweile habe ich mir auch eine digitale Spiegelreflexkamera (Canon EOS 1000D mit Sigma DS 18-200 mm Objektiv) zugelegt.)

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Julia Mallm:

Mir gefällt das Bild gut – und diese Aussage verlangt nach der Frage: Was genau gefällt Dir daran?

Ich persönlich mag es, wie beim so nahen Heranzoomen die Oberflächen zum Vorschein kommen, vor allem vom oberen Stein. Aber ich denke, Du hast recht: Es fehlt am letzten Schliff.

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